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Donnerstag, 09.07.2020

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Stark und Raps sind stellvertretende Bürgermeister in Plech

Neuer Plecher Gemeinderat einigte sich auf zwei Stellvertreter des Ersten Bürgermeisters. - 11.05.2020 14:55 Uhr

Iris Raps (Wählervereinigung Ottenhof; links) und Heinz Stark (ÜWG, Mitte) sind Stellvertreter von Bürgermeister Karlheinz Escher (ÜWG, rechts). Er hat sie vereidigt. © Foto: Klaus Trenz


Die neuen Mitglieder des Marktgemeinderats mussten bei ihrer ersten Sitzung schon Ausdauer beweisen: Erst nach rund dreieinhalb Stunden war der öffentliche Teil zu Ende, an den sich noch ein Nichtöffentlicher anschloss. Der neue Gemeinderat einigte sich auch für diese Legislaturperiode auf zwei Stellvertreter des Ersten Bürgermeisters. Bei der Wahl zum zweiten Bürgermeister konnte sich die Stimmenkönigin der Kommunalwahl, Heidi Gentsch (SPD, vier Stimmen), nicht gegen Heinz Stark (ÜWG, acht Stimmen) durchsetzen. Der dritte Kandidat, der sich zur Wahl stellte, war Andreas Bojer (ÜWG, eine Stimme). Zur Erinnerung: Gentsch hatte bei der Kommunalwahl im März 627 Stimmen für das Gemeinderatsmandat geholt, gefolgt von Karlheinz Escher (617) und Andreas Bojer (576).

Bojer weiterer Vertreter

Bei der Wahl zum dritten Bürgermeister vereinte Iris Raps (WG Ottenhof) neun Stimmen auf sich. Peter Landmann (CSU) erhielt vier Stimmen. Escher vereidigte daraufhin Heinz Stark zum zweiten Bürgermeister und Iris Raps zur dritten Bürgermeisterin. Andreas Bojer wurde zum weiteren Stellvertreter gewählt, sollten alle drei Bürgermeister verhindert sein.

Einstimmig wurden vom neuen Gremium die Geschäftsordnung sowie die Gemeindeverfassung genehmigt. Etwas länger dauerte die Meinungsfindung zum Rechnungsprüfungsausschuss. Um dort die Mehrheitsverhältnisse exakt widerzuspiegeln, stand die Erweiterung des Rechnungsprüfungsausschusses auf sechs Personen zur Debatte. Die ÜWG sowie die Ausschussgemeinschaft der beiden Wählergemeinschaften (Wählergruppe Bernheck und Wählervereinigung Ottenhof) hätten somit jeweils zwei Mitglieder, SPD und CSU jeweils ein Mitglied im Ausschuss gehabt. Sowohl Heidi Gentsch als auch Stefan Keck (CSU) hielten eine Aufstockung des Ausschusses für überflüssig. Im Ausschuss spielten Mehrheitsverhältnisse keine Rolle, erklärte Keck, der schon in den vergangenen sechs Jahren im Rechnungsprüfungsausschuss vertreten war. Es sei schon bei vier Mitgliedern schwierig gewesen, gemeinsame Prüfungstermine zu finden, bei sechs Mitgliedern würde es noch schwieriger, befürchtete er. Man entschied sich bei vier Mitgliedern zu bleiben. Berufen wurden dazu Keck, Gentsch, Stefan Ditl (ÜWG) und Daniel Leber (WG Bernheck). Keck übernimmt den Vorsitz. Für die Versammlung der Verwaltungsgemeinschaft mit Betzenstein wurden Heinz Stark und Iris Raps berufen. Escher ist als Bürgermeister automatisch Mitglied in der Verwaltungsgemeinschaftsversammlung.

Landmann, Steven Hutzler (SPD), Bojer und Franz-Xaver Schmidmair (WG) vertreten die Marktgemeinde im Zweckverband zur Wasserversorgung der Betzensteingruppe, Escher und Stark sind als Bürgermeister beziehungsweise ohnehin Mitglieder.

Zur Jugendbeauftragten wurde Milena Heisinger, die als Zuhörerin anwesend war, bestellt. Die ehemalige zweite Bürgermeisterin Renate Pickelmann soll Seniorenbeauftragte werden. Beide Frauen wollen aber noch Bedenkzeit bis zu einer endgültigen Zusage zur Übernahme des Ehrenamts. Reinhold Meyer, vormals dritter Bürgermeister, übernimmt weiterhin die Aufgabe des Schwerbehindertenbeauftragten.

Der Gemeinderat stimmte einstimmig für eine Anhebung des Sitzungsgelds von 20 auf 30 Euro, um die Lücke zu vergleichbaren Gemeinden und Gremien nicht zu groß werden zu lassen, erklärte Stark. Zudem hob man den Stundensatz für den Rechnungsprüfungsausschuss von 15 auf 20 Euro an. Der Ausschuss treffe sich nach Auskunft von Keck drei bis vier mal für etwa drei bis vier Stunden.

KLAUS TRENZ

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