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Samstag, 11.07.2020

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Spektakulär: Polizisten retten 84-Jährige in Schnabelwaid vor Feuertod

Auch Hund aus verrauchter Wohnung befreit - Streife griff zu einem Trick - 29.06.2020 17:15 Uhr

Großeinsatz der Feuerwehren beim Einsatz in Schnabelwaid. Sie löschten den offenen Brandherd in der Küche einer Wohnung. Ein Polizeibeamter und ein 61-jähriger Schnabelwaider retteten eine 84-jährige Frau aus der Wohnung, indem sie die alte Dame in ihrem Rollstuhl aus dem Gebäude trugen. © Foto: Ralf Münch


Der Notruf ging gegen 14.15 Uhr ein. In der Hauptstraße in Schnabelwaid unweit von Pegnitz schossen Flammen aus einem Wohnhaus, mehrere Personen seien noch im Inneren, so die Mitteiler. Als die Polizei eintraf, bemerkten sie dass sich lediglich noch eine 84 Jahre alte Frau in dem Haus befand. Die aber war im Rauch, der sich bereits im ersten Obergeschoss ausbreitete, gefangen. Auch ein Hund war bei ihr. 

Die Polizei spricht in einer Pressemitteilung von "absoluter Lebensgefahr" für die Seniorin. Auch, weil mit dem Eintreffen der Feuerwehr erst in einigen Minuten gerechnet werden konnte. Deshalb griff die Polizei ein. Ein Kommissar ließ einen zufällig vorbeikommenden Möbeltransporter vor das Gebäude fahren, um einen Fluchtweg über das Dach des Lasters zu schaffen.

Auch vermisster Hund wurde gerettet

Zeigleich gingen zwei Einsatzkräfte ins Innere und bargen die 84-Jährige, die sich wegen einer Behinderung nicht selbst retten konnte. Dafür setzten die Polizisten die Frau in ihren Rollstuhl und trugen sie damit aus dem verqualmten Haus. "Auch der vermisste Hund konnte dadurch mit aus dem Haus gerettet werden", heißt es in der Pressemittelung. Die Seniorin erlitt eine leichte Rauchgasvergiftung, wurde sonst aber nicht ernsthafter verletzt. 

Das Feuer brach wohl in der einer Küche in dem Haus aus, dort brannte Essen an. Die Feuerwehr löschte die Flammen mit schwerem Atemschutz. Nach ersten Schätzungen entstand ein Sachschaden von knapp 50.000 Euro, drei weitere Bewohner und ein Polizisten erlitten ebenfalls Rauchgasintoxikationen. "Weiterhin erlitten zwei an der Rettung beteiligten Nachbarn leichte Verletzungen", so die Polizei. "Drei der Bewohner werden zur Beobachtung vermutlich einen Tag im Krankenhaus Pegnitz verbringen müssen."


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