Sonntag, 20.10.2019

|

Sommerwetter beschert zu Ostern Besucheransturm

Biergärten und Freizeiteinrichtungen in der Fränkischen Schweiz erfuhren an den Feiertagen regen Zuspruch - 23.04.2019 12:04 Uhr

Zünftige Klänge: Beim Osterbrunnenfest in Waischenfeld spielte die Blasmusik Waischenfeld spontan zum Standkonzert auf.


Der Hauptvorsitzende des Fränkische Schweiz Vereins, Forchheims Altlandrat Reinhardt Glauber, war auf Osterbrunnen-Tour und machte Halt beim Osterbrunnenfest des Heimat- und Verschönerungsvereins Waischenfeld in der Vorstadt, bei dem die Blasmusik Waischenfeld zum Standkonzert aufspielte. Mehr als ein Hektoliter des süffigen Heckel-Bieres wurde dabei innerhalb kurzer Zeit an die vielen Gäste ausgeschenkt, die rund um den geschmückten Osterbrunnen in der Sonne flanierten. Die Spenden dafür werden für Ortsverschönerungs-Maßnahmen sowie für Projekte des Heimatvereins verwendet, kündigte Vorsitzende Maria Eckert-Rosenberg an.

Wolfgang und Radka Kreiner aus dem tschechischen Pilsen hatten mit ihren Kindern Julia, Tobias und Martin einen Ausflug in die Fränkische Schweiz gemacht.


Beim zweiten Osterbrunnenfest des Fränkische Alb Vereins Waischenfeld in der Hauptstraße sang Belcanto Vocale Frühlingslieder wie "Veronika der Lenz ist da". Auch zünftig ging es dort zu, als einige Musikanten spontan aufspielten.

Inhaber Rainer Wendel vom Soccerpark Pottenstein in Regenthal hatte ebenfalls gut lachen: "Das Wetter passt optimal, und für die Osterferien ist das Geschäft sehr gut angelaufen. Da braucht sich keiner beklagen und es ist auch gut so, dass das Wetter keiner beeinflussen kann", sagt Wendel.

Mehr als ein Hektoliter Freibier wurde binnen kurzer Zeit an die zahlreichen Besucher beim Waischenfelder Osterbrunnenfest ausgeschenkt. Die Spenden der Gäste werden zur Verschönerung des Ortes verwendet.


Nicht nur der Fußballgolf im Freien, sondern auch seine Indoor-Kletterhalle seien heuer schon gut besucht gewesen und würden im dritten Jahr seit dem Bestehen immer besser angenommen. Wolfgang und Radka Kreiner aus dem tschechischen Pilsen zum Beispiel hatten mit ihren Kindern Julia, Tobias und Martin einen Ausflug in die Fränkische Schweiz unternommen und waren von den Freizeitangeboten, die es hier für Kinder gibt, begeistert. Vor dem Besuch des Soccerparks waren die Kreiners auf der Hohenmirsberger Platte zum Fossilienklopfen. "Das war auch toll, aber total überlaufen", berichtet Wolfgang Kreiner.

Frühlingslieder wie „Veronika der Lenz ist da“ steuerten die Sänger von „Belcanto Vocale“ beim Osterbrunnenfest des Fränkische Alb Vereins Waischenfeld bei.


Danach wollte die Familie zur Sommerrodelbahn in Pottenstein, fanden dort aber wegen Überfüllung keinen Parkplatz und fuhren daher weiter nach Regenthal zum Soccerpark. Das Preis-Leistungsverhältnis finden die Kreiners in Ordnung. Ein Problem seien allerdings die Familienkarten in manchen Freizeiteinrichtungen, da diese nur für zwei Erwachsene und höchstens zwei Kinder gelten. Für ihr drittes Kind mussten sie extra Eintritt bezahlen.

Stephanie und Michael Kickert aus Nürnberg waren indes mit ihren achtjährigen Sohn Paul im Kletterwald Pottenstein bei Weidenloh, weil ihr Sohn dort schon vor zwei Wochen bei einem Kindergeburtstag war und vom Klettern in den Bäumen seitdem voll begeistert sei. "Es ist eine supertolle Anlage und der Kletterwald ist bei vergleichbaren Anlagen schon ganz weit vorne", sagt Michael Kickert. "Es ist genügend Platz, alles ist sehr gepflegt und sehr gut finden wir auch, dass man etwas zu Essen mitbringen kann", ergänzt seine Frau Stephanie.

