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Freitag, 20.09.2019

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Tägliche Kontrolle: Not-Wasserleitung ist jetzt in Betrieb

Experten der Juragruppe erklären, warum die Maßnahme in Leups notwendig wurde - 13.08.2019 06:00 Uhr

Wasserwart Thomas Bauer und seine Kollegen kontrollieren täglich, wie viel Wasser benötigt wird. Dementsprechend stellen sie die Pumpleistung ein.


Seit Montag läuft das Wasser: Um den Pegnitzer Ortsteil Leups schnell mit genügend Wasser versorgen zu können, hat der Wasser-Zweckverband Juragruppe eine Notleitung eingerichtet.

Die Leitung ist an ein Wasserrohr des Ortsnetzes angedockt, von dort verläuft sie an einem landwirtschaftlichen Weg entlang nach Leups. Die Leitung verläuft oberirdisch, nur dort, wo sie eine Straße quert, liegt sie unter der Erde. Denn das Konstrukt ist nur eine vorübergehende Lösung bis zum Ende des Jahres. Dann soll die Fernleitung fertig sein, so der Verbandsvorsitzende der Juragruppe, Manfred Thümmler.


"Unhaltbar": Leupser Initiative lehnt Not-Wasserleitung ab


Warum der Bau nötig wurde

Die Kosten bleiben laut Bautechniker Daniel Hofmann bei den angepeilten 50 000 Euro, die sich die Stadt Pegnitz und die Juragruppe je zur Hälfte teilen. Für das Geld wurde auch eine Pumpe wenige Meter hinter dem Ortsausgang von Kaltenthal installiert. Sie ist in einer kleinen Hütte untergebracht, um sie vor Wind und Regen zu schützen. Der Druck des Ortsnetzes reiche nicht aus, um das Wasser bis nach Leups zu befördern, erklärt Hofmann.

Die Leitung wird benötigt, um den Ort mit Trink- und Löschwasser zu versorgen. Denn sobald viel Wasser verbraucht werde, reiche die Leupser Wasserquelle nicht mehr aus, um den Hochbehälter wieder schnell genug zu füllen, so Hofmann. "Die Quellschüttung ist auf Kante, die Quelle lässt einfach nach." Das sei auch dann besonders gefährlich, wenn etwa die Feuerwehr viel Wasser auf einmal zum Löschen benötige, sagt der Bautechniker.


Leupser Verein bekommt die Quelle nicht 


Doch es gibt auch Gegner des Projektes: Der Verein Pro Leupser Quellwasser wehrte sich bis zuletzt gegen die Notleitung. Aus ihrer Sicht sprudle genügend Wasser aus der Quelle, außerdem laufe der Hochbehälter zur Zeit sogar über, schreibt die Leupser Initiative auf ihrer Facebook-Seite. Doch die Experten der Juragruppe lassen das nicht gelten: Die Argumentation hinke, so Hofmann. "Es ist egal wie voll oder leer der Hochbehälter ist. Das Wasser kommt im Bedarfsfall nicht schnell genug hinterher, um ihn wieder aufzufüllen."

"Nicht unnötig Wasser verpulvern"

Außerdem laufe nicht durchgehend dieselbe Menge Wasser durch die Leitung. "Wir kontrollieren den Bedarf täglich und passen die Leistung daran an, wir wollen ja nicht unnötig Wasser verpulvern", so Hofmann. "Wir fahren die Leitung nicht volle Pulle."


Bürgermeister Raab ruft Wassernotstand für Leups aus


Die Diskussion um die Leupser Wasserversorgung läuft bereits schon länger. Ende Juli hatte Bürgermeister Uwe Raab schließlich den Wassernotstand für den Ort ausgerufen. Der Stadtrat hatte deshalb beschlossen, die Notleitung so schnell wie möglich zu bauen. 

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