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Spannung vor der Bürgermeisterwahl steigt

Bei der Bürgermeisterwahl gibt es am 15. März Dreierrunden in Pottenstein und in Plech. - 18.02.2020 15:55 Uhr

Es gibt von Wahl zu Wahl mehr Briefwähler. Auch bei den Kommunalwahlen, bei denen vor allem die Stimmzettel für die Kreistagswahl eine fast unüberschaubare Größe haben. © Foto: dpa/Rolf Vennenbernd


Keine großen Überraschungen dürfte es in Betzenstein geben. Amtsinhaber Claus Meyer von den Freien Wählern ist allein auf weiter Flur. Definitiv ein neues Gesicht wird es im Waischenfelder Rathaus geben. Edmund Pirkelmann tritt nicht mehr an. Zwei Bewerber möchten Nachfolger werden.

Stefan Frühbeißer tritt zum vierten Mal an. 2008 war er alleiniger Bewerber und kam auf rund 92 Prozent der Stimmen. Vor sechs Jahren trat die CSU mit Birgit Haberberger an. Sie hatte nicht wirklich geglaubt, Frühbeißer aus dem Amt zu heben. Der FWG-Mann – in Pottenstein ist der Kandidat von CWU und UWV – ging den Wahlabend seinerzeit auch höchst gelassen an. Insgesamt 23,84 Prozent der Stimmen holte Haberberger. "Ein knappes Viertel, damit bin ich sehr zufrieden", sagte sie 2014 nach der Auszählung der Stimmen. Frühbeißer kommentierte seine 76,16 Prozent eher wertfrei. "Ich bin mit jeder Zahl zufrieden. Man muss mit jeder Entscheidung der Wähler zufrieden sein", sagte er damals kurz und knapp.

Zahl der Listen unverändert

Die CSU stellt für den 15. März mit Stefan Hümmer erneut einen Kandidaten für den Chefsessel im Pottensteiner Rathaus. Und es gibt einen dritten im Bunde: Die Junge Liste nominierte Christian Weber aus Trägweis. Bei den Stadtratslisten hat sich im Vergleich zu 2014 nichts geändert. Es bleibt bei sieben. Kandidaten stellen CSU, SPD, die Christliche Wählerunion (CWU) – unabhängige Wählervereinigung (UWV), die Bürger Pottenstein und Umland (BPU), die FWG, die Bürgerunion und die Junge Liste Pottenstein.

Plech: Ganz so kommod wie 2014 hat es der Polizeibeamte im Ruhestand am 15. März nicht. 86,94 Prozent der Stimmen vereinte Escher vor sechs Jahren auf sich. Als einziger Bewerber und "Langzeitamtsinhaber". Die Querelen um den geplanten Autohof haben dem ehrenamtlichen Bürgermeister vor sechs Jahren Stimmen gekostet. Aber er war trotzdem mit dem Ergebnis zufrieden. "Sehr zufrieden", wie er sagte. Die CSU schickt mit dem Bernhecker Peter Landmann in diesem Wahlkampf einen Kandidaten gegen Escher ins Rennen. Und die SPD zählt auf Heidi Gentsch, die als Gemeinderätin schon mit im Plecher Rathaus sitzt. Bei den fünf Gemeinderatslisten hat sich in Plech nichts geändert. Kandidaten stellen neben CSU und SPD die ÜWG, die Wählervereinigung Ottenhof und die Wählergemeinschaft Bernheck.

Waischenfeld: Nach vier Wahlperioden, das sind 24 Jahre, verlässt Edmund Pirkelmann vom Bürgerblock Breitenlesau-Siegritzberg (BBS) den Chefsessel im Rathaus. 2014 holte er als einziger Bewerber 91,27 Prozent der abgegebenen Stimmen. Pirkelmann war damals hochzufrieden. "Ich sehe meine Arbeit bestätigt, insbesondere auch deswegen, weil wir schwierige Entscheidungen auf den Weg bringen mussten." Zwei Bewerber treten um die Nachfolge im Waischenfelder Rathaus an: Thomas Thiem von der CSU und Lothar Huß von den Freien Wählern Stadt und Land Waischenfeld. Insgesamt sieben Listen bieten die Parteien und Wählergruppen für die Stadtratswahl auf. Eine weniger als vor sechs Jahren. Die SPD ist nicht mehr dabei.

Dritte Kandidatur

Betzenstein: Claus Meyer von den Freien Wählern tritt zum dritten Mal zur Bürgermeisterwahl an. Er ist, wie schon vor sechs Jahren, der einige Kandidat für das Amt im Rathaus, das in Betzenstein ehrenamtlich ist. 2008 war es dagegen turbulenter, als Meyer seinerzeit in die Stichwahl ging und diese für sich entschieden hat. Bei seinem Ergebnis 2014 zeigte sich Meyer überglücklich. Mit rund 96 Prozent seien seine persönlichen Erwartungen mehr als erfüllt worden, sagte er damals nach dem Traumergebnis. Bei den Stadtratslisten gibt es in Betzenstein nichts Neues. Kandidaten stellen wieder die CSU, die Freien Wähler, die Wählergemeinschaft Betzenstein und die Unabhängigen Bürger Betzenstein (UBB).

Ahorntal: Dort wird am 15. März nur ein neuer Gemeinderat gewählt, da die Bürgermeisterwahl außerhalb des Turnus stattgefunden hat. Bei den Kandidatenlisten gibt es eine mehr: Die Grünen, die mit Florian Questel den Bürgermeister stellen, bewerben sich auch für Mandate im Gemeinderat.

Das machen auch die CSU, die Christliche Wählerunion Ahorntal (CWU), Die FWG Ahorntal, die Freien Bürger Ahorntal (FBA) und die Jungen Ahorntaler (JA).

fca

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