Fotografen-Leben

So behauptet sich Pegnitzer Fotograf gegen die Smartphone-Konkurrenz

11.10.2021, 15:00 Uhr
Der Pegnitzer Hans Pastyrik gilt als einer der gefragtesten Porträt- und Eventfotografen im nordbayerischen Raum.

Der Pegnitzer Hans Pastyrik gilt als einer der gefragtesten Porträt- und Eventfotografen im nordbayerischen Raum. © Foto: Udo Fürst

Und gute Fotografen deshalb gefragt wie seit jeher. Vielleicht sogar noch mehr als früher. Das bewiesen Pastyriks Aufträge für Hochzeiten in ganz Süddeutschland, für Spezialaufnahmen namhafter Firmen und Agenturen – und Fotosessions mit einem echten Hollywoodstar.

Umzug zurück ins Stammhaus

Im Frühjahr ist Pastyrik mit seinem Fotogeschäft von der Innenstadt ins Stammhaus an der Schloßstraße 31 umgezogen. „Gott sei Dank“, sagt er und freut sich immer noch über seine „bestmögliche Entscheidung“. Hier liegen seine Wurzeln, hier erinnert er sich an die Anfänge und hier hat er Platz – viel mehr als früher an der Hauptstraße.

Die Geschichte der Pastyrik-Geschäfte an der Schloßstraße 31 begann bereits vor mehr als 70 Jahren. Ab 1950 gab sein Vater hier Musikunterricht und die Mutter verkaufte Spielsachen und Schreibwaren. „Bei uns gab es fast alles. Von der Märklin-Eisenbahn über das Steiff-Tier bis zum Geha-Füller.“

Ab Anfang der 1960er Jahre machte Vater Fritz seine neben der Musik zweite große Leidenschaft, das Fotografieren, zum Beruf und eröffnete ein Fotogeschäft. 1975 wagte sich Sohn Hans dann an die Eröffnung eines zweiten Ladens in der Innenstadt.

Dort verkaufte er bis vor einigen Jahren auch Fotoapparate und -zubehör. Doch das rentiere sich längst nicht mehr. „Da hast du als Einzelhändler gegen das Onlinegeschäft keine Chance“, weiß Pastyrik. Heute gibt es in seinem Laden neben den Fotostudios nur noch Bilderrahmen zu kaufen.

Das belastet den Künstler in ihm aber kaum. Viel wichtiger ist ihm sein Handwerk, wie er es nennt.

Längst gilt der Pegnitzer als einer der gefragtesten Porträt- und Eventfotografen im nordbayerischen Raum. Arbeiten für BMW, KSB, Linde, Steiff, die Uni Bayreuth und die OTH Amberg-Weiden, für die Charité Berlin oder für die Kliniken Nürnberg, Würzburg, Fürth oder Pegnitz belegen die Kompetenz und Zuverlässigkeit Pastyriks.

Live bei Lebertransplantation

Unglaublich interessant seien vor allem die Aufträge für Krankenhäuser gewesen, zum Beispiel Aufnahmen von Operationen. „Einmal durfte ich eine Lebertransplantation fotografieren. Das war schon wahnsinnig spannend.“ Hans Pastyrik liebt seine Arbeit. Das merkt man ihm deutlich an, wenn er davon erzählt.

Und wenn man weiß, dass er zehn Stunden für die Auswahl und Bearbeitung der Bilder aufwendet, die er zuvor in sechs Stunden bei einer Hochzeit geschossen hat. „Den Stundenlohn, der da rauskommt, will ich gar nicht wissen“, sagt der Fotomeister schmunzelnd.

Dafür, dass der Name Pastyrik bekannt wird beziehungsweise bleibt, ist auch viel Beinarbeit nötig. „Das heißt Messebesuche, Messebesuche, Messebesuche“, sagt er. Am Wochenende zum Beispiel präsentierte er sich auf der Hochzeitsmesse „Just Married“ in Bayreuth. Vor einer Woche war er in Regensburg und im November ist er in Nürnberg.

Apropos bekannt: Eines der Modelle des Pegnitzers ist Ralf Moeller, der „deutsche Arnold Schwarzenegger“, der schon in einigen Hollywoodstreifen mitgewirkt hat. Pastyrik ist über eine Werbeagentur an den Auftrag gekommen, den Schauspieler zu fotografieren. Er hat dies jetzt schon mehrfach getan.

Diese Aufnahme entstand bei einem Shooting mit Schauspieler Ralf Moeller, wofür der Pegnitzer Fotografenmeister beauftragt wurde.

Diese Aufnahme entstand bei einem Shooting mit Schauspieler Ralf Moeller, wofür der Pegnitzer Fotografenmeister beauftragt wurde. © Foto: Hans Pastyrik

„Hans, du bist mein Fotograf“, sage Moeller immer und auch darauf ist der Pegnitzer ein bisschen stolz. Deshalb will der Kreativarbeiter so lange weitermachen, so lange seine Kunden zufrieden seien mit seiner Arbeit, die er so sehr liebt.

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