Donnerstag, 13.05.2021

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Suche nach Räumen: Pegnitzer Jägervereinigung will Naturschule errichten

Die Jäger sind auf Suche nach Räumlichkeiten, um eine sogenannte Naturschule zu errichten - 16.11.2020 15:32 Uhr

Der Vorsitzende der Jägervereinigung Pegnitz, Karl-Heinz Inzelsberger, und seine beiden Stellvertreter Christian Leißner und Gerald Lothes (von links), wollen eine Naturschule errichten.

16.11.2020 © Foto: Frauke Engelbrecht


Die Jägervereinigung Pegnitz hat es noch nicht aufgegeben. "Es gibt viel Nachholbedarf, zu erklären, was Natur ist", sagt ihr Vorsitzender Karl-Heinz Inzelsberger. Deshalb sind sie auf der Suche nach Räumlichkeiten, um eine sogenannte Naturschule zu errichten.

Vor ein paar Jahren hatten sie dieses Vorhaben schon einmal auf der Agenda in der ehemaligen Schule in Kirchenbirkig, was dann aber im Sande verlief. Davor hatte es schon eine Ausstellung in einem Pegnitzer Autohaus gegeben. "Es wurde alles gut angenommen, das Interesse war da", sagt Inzelsberger.

Zuletzt hatte man das alte Rathaus in Kirchahorn ins Auge gefasst, aber dann davon doch wieder Abstand genommen, denn die dortige Lindanbelastung war noch nicht vom Tisch. Jetzt probiert es die Jägervereinigung noch einmal und sucht ein leer stehendes Gebäude mit mehreren Räumen, rund 300 Quadratmeter groß und barrierefrei. Dort wollen sie Landschaften bauen, mit Fototapeten im Hintergrund. "Das sieht dann aus wie im Wald", sagt Inzelsberger. In dem Raum sollen die verschiedensten Tierpräparate ausgestellt werden.

Einen Teil – eine Dauerleihgabe des deutschen Jagdmuseums in München – hat man schon. Er ist momentan in einer Garage in Selbitz zwischengelagert. Hirsche, Wildschweine, Gamsböcke und einige Vögel sind schon in Originalgröße dabei. "Aber wir brauchen schon noch einige Präparate." Hasen, Rehe und Fasane unter anderem, listet er auf.

"Wir wollen mit dieser Naturschule vor allem an die Kinder und Jugendlichen ran", sagt Christian Leißner, einer von Inzelsbergers Stellvertretern. Die Jägervereinigung will für die verschiedenen Lebensräume, die es gibt, sensibilisieren, das Bewusstsein schärfen. Und was an die Kinder und Jugendlichen rankommt, gehe dann auch auf die Erwachsenen über, hat Inzelsberger festgestellt.

Führungen für Schulklassen

In der Naturschule soll nur heimisches Wild ausgestellt werden. Mit einem Beamer wollen die Jäger erklärende Naturfilme zeigen, es soll Führungen für Schulklassen geben, aber auch Besuche von Privatleuten sollen möglich sein. Man hoffe, hier mit einer Kommune zusammenarbeiten zu können, sagt Gerald Lothes, weiterer stellvertretender Vorsitzender der Jägervereinigung. Aber auch größere Räumlichkeiten in Privatbesitz, zum Beispiel eine leer stehende Scheune, wären ideal. "Wir können kein Gebäude mieten oder gar kaufen", sagt Lothes, "wir sind auch auf die Unterstützung aus der Bevölkerung angewiesen." Sonst könne man das Projekt nicht mehr fortführen.

Man will das Ganze mithilfe von öffentlichen Förderungen, zum Beispiel von der Oberfrankenstiftung, aufziehen. Denn Kosten entstehen der Jägervereinigung schon allein durch das Präparieren weiterer Tiere. "Rund 5000 Euro fallen da zum Beispiel bei einem Hirschen an", sagt Karl-Heinz Inzelsberger. Man sei schon in Kontakt mit Kommunalpolitikern und hoffe auf Unterstützung. "Wir wollen unsere heimische Natur näher an den Menschen bringen", fasst der Vorsitzende zusammen, "vom Schmetterling bis zum Hirsch."

Info: Weitere Informationen und Auskünfte bei Karl-Heinz Inzelsberger unter Telefon (01 70) 4 74 27 42.

FRAUKE ENGELBRECHT

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