Donnerstag, 21.11.2019

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SG Auerbach/Pegnitz setzt Siegesserie fort

Den Impuls zum Erfolg in der Bezirksoberliga gab eine Verletzung - 03.11.2019 18:25 Uhr

Paul Neuß (am Ball) verletzte sich in der 19. Minute so schwer, dass noch nicht klar ist, wann er wieder Handball spielen kann. Seine Teamkollegen kämpften für ihn und holten den fünften Sieg im fünften Saisonspiel. © Klaus Trenz


Die SG-Handballer überzeugten gegen einen starken Gegner, denn immerhin hatte man gerade mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung den Vizemeister der vergangenen beiden Spielzeiten und designierten Top-Favoriten in beeindruckender Weise bezwungen. Die bittere Pille, die dabei jedoch zu schlucken war: Die schwere Verletzung von Paul Neuß nach knapp 20 Minuten Spielzeit.

Beide Teams hatten bis dahin zwar defensiv überzeugt, offensiv aber zu viele Chancen ungenutzt gelassen und sich deshalb mehrmals mit einer knappen Führung abgewechselt. Beim Stand von 6:6 in der 19. Minute wurde Paul Neuß im Wurf gefoult. Nach einer kurzen Behandlungspause stand fest, dass er den Rest des Spiels auf der Bank verfolgen würde. Eine erste Vermutung deutet auf den Riss der Bizepssehne des Wurfarmes hin, was vermutlich das Saisonaus für ihn bedeuten würde. "Wir müssen abwarten, was die endgültige Diagnose ergibt, aber er wird in jedem Falle lange Zeit ausfallen", bedauerte Matthias Schnödt den Ausfall seines bisher besten Werfers.

Der SG-Trainer freute sich aber über die Reaktion seines Teams auf den Schock. "Nach der Verletzung von Paul sind wir noch enger zusammengerückt und haben für ihn gespielt und gekämpft", sah auch Maxim Pankraz das Ereignis als Wendepunkt in der Partie an. Mit unbändigem Willen arbeitete er auf der halbrechten Position wörtlich bis zum Umfallen, hielt den Druck auf die gegnerische Abwehr hoch und scheute auch nicht davor zurück, dorthin zu gehen, wo es weh tun könnte. Ähnlich intensiv, aber auch erfolgreich agierte Matthias Edtbauer auf der gegenüberliegenden Seite. Nachdem der Gast in der 22. Minute noch einmal mit 6:7 in Führung gegangen war, wechselten sich die beiden ab, erzielten innerhalb von drei Minuten vier unbeantwortete Tore und drehten das Spiel vorentscheidend zugunsten ihrer Farben (10:7).

Regensburg kam zwar noch einmal heran (10:9), doch zwei weitere Treffer von Edtbauer und Pankraz stellten den alten Vorsprung wieder her. Nicht nur während dieses Zwischenspurts profitierten die Gastgeber immer wieder von der guten Vorbereitung durch Spielmacher Martin Bauer, der seine Mitstreiter geschickt in aussichtsreiche Positionen brachte. Ein Strafwurf zugunsten der Gäste brachte den Halbzeitstand von 12:10.

Wer anderes als Pankraz und Edtbauer sollten die Antwort auf den Anschlusstreffer der Gäste kurz nach Wiederanpfiff geben. Nur einmal unterbrochen vom guten Rechtsaußen der Gäste Same Faizi (14:12) sorgten die Blau-Weißen in der Folgezeit für die vorzeitige Entscheidung und erzielten bis zur 45. Minute weitere vier Toren am Stück (18:12). "Anders als in früheren Spielen haben wir uns danach keine schöpferische gegönnt" freute sich Co-Trainer Philipp Schöttner über den Rest des Spiels. "Wir haben es konsequent bis zum Ende durchgezogen."

Sieg nie in Gefahr

Auch wenn die Gäste bis zur Schlusssirene wieder etwas Boden gut machen konnten, hatte man zu keiner Zeit den Eindruck, der Sieg könne noch einmal in Gefahr geraten. Daran hatten auch zwei vom extra dafür eingewechselten Torhüter Valentin Kroher entschärfte Strafwürfe ihren Anteil.

"Das war eine tolle Mannschaftsleistung, die die Jungs gezeigt haben. Auch wenn über die Außen heute weniger ging, der Rückraum war, trotz des Ausfalls von Paul, bärenstark. Außerdem hat mich unser Torwartspiel überzeugt." Matthias Schnödt freute sich zudem über seine Abwehr, auch wenn es über Außen etwas Probleme gab. Dafür zeigte Lukas Weisser eine starke Leistung und auch Stephan Bruckmayer konnte überzeugen.

Am kommenden Wochenende hat die SG aufgrund des Rückzugs der SG Naabtal aus der Bezirksoberliga spielfrei und muss erst wieder am 16. November gegen den HC Forchheim ran. "Nach diesem Sieg haben sich die Jungs die Pause verdient und können sich nächste Woche in Ruhe zurücklehnen und zusehen, was die beiden Regensburger Teams gegeneinander tun", zeigte sich auch Spartenleiter Paul Rupprecht rundum zufrieden.

SG Auerbach/Pegnitz: Kroher, Seiffert, Bauer (2), Tannenberger (4), Bürger, Weisser, Podlech, Edtbauer (6), Ziegler, Pankraz (9/3), Schalanda (1), Neupert, Neuß (1), Bruckmayer (1).

ESV 1927 Regensburg: Müller, Reber, Simbeck, Oursin, Ehlis (4), Same (6), Fuchs (5), Bayer, Mertens (2/2), Miersch, Deml, Zulawski (1), Schaller, Groß (3/1).

HARALD WEIDMANN

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