Donnerstag, 04.03.2021

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Stadtgarde bangt um Faschingssaison

Versammlung des SV Glückauf offenbart Nöte; der Tischtennissparte fehlt der Nachwuchs - 21.09.2020 07:25 Uhr

Auf dem Bild sitzen vorne die neuen Ehrenmitglieder Heinrich und Lydia Nega, dahinter stehen Alfons Deiml (von links) und Christoph Traßl (beide 40 Jahre Mitgliedschaft), Vorsitzender Arne-Dirk Marx sowie Gabriele Gebhard (40 Jahre).

20.09.2020 © Foto: Nadine Gebhard


Am Freitag trafen sich 30 Mitglieder zur Hauptversammlung. Diese war eigentlich schon im Juni geplant gewesen, hatte aber corona-bedingt verschoben werden müssen.

Vorsitzender Arne-Dirk Marx blickte auf eine ereignisreiche Zeit zurück. Seit dem Lockdown fanden keine Veranstaltungen mehr statt, an denen der Verein normalerweise vertreten war. Der Trainingsbetrieb läuft inzwischen zwar wieder, aber unter erschwerten Bedingungen und draußen. Der ganze Verein hofft, dass die Hallen bald wieder geöffnet werden. Hygienekonzepte wurden erstellt und an die Stadt geschickt.

Sensationelle Runde

Für die Sparte Tischtennis berichtete Spartenleiter Christoph Traßl vom vergangenem Jahr. Im Herrenbereich spielte die erste Mannschaft eine "sensationelle Runde" in der Bezirksklasse A und erzielte einen fünften Platz. Die zweite Mannschaft wurde Dritter in der Bezirksklasse D. Es gab zahlreiche Teilnahmen an Turnieren und sechs selbst ausgerichtete Turniere. Vereinsmeister wurde Tobias Polster.

Im Jugendbereich war die Trainingsbeteiligung stabil bis zum Corona-Stop. Die erste Jungenmannschaft erreichte im dritten Jahr in Folge die Meisterschaft, die zweite Mannschaft den dritten Platz. Vereinsmeister wurde Linus Gnan, bei den Hobbyspielern Sacha Bergen.

Traßl blickte indes in eine düstere Zukunft: Durch Corona pausieren aktuell viele Spieler, ob sie zurückkommen, wird sich zeigen. Durch die lange Pause sagten einige Kinder ihre Teilnahme komplett ab, und es wird keine Einnahmen geben, da in Pegnitz derzeit keine Turniere möglich sind. Aus diesen Gründen möchte sich Christoph Traßl im nächsten Jahr zurückziehen, was ihm sichtlich sehr nahe ging.

Gabriele Gebhard berichtete derweil über die Damengymnastik. Die Mitgliederzahl sei mit 16 Teilnehmerinnen konstant. Übungsleiterin ist Steffie Luber, die durch Claudia Wagner vertreten wird. Seit Ende Juni trifft sich die Gymnastikgruppe wieder, aber auch draußen, was nicht optimal sei. Die Trainingsstunde wurde bereits vorverlegt, da es sonst zu dunkel ist.

In der Sparte Stadtgarde gab es auch wieder viel zu berichten. Die Saison startete noch normal mit traditionellem Rathaussturm und Inthronisierung. Auch die Galaabende, Kinderfasching und Rosenmontagsball fanden wie üblich statt. Dann kam die Corona-Pandemie und alles wurde gestoppt. Während des Lockdowns trainierten die Gruppen online oder überlegten sich andere Dinge, um mit den Tänzerinnen und Tänzern in Kontakt zu bleiben.

Seit einiger Zeit findet der Trainingsbetrieb nun draußen statt. Doch es stellt sich die Frage, wie es diese Saison weitergehen kann. Großveranstaltungen sind bis Ende des Jahres abgesagt, die Stadtgarde kann den Rathaussturm und die Inthronisierung abblasen. Wie der Fasching in Pegnitz im nächsten Jahr aussehen wird, hänge von den politischen Entscheidungen ab. Die Verantwortlichen der Stadtgarde werden auch intern überlegen, wie sie vorgehen.

Schatzmeisterin Angelika Ziegler berichtete von soliden Zahlen. Der Verein stehe mit 288 Mitgliedern gut da. Davon stellt die Stadtgarde den größten Anteil.

Ehrung langjähriger Mitglieder

Weiter gab es Ehrungen für langjährige Mitglieder. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Gabriele Gebhard, Alfons Deiml und Christoph Traßl ausgezeichnet. Nicht anwesend waren Gabriele Nega, Heike Daut, Irmgard Neukam, Claudia Wagner, Simon Eckert, Peter Glenk und Klaus Kupke. Geehrt für 50 Jahre Mitgliedschaft wurde Wolfgang Rippl, der jedoch ebenfalls nicht anwesend sein konnte.

Am Ende gab es noch eine Überraschung für zwei langjährige Mitglieder: Lydia und Heinrich Nega wurden zu Ehrenmitglieder ernannt. Das Ehepaar leiste herausragend viel für den Verein, hieß es in der Begründung. Angefangen hat Heinrich Nega einst bei den Fußballern. Er war dort Spieler und Trainer, später zweiter Vorstand.

Dann gründete er den Elferrat mit. Außerdem ist er Mitglied der Gesangsgruppe "Nachtschwärmer" und fungiert als Redenschreiber für die Prinzenpaare. Er sei der "Mann für alle Fälle". Lydia Nega war langjährige Präsidentin der Stadtgarde. Angefangen hat alles mit der Damengymnastik und der Gründung der Garde. Durch verschiedene Tätigkeiten im Fastnachtverband Franken machte sie die Stadtgarde bekannt.

NADINE GEBHARD

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