34°

Mittwoch, 26.06.2019

|

SG Auerbach/Pegnitz kassiert die fünfte Niederlage in Folge

Handballer verlieren zu Hause gegen den MTV Ingolstadt mit 26:30 Toren - 31.03.2019 15:37 Uhr

Thomas Wilke beim Sprungwurf auf das Tor des MTV Ingolstadt. Mit sieben Treffern war er bester Werfer der SG Auerbach/Pegnitz. Die Hausherren unterlagen mit 26:30 und stecken weiter im Abstiegskampf. © Klaus Trenz


Die Gäste aus Oberbayern nutzten dabei routiniert eine kurze Schwächephase der Hausherren nach der Pause, um die Partie zu ihren Gunsten zu drehen. Trotz einer sehr guten Leistung von Torwart Max-Anton Seiffert in der ersten und dem engagierten Auftreten von Jan Wislicenus in der zweiten Hälfte erwies sich erneut die zu hohe Fehlerquote der Blau-Weißen als entscheidender Faktor für die Niederlage. Vier Spieltage vor Saisonende liegt die SG weiterhin auf dem Relegationsplatz.

Überragender Seiffert

Dabei hatte es zunächst gar nicht so schlecht ausgesehen. Die Gäste, die mit nur neun Feldspielern und zwei Torhütern angereist waren, zeigten durchaus so etwas wie Nervosität und scheiterten ein ums andere Mal am bestens aufgelegten Seiffert. Dennoch erwies sich schon in dieser frühen Phase, dass auch das Heimteam enorm unter Druck stand, denn so viele Bälle "Manton" auch zur Freude der lautstarken Tribüne entschärfte, so wenig machten seine Kollegen im Vorwärtsgang daraus.

Immer wieder vergab die SG beste Chancen, scheiterte mehrmals von Außen, vom Kreis und traf selbst in Überzahl nicht. Es dauerte bis zur achten Minute, ehe Matthias Schnödt den erlösenden Ausgleich zum 2:2 erzielte. Erst danach zeigten die Gastgeber konzentriertere und schnellere Aktionen und übernahmen kurzzeitig sogar die Leitung des Spiels. In der 17. Minute hatte Auerbach/Pegnitz die Nase noch immer knapp vorn (6:5), nachdem man kurz zuvor sogar mit zwei Toren geführt hatte (5:3).

Schwache Torausbeute

"Es ist uns nicht gelungen, unseren Vorsprung auszubauen", bedauerte Matthias Schnödt die schwache Torausbeute dieser Phase. Aufgrund der hohen Fehlerquote gelang es den Blau-Weißen nicht, den Gast weiter unter Druck zu setzen. Ingolstadt fand wieder ins Spiel zurück. Die Oberbayern bestraften nun jeden Fehler und hatten in der 21. Minute nach vier unbeantworteten Toren das Spiel zu ihren Gunsten gedreht (6:9).

Deutlich sichtbares Zeichen der zwischenzeitlichen blau-weißen Verunsicherung war ein von Maxim Pankraz vergebener Strafwurf, bei dem man auch erkannte, dass er nach längerer Pause noch nicht seine volle Leistungsfähigkeit besitzt. Bereits jetzt konnten sich die Gäste etwas zurücknehmen und das Spiel mit all ihrer internationalen Routine verwalten. Die SG bewies zwar Moral und schaffte den Anschluss (9:10), nur um kurz darauf den Pausenstand von 9:11 hinnehmen zu müssen.

Die zweite Hälfte begann mit zwei Treffern der Gäste, wobei einer in Unterzahl erzielt wurde. Jan Wislicenus sorgte bis zur 34. Minute mit zwei schnellen Aktionen erneut für Hoffnung im Lager der Gastgeber (11:13). "Wir waren eigentlich dran, haben aber dann wieder einmal komplett den Faden verloren, haben einen Fehler nach dem anderen gemacht und uns auch durch unvorbereitete Würfe keinen Gefallen getan", ärgerte sich Matthias Schnödt über die erneute Schwächephase kurz nach der Pause.

Der Coach weiter: "Unser größtes Problem ist, dass die Phasen bei uns nicht zwei, drei Minuten und ein, zwei Gegentore anhalten, sondern sechs, acht oder gar zehn Minuten und vier bis sechs Tore." So traf bis zur 40. Minute nur noch der Gast und hatte das Spiel beim Stand von 11:17 frühzeitig für sich entschieden.

Als kurz darauf Schnödt nach einem Foul die Rote Karte erhielt, musste Wislicenus die Leistung des Spiels vollends übernehmen, eine Aufgabe der er durchaus gerecht wurde. Dennoch merkte man auch ihm in manchen Situationen die fehlende Spielpraxis an, weshalb sich der eine oder andere Fehler einschlich.

Den Vorsprung verwaltet

Ingolstadt verwaltete nun seinen Vorsprung, Norbert Hartman wagte sogar die ersten Wechsel auf dem Feld und im Tor. Als die Gastgeber es gegen Ende mit offener Manndeckung versuchten, brachte man den Gast sogar kurzzeitig etwas aus dem Konzept und konnte für ein wenig Ergebniskosmetik sorgen. Der MTV jedoch zeigte all seine Erfahrung und brachte den verdienten Sieg in Ruhe über die Zeit.

Kurz nach Abpfiff gab es noch einmal etwas bessere Nachrichten, denn es wurde bekannt, dass sowohl der TSV Roßtal in Cham als auch der TV Münchberg zu Hause gegen die HG Kunstadt Siege feierten. Warum dies gute Nachrichten für die SG sind, lässt sich an der Tabelle ablesen. Zum einen bleibt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz bei drei Zählern, zum anderen wurde durch die Niederlage des ASV Cham die Meisterschaft frühzeitig zugunsten der TG Heidingsfeld entschieden.

Damit treten die Blau-Weißen nächsten Samstag zwar beim frischgebackenen Bayernliga-Aufsteiger an, haben aber noch weniger Druck als zuvor. "Spätestens nach der Niederlage heute lautet unser Hauptziel, den Relegationsplatz zu halten. Dazu musste Kunstadt verlieren, denn dann bleiben wir trotz der zu erwartenden Niederlage in Heidingsfeld in jedem Fall vor ihnen", blickte Schnödt schon wieder eine Woche voraus.

SG Auerbach/Pegnitz: Kroher/Seiffert, Tannenberger (6/3), Schnödt (1), Bürger, Weisser, Eckert (1), Wislicenus (6), Pankraz, Kraus, Schalanda (4), Hofmann Ma., Edtbauer (1), Wilke (7).

MTV Ingolstadt: Fejzovic/Neisinger, Stoika (6), Müller, Almasi (4), Sabljakovic (1), Serban (5), Achhammer, Dzolic (5), Macovei (3), Balasz (5/3). 

HARALD WEIDMANN

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Auerbach