Premiere am 3. Juni in Spies

Thema eines fiktiven Theaterstücks: "Gibt es eine Kirchweih oder nicht?"

10.5.2022, 11:55 Uhr
Die Theatergruppe Spies probt in der Burgruine an ihrer Komödie „Baumeister Weinsnabel“. Es geht um den Wiederaufbau der Burg Spies und den Bau der Kirche in Riegelstein.

© Foto: Klaus Trenz Die Theatergruppe Spies probt in der Burgruine an ihrer Komödie „Baumeister Weinsnabel“. Es geht um den Wiederaufbau der Burg Spies und den Bau der Kirche in Riegelstein.

Der Richter, der im 15. Jahrhundert in Plech gelebt hat und der von Heimatforscher Heinz Stark letztlich auch Heinz Weinschnabel genannt wird, wird so zur Phantasiefigur im neuen Stück der Theatergruppe Spies. Auch im vierten Stück der Laiendarsteller vermischt man historische Fakten mit einer fiktiven Geschichte drumherum. Es geht um den Wiederaufbau der Burg Spies und der Kirche in Riegelstein.

Sechs Aufführungen

Seit mehreren Wochen probt man an der Komödie, die im Juni in den Ruinen des Burgstalls Spies als Freilichttheater in sechs Aufführungen gezeigt wird. Eigentlich sollte das Stück ja bereits vor zwei Jahren aufgeführt werden, im Vorfeld der 600-Jahr-Feier für die Kirche Riegelstein. Aber: "Wegen Corona habe wir im März 2020 das Ganze abgebrochen", sagt Markus Böse, der für die Texte und die Inszenierungen der Theatergruppe Spies verantwortlich ist. Das vierte Stück der 18 Laienschauspieler lag auf Eis. Im Februar dieses Jahres habe man sich laut Böse dann entschlossen, trotz einiger Unsicherheiten, die Proben wieder aufzunehmen.

Es geht um zwei Baustellen im Jahre 1421. Damals möchte ein gewisser Heinrich Thürriegel nicht nur die rund 20 Jahre zuvor zerstörte Burg Spies wieder aufbauen, sondern auch eine kleine Kirche in Riegelstein bauen. Und sucht händeringend nach einem Baumeister. Den findet Thürriegel in "Meister Weinsnabel", der offenbar seinem Nachnamen alle Ehre macht und dem Wein sehr zugetan ist.

Was sich aber dabei herausstellt, lässt sich aus dem Untertitel des Stücks erahnen: "Zwei Aufträge sind einer zu viel". Und man schreibt es auch der Weinseligkeit des Baumeisters zu, dass an keiner Baustelle wirklich etwas vorangeht, vor allem in Riegelstein. Zwei Frauen nehmen die Sache in die Hand und versuchen, den Bau der Kirche voranzutreiben. Dann gibt es aber noch eine Intrige und einige Steine, die die Frauen noch aus dem Weg räumen müssen. Zum Schluss darf sich das Publikum die Frage stellen: "Gibt es eine Kirchweih oder nicht?"

"Wollte was Lustiges schreiben"

"Ich wollte mal etwas Lustiges schreiben", sagt Böse und deshalb auch die Komödie. Allerdings hat Böse die Intention seiner Stücke nicht vernachlässigt: "Wir wollen Geschichte anschaulich rüberbringen". Dazu hat man das Problem des Alkoholismus mit eingebaut und beschreibt das Engagement der beiden Riegelsteiner Hauptdarstellerinnen als "Frauenpower". Es übernehmen im Stück jedenfalls die Frauen das "Regiment", sagt Böse.

Premiere hat das Stück "Baumeister Weinsnabel" am Freitag, 3. Juni, um 19 Uhr in der Burgruine Spies. Danach folgen Aufführungen am 4. und 5., 10., 11. und 12. Juli. Der Eintritt ist frei. Da es sich um Freilichttheater handelt, können einzelne Aufführungen wegen schlechten Wetters entfallen.

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