Sohn Paul meint schlicht: "Es ist cool." Die 45 Euro für eine Familie für zwei Stunden Klettern findet Stephanie Kickert allerdings schon viel. "Das kann sich nicht jeder leisten", meint sie. Allerdings müsse ja auch das viele Personal bezahlt werden. Seniorchef Fritz Stahlmann vom Kletterwald zeigt sich mehr als zufrieden. "Es sind Ferien und das Geschäft läuft gut", resümiert Stahlmann. Die Familienkarte gibt es im Kletterwald ab drei Personen. Dort ist es egal, wie viele Kinder eine Familie hat, denn ab drei Personen gibt es einfach für jede eine Ermäßigung von 1,50 Euro auf den Einzelpreis.

Christian Silcher und sein Sohn Moritz aus Königsbrunn bei Augsburg sind derweil begeistert vom E-Cart-Fahren im E-Fun-Park in Pottenstein. Mit der Familie sind sie mit ihrem Wohnmobil das erste Mal in die Fränkische Schweiz gekommen, weil der Cousin des Schwagers von Christian Silcher im Wildpark Hundshaupten seinen Geburtstag gefeiert hat. Auf den Pottensteiner Campingplätzen in der Bärenschlucht und in Tüchersfeld bekamen sie wegen Überfüllung keinen Stellplatz mehr. Deshalb wichen sie auf den Campingplatz in Betztenstein aus, der laut Christian Silcher sehr schön ist.

Wie die ganze Fränkische Schweiz eine herrliche Gegend sei, die es zu entdecken gelte. Die Silchers sind schon auf die Burgruine Neideck bei Streitberg gewandert, haben die Pottensteiner Altstadt besucht und sind in Bruckmayers Biergarten eingekehrt, der einer der schönsten in der Gegend sei. Weiter erklommen sie die Himmelsleiter, den Skywalk, sausten auf der Sommerrodelbahnins Tal und bestaunten den größten Osterbrunnen der Fränkischen Schweiz in Bieberbach. Wie Silcher meint, finde jeder für sich das richtige Angebot in der Fränkischen.

Ganz toll sei das E-Cart-Fahren, was aber auch seinen Preis habe. Am besten gefiel Silchers Sohn das kleine Labyrinth am Erlebnisfelsen Pottenstein. "Kleine Sachen sind oft sehr viel wert", meint der Vater und erklärt: "Wir kommen wieder, es gibt noch so viel zu entdecken." Was allerdings noch verbessert werden könnte, sei der Mobilfunkempfang. Am Campingplatz in Betzenstein hatte Silcher gar kein Netz und konnte deshalb auch nicht im Internet nachschauen, was es alles für Freizeiteinrichtungen und Sehenswürdigkeiten vor Ort gibt.

Werner Schmitt vom E-Fun-Park Pottenstein freut sich ebenfalls über das gute Ostergeschäft: "Das Wetter ist geradezu genial. Schmitt hat seine Cart-Flotte vergrößert und kann deshalb in kürzerer Zeit mehr Kunden bedienen als bisher. Neu sind Zweier-Carts, in denen ein Erwachsener mit einem Kind ab fünf Jahren fahren kann. Eine neue Geschäftsidee von Schmitt sind Firmenevents und Angebote für Gruppen, die sich ihr Tagesprogramm auf der Erlebnismeile mit Bausteinen individuell selbst zusammenstellen können. Davon profitierten auch die Betreiber der anderen Freizeiteinrichtungen. Neu ist außerdem eine VIP-Karte für besondere Kunden, die sogar Champagner für knapp 100 Euro die Flasche bestellten.

Auch das Geschäft mit dem Bootfahren am Schöngrundsee boomt bei dem Wetter. "Der Saisonstart ist gut geglückt, und ich habe den Eindruck, dass die ganze Welt in Pottenstein zu Gast ist", sagt Johann Retsch, der Bruder von Josef Retsch, der neben dem Kiosk mit Bootsverleih auch das Teufelshöhlencafé betreibt. Das gute Geschäft im Biergarten am Schöngrundsee führt Retsch aber nicht nur aufs sonnige Wetter, sondern auch auf sein gutes Personal zurück. Dass der Einstieg zur Sommerrodelbahn nun oben am Erlebnisfelsen ist, werde sich vermutlich gegen Ende der Saison negativ aufs Geschäft auswirken, mutmaßt Retsch.

Für die

Osterferien ist das Geschäft sehr gut angelaufen.

Wir kommen

wieder, es gibt

noch so viel

zu entdecken.

VON THOMAS WEICHERT

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Pottenstein, Waischenfeld