Städtischer Kindergarten in Auerbach geweiht

28.4.2018, 11:55 Uhr
Der nach mehrjähriger Sanierung wiedereröffnete städtische Kindergarten in Auerbach hat nun auch einen Namen: Er heißt „Pfiffikus“. Zur Einweihung der auffallend hellen Räume begrüßte ein Teil der Kindergartenkinder die Gäste mit einem Lied.

Der nach mehrjähriger Sanierung wiedereröffnete städtische Kindergarten in Auerbach hat nun auch einen Namen: Er heißt „Pfiffikus“. Zur Einweihung der auffallend hellen Räume begrüßte ein Teil der Kindergartenkinder die Gäste mit einem Lied. © Foto: Klaus Trenz

Bürgermeister Joachim Neuß nannte das "eine Feier des kollektiven Aufatmens". Weil man nicht nur ein Bauprojekt abgeschlossen habe, sondern weil die Mitarbeiter des Kindergartens sowie Eltern und Elternbeirat eine "außerordentliche logistische Leistung hinter sich haben".

Immerhin musste während der Sanierungszeit der Betrieb weitergehen. Die rund 120 Kinder in vier Gruppen in Containern unterzubringen, "wäre keine gute Lösung gewesen", sagte Neuß. Glücklicherweise habe die benachbarte Schule den Kindern Unterschlupf gewährt, was einer "Luxuslösung" gleichgekommen sei.

Im Herbst 2016 hat man mit der Sanierung des städtischen Kindergartens begonnen, ein Jahr später konnte man schon wieder in zumindest fertige Gruppenräume einziehen unter tatkräftiger Hilfe vieler Eltern. "Es hat kaum einer geglaubt, dass es nach einem Jahr schon wieder in die andere Richtung geht". Viele Restarbeiten und das Herrichten der Außenanlagen mussten dann noch bis zu diesem Frühjahr warten.

Vor vier Jahren habe sich der Stadtrat zur Sanierung entschlossen, erklärte Neuß. Ein Neubau wäre zwar nicht viel teurer geworden, als eine Sanierung, aber man hätte mit rund ein Viertel weniger Fläche auskommen müssen, auch, weil eines dem Architekten Johann Ernst auf die Fahnen geschrieben worden ist: Mehr als eine Million Euro sollte das Ganze nicht kosten.

"Machen sie nicht gleich ein Millionenprojekt aus diesem Vorhaben", sei ihm mit auf den Weg gegeben worden, sagte Ernst. Dabei ist es auch fast geblieben. Auf rund 1,95 Millionen Euro bezifferte Neuß die Kosten für die Generalsanierung bei einer Förderung durch den Freistaat Bayern in Höhe von 900 000 Euro. Verbleiben bei der Stadt 1,05 Millionen Euro.

Der Architekt musste aus einem teils 60 Jahre alten Gebäude, das im Großen und Ganzen eine feste Raumstruktur vorgab, eine moderne, funktionale Kindertagesstätte machen. Was ihm laut Neuß auch "hervorragend gelungen sei. "Flexibilität war da gefragt", sagte der Bürgermeister. Herausgekommen sei darüber hinaus eine Einrichtung mit hellen Gruppenräumen, moderner Elektrotechnik, zusätzlichem Schlafraum. Außerdem musste den strengen Brandschutzbedingungen Genüge getan werden.

"Positive Ausstrahlung"

"Der Kindergarten ist einladend gestaltet worden und hat eine lebensfrohe, positive Ausstrahlung". Jeder Euro sei "richtig investiert" worden und zwar in "ein Vorzeigeobjekt, nicht nur für die Stadt, sondern vor allem für die Kinder",, was Optik, pädagogische Qualität und Funktionalität betreffe.

Der Dank des Bürgermeisters galt auch dem "engagierten Kindergartenteam" und den Eltern und dem Elternbeirat. Bei ihm sei während der ganzen Sanierungszeit keine Klage von Eltern eingegangen.

Pfarrerin Helga von Niedner und Pater Markus Flasinski spendeten in einer kurzen ökumenischen Andacht dem neuen Kindergarten den kirchlichen Segen. Zu guter Letzt wollte man den drei kirchlichen Kindergärten in Auerbach und Michelfeld nicht mehr nachstehen: Alle drei hätten einen Namen, nur der städtische Kindergarten nicht. Das ist seit gestern anders: Er heißt jetzt "Pfiffikus".

Und ein kleines Nachspiel gibt es auch noch: Architekt Ernst wird demnächst einen Apfelbaum auf dem großzügigen Gelände der Kindertagesstätte Pfiffikus pflanzen, und, so Ernst: "Der Bürgermeister darf das Pflanzloch graben".

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