Mittwoch, 20.01.2021

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Sternsinger in diesem Jahr nicht unterwegs

Segensaufkleber liegen in Kirchen aus oder landen in Briefkästen - 04.01.2021 17:33 Uhr

Wieder ein Jahr ist vergangen. Dieses Mal muss der Segen „Christus Mansionem Benedicat“ — Christus segne dieses Haus — von den Bewohnern selbst an oder über der Haustür angebracht werden.

04.01.2021 © Foto: Rosi Thiem


Die andauernde Pandemie lässt neue Ideen und Wege entstehen. "Jedes Haus bekommt mit dem Sternsingergruß einen extra gedruckten Segensspruch, einen Aufkleber an die Tür und die Bitte um eine Spende. Markus Weber mit seinem Team verteilt hier an die Haushalte in den nächsten Tagen die Sternsingerpost in die Briefkästen. In Neuhaus und Michelfeld wird es ähnlich gehandhabt", verwies der Geistliche des Seelsorgebereich Auerbach-Pegnitz.

Er bat die Bevölkerung, den Segensspruch wegen der anhaltenden Coronasituation selbst an den Türen anzubringen und das Segensgebet für das jeweilige Haus zu sprechen. Der Pater zeigte sich dankbar, dass die ehrenamtlichen Helfer im Hintergrund die Aktion möglich machten und alles organisierten.

Für die Ukraine und weltweit

In den Sternsingeraktionen der vergangenen Jahrzehnte sammelten die Sternsinger vor Ort für die notleitenden Kinder in der ganzen Welt. Das Beispielland für heuer ist die Ukraine. "Kindern Halt geben — in der Ukraine und weltweit", heißt das Motto 2021. Die Not in der ganzen Welt sei groß.

"Ich denke, in der Coronazeit benötigen die Kinder in armen Ländern die Unterstützung mehr denn je. Dabei denke ich auch an die Gesundheitssysteme, die nicht so gut sind, als bei uns", sagte der Seelsorger.

Unter besonderen Vorzeichen läuft die neue Sternsingeraktion der katholischen Kirche. Das Motto in diesem Jahr: „Kindern Halt geben — in der Ukraine und weltweit.“

04.01.2021 © Foto: Rosi Thiem


Mit den Spenden können die Menschen hier ein Zeichen der Solidarität und des Teilens zeigen, so Flasinski. "Jede kleine Spende hilft einem Kind in der Welt." Die Spenden können in den Tüten bei den Pfarrämtern, in den Sakristeien und Kollekten abgegeben werden. Spenden können mit dem Sternsingervermerk auch auf die jeweiligen Konten der Pfarreien eingezahlt werden.


Flaute droht: Wenn die Sternsinger gar nicht klingeln


Spendenquittungen würden auf Wunsch ausgestellt, verwies Flasinski. "Wir leiten die Spenden im Februar an das Kindermissionswerk weiter. Das ist der alternative und bessere Weg für heuer. Wir wollen unsere Sternsingerkinder und Jugendliche mitsamt der Bevölkerung nicht in Gefahr bringen und müssen die strengen Hygieneregeln einhalten."

Das Pfarramt Volsbach gab bekannt, dass ein Ministrant der jeweiligen Orte die Segensaufkleber, Spendentütchen sowie eine Grußkarte der Sternsinger in die Briefkästen der drei Ahorntaler Pfarreien legt.

Pfarrer Peter Klamt aus Pegnitz hat mit seinem Team eine "Segenshaltestelle" in der Herz Jesu Kirche eingerichtet. Kohle, Weihrauch, Kreide und ein Segenstütchen stünden gegen eine Spende für die Gläubigen zum Mitnehmen bereit. "Durch die Kontaktbeschränkung ist vieles nicht möglich. Nun können die Gläubigen tagsüber zu jeder Zeit ihr Päckchen abholen, da wir es dieses Jahr nicht bringen können. Das ist so die beste Corona-bedingte Lösung. Wichtig ist, dass die Spendenaktion nicht unter den Tisch fällt. Die Aktion ist dieses Mal auch bis zum 2. Februar verlängert worden", teilte Pfarrer Peter Klamt mit.

In Pottenstein und dem Umland liegen, nach Pfarrvikar Dominik Urban, die gesegneten Türaufkleber in den Gotteshäusern aus. "Teilweise werden diese auch ausgetragen und in den Briefkästen zugestellt", erklärte er die bisher einmalige Kampagne.

Zetlich versetzte Andachten

In Waischenfeld und Umgebung gibt es laut dem Pastoralreferenten Georg Friedmann in 13 kleineren Ortschaften zeitlich versetzt Andachten. Hier tragen am Dreikönigstag insgesamt drei Gruppen mit je drei Sternsingern mit Abstand und Maske ihren Text vor. Der Sternsingergruß mit Inhalt kann dann von den Andachtsbesuchern mit nach Hause genommen werden.

Wer nicht zu der Andacht kommen kann, aber den Segen wünscht, soll sich bis 5. Januar 2021 bei der Familie Friedmann melden. Ihnen wird der Segensaufkleber im Laufe des Dreikönigstages in den Briefkasten vorbeigebracht. "Alternativ liegen in den bekannten Kapellen Segensaufkleber bereit." In Breitenlesau, Nankendorf und Hochstahl werden Tütchen in die Briefkästen gesteckt.

"Das Kindermissionswerk unterstützt weltweit viele Projekte, mit denen Kindern eine menschenwürdigere Zukunft geschenkt wird. Die Ärmsten der Armen leiden noch stärker. Brechen jetzt die Förderungen weg, verschlimmert sich deren Lage noch viel mehr. Deshalb braucht es Spenden, damit die Sternsingeraktion auch weiterhin die größte Hilfsaktion von Kindern für Kinder sein möge", erklärte der Pastoralreferent Georg Friedmann.

Die Aktion 2021 sei die 63. Aktion des Kindermissionswerkes. Die Hilfsprojekte wären nachhaltig und würden mit lokalen Partnern umgesetzt. Sie kämen allen Kindern zugute, unabhängig von Herkunft und Religion. "Die Welt braucht eine frohe Botschaft."

INFO: Natürlich ist es für Hilfswillige jederzeit möglich, online oder per Überweisung zu spenden: Überweisung an Kindermissionswerk die Sternsinger, IBAN DE 95 3706 0193 0000 0010 31.

ROSI THIEM

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