22°

Samstag, 24.08.2019

|

SG Auerbach/Pegnitz könnte ein Zeichen setzen

Spielplan hält interessante Begegnungen bereit, etwa gegen die Bayernliga-Reserve der SG Regensburg - 06.08.2019 19:43 Uhr

Martin Bauer, hier beim Sprungwurf im einem Spiel der zweiten Mannschaft der SG Auerbach/Pegnitz, soll in der kommenden Saison auch in der ersten Mannschaft eine wichtige Rolle spielen. © Foto: Klaus Trenz


Gleich zum Auftakt empfängt man mit der Bayernliga-Reserve der SG Regensburg einen der Favoriten, bevor schon am zweiten Spieltag das Landkreis-Derby beim HC Sulzbach-Rosenberg ansteht. Damit könnte man sich vom Start weg gegen zwei voraussichtliche Titelanwärter eine gute Ausgangsposition verschaffen.

"Die Stimmung im Team ist super und es läuft bisher ziemlich gut", freut sich der neue Co-Trainer Philipp Schöttner über den Verlauf der Vorbereitung auf die neue Saison, wobei er sich besonders angetan zeigte von der Beteiligung, aber auch von den Fortschritten, die das neu formierte Team von Woche zu Woche mache: "Alle ziehen gut mit und sind hoch motiviert." Auch die durch die Abgänge bedingte Umstellung der Spielweise scheint immer besser zu greifen. "Zuletzt war unser Spiel zu statisch und leicht auszurechnen", so Schnödt. "Zu oft haben wir nach ein, zwei Pässen voreilig den Abschluss gesucht, oder uns in Einzelaktionen verzettelt." Gefragt nach dem Ablauf, hatte er zu Beginn der Vorbereitung vor allem zwei handballspezifische Hauptaufgaben angesprochen: "Anfangs konzentrieren sich die Einheiten mehr auf Ausdauer und Kraft, danach aber müssen wir daran arbeiten, im Angriff variabler zu werden und mehr über Außen und den Kreis spielen. Außerdem wollen wir versuchen, aus einer weiter verbesserten Abwehr heraus schneller ins Gegenstoßspiel zu kommen." Mehrere schweißtreibende Einheiten später befinden sich seine Schützlinge offenbar auf einem guten Weg und zeigten in drei Testspielen vielversprechende Ansätze. Gleich zu Beginn wollte man beim frisch gebackenen Landesligisten HaSpo Bayreuth II erste Eindrücke sammeln. Zur freudigen Überraschung der Verantwortlichen ließ man dem höherklassigen Gegner keinen Stich und gewann nach dreimal 20 Minuten klar mit 28:14.

"Wir haben erst fünf Einheiten hinter uns, aber was die Jungs hier gezeigt haben, war schon beeindruckend", freute sich Schöttner – nicht nur über das Ergebnis. Speziell das Zusammenspiel der "Neuen" mit den etablierten Akteuren funktionierte überraschend gut. Spielmacher Martin Bauer verteilte geschickt die Bälle, die Rückraumwerfer Edtbauer, Pankraz, Neuß und Weisser nutzten effektiv ihre Chancen und man sah ein schnelles Kombinationsspiel, das über die Außen Podlech und Schalanda, aber auch über den Kreis mit Bruckmayer und Förster abgeschlossen wurde. Letzterer fiel besonders durch eine aggressive Abwehrleistung auf, mit der er seinen Gegnern den Abschluss schwer und seinem Torhüter das Leben leichter machte.

Knapp eine Woche später trat man beim letztjährigen Ligakonkurrenten TV Erlangen-Bruck II an und musste sich nach erneut guter Leistung nur knapp mit drei Toren geschlagen geben. "Derzeit spielen wir zwar noch mit Harz, aber je näher die Saison rückt, desto weniger werden wir darauf zurückgreifen, denn auch einige Landesligisten wollen sich auf Ligaspiele ohne das Hilfsmittel vorbereiten." So kam es am ersten Augustwochenende zum Rückspiel gegen Erlangen-Bruck II und diesmal hatte die SG die Nase mit zwei Toren vorn.

Erneut zeigte sich die Defensive, namentlich Johannes Förster, von ihrer besten Seite und verschaffte sich gehörigen Respekt beim Gegner, während auf der anderen Seite des Balles vor allem Paul Neuß mit neun Toren überzeugte. Philipp Schöttner bescheinigte dem Halblinken, dass "er immer sicherer wird. Offenbar ist es für seine operierte Schulter derzeit sogar besser, ohne Harz zu spielen. Es bedarf eines höheren Kraftaufwandes der Hand, weshalb er das Gefühl hat, dass in der Folge die Armmuskulatur ebenfalls stärker angespannt und die Belastung für die Schulter besser abgefangen wird."

Wie schon zuvor, verzichtete Matthias Schnödt darauf, selbst einzugreifen. Vielmehr gab er, ähnlich wie in den Vorjahren, einmal mehr seiner Hoffnung Ausdruck, weniger auf dem Feld stehen zu müssen. "Eigentlich will ich mich auf meine Aufgabe von der Bank konzentrieren", sagt er und ist sich jedoch bewusst, dass ein ähnliches Verletzungspech wie im Vorjahr dieses Vorhaben erneut zunichte machen könnte. "Bis zum Saisonstart stehen uns noch anstrengende Einheiten und das eine oder andere Testspiel bevor, da kann immer etwas passieren."

Hoffen auf weniger Verletzungen

Angesprochen auf den Auftakt und die voraussichtlichen Favoriten nannten Schnödt und seine Co-Trainer Schöttner und Herold unisono neben der Reserve des Bayernligisten SG Regensburg und dem HC Sulzbach-Rosenberg vor allem den ESV 27 Regensburg, Gegner der SG am fünften Spieltag. In der Saison 2015/16 knapp dem Abstieg entgangen, übernahm der ehemalige Spieler Bernhard Goldbach die "Eisenbahner" und führte sie zusammen mit dem höherklassig erfahrenen Brüderpaar Roy und Steve Müller über Platz Fünf zuletzt zweimal zum Vizetitel.

"Die beiden Regensburger Teams und Sulzbach sind sicherlich oben dabei. Unser Ziel ist in erster Linie die Entwicklung des Teams und die Einbindung unserer jungen Spieler. Wenn wir vor Verletzungen verschont bleiben, können und wollen wir aber auch ein Wörtchen mitreden." Den Grundstein dafür könnte die Schnödt-Sieben in den ersten beiden Spielen legen.

Was die Jungs
hier gezeigt
haben, war schon beeindruckend 

HARALD WEIDMANN

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Auerbach