Mittwoch, 26.02.2020

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SG Auerbach/Pegnitz ist einfach nicht zu stoppen

Sechster Sieg im sechsten Spiel: Blau-Weiße leisten sich beim 32:24 gegen HC Forchheim kaum Schwäche - 17.11.2019 17:55 Uhr

Die SG Auerbach/Pegnitz bleibt der souveräne Tabellenführer der Bezirksoberliga. Im Spiel gegen Forchheim hatte sich unter anderen Lukas Weisser (werfend) ein Sonderlob verdient — er ersetzte Paul Neuß mit Bravour. © Klaus Trenz


Allen voran würdigte Trainer Matthias Schnödt die Leistung von Daniel Schalanda, der sowohl in der Abwehr, als auch im Angriff eine tadellose Partie ablieferte. "Schalo hat hinten nichts zugelassen und hatte im Angriff, glaube ich, nicht einen Fehlversuch." Tatsächlich verwandelte der Routinier alle vier Chancen, die ihm geboten wurden, und trug damit dazu bei, dass von jeder Position Gefahr für das gegnerische Tor ausging.

Auch Lukas Weisser hatte einen großen Tag und bewies, dass er mehr als nur ein Ersatz für Paul Neuß sein kann. Mit unbändiger Willenskraft kämpfte er auf Halblinks um jeden Zentimeter Hallenboden und wechselte sich in der Offensive mit dem erneut bärenstarken Maxim Pankraz im Torewerfen ab. Immer wieder drängten die beiden Halben in die Abwehr der Gäste, sorgten dort für ständige Unruhe und waren kaum zu halten. In der Defensive auf vorgezogenem Posten störte Weisser unerbittlich die gegnerischen Angreifer und unterband damit ein ums andere Mal einen geordneten Spielaufbau.

Neben den Genannten wollte Matthias Schnödt auch die Leistungen von Martin Bauer und Stephan Bruckmayer hervorheben. "Brucki hat ein starkes Spiel abgeliefert, hat in der Abwehr wenig zugelassen und im Angriff fast alles verwertet, was ihm präsentiert wurde." Dabei profitierte der Kreisläufer häufig von der Übersicht von Martin Bauer. Unaufgeregt und mit viel Übersicht setzte der junge Spielmacher seine Kollegen immer wieder geschickt in Szene und leitete souverän das blau-weiße Spiel.

Selbstverständlich ist es immer einfacher, wenn man in Führung liegt, doch selbst in der Anfangsphase, als Forchheim die Partie noch ausgeglichen gestalten konnte, kam zu keinem Zeitpunkt der Verdacht auf, die SG müsse mit größeren Schwierigkeiten rechnen. So hielt Auerbach/Pegnitz den Druck von Beginn an hoch, ließ sich vom schnellen und technisch ansprechenden Spiel der Gegner wenig beeindrucken und legte nach etwa elf Minuten beim Stand von 7:6 einen vorentscheidenden Zwischenspurt ein.

Immer wieder technische Fehler

Die "Flippers" spielten zwar schnell und auch versiert, beim letzten Pass oder der finalen Aktion unterliefen ihnen dann jedoch immer wieder technische Fehler oder wurden unglückliche Entscheidungen getroffen. "Außerdem hatten wir heute ein exzellentes Rücklaufverhalten", freute sich Schnödt, dass trotz des schnellen Spiels der Gäste immer genügend Abwehrspieler parat standen und sich der Angriffswelle entgegen stellten. "Ja, sie waren schnell, aber wir waren schneller."

Jeden Fehler der Gäste konsequent nutzend, zogen die Hausherren bis zur 24. Minute unaufhaltsam davon und ließen bei zehn eigenen Treffern nur ein Gegentor zu (17:7). Der Vorsprung hatte bis zur 27. Minute Bestand (19:9), doch nach zwei überhasteten Wurfversuchen der Hausherren stellte der HC den Pausenstand von 19:12 her.

Scheinbar noch nicht wieder ganz auf der Höhe des Geschehens ließ sich die SG zu Beginn der zweiten Hälfte der vom Gespann Kauschke/Sahrmann umsichtig geleiteten Partie ein wenig überraschen und machte es dem Gegner stellenweise zu einfach, in die Partie zu finden. In der 36. Minute hatte sich der Vorsprung halbiert (21:16) und manch ein Zuschauer fürchtete schon den in der vergangenen Saison häufiger zu beobachtenden Zehn-Minuten-Einbruch. Weit gefehlt. Dieses Team hatte offenbar keine schöpferische Pause nötig: Mit schnellem und druckvollem Spiel und teils sehenswerten Toren übernahm es wieder die Kontrolle und legte bis zur 41. Minute mit einem 6:1-Lauf den Grundstein für den verdienten Sieg (27:17).

Nach einem kurzzeitigen Elf-Tore-Vorsprung (29:18, 30:19) nahm Blau-Weiß den Fuß etwas vom Gas und verwaltete während der letzten Viertelstunde souverän das klare Ergebnis. "Wir hatten beide wirkliche Bedenken vor dem Spiel", sagte Co-Trainer Philipp Schöttner. "Ich war mir erst beim 27:17 wirklich sicher, dass heute nichts mehr anbrennt. Umso stolzer bin ich auf die Jungs."

SG Auerbach/Pegnitz: Kroher, Seiffert, Bauer (1), Tannenberger (4), Bürger, Weisser (7), Podlech, Edtbauer (1), Hofmann Ma., Ziegler, Pankraz (10/3), Schalanda (4), Eckert, Bruckmayer (5).

HC Forchheim: Farra, Albrecht (1), Mückusch (3), Thiel (3), Distler, Nguyen (1), Roth, Opitz (6), Klingert (1), Stöckl, Rost, Mach (6/2), Hallmann (2), Fürch (1).

HARALD WEIDMANN

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