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Thomas Schmidt (FWG) nun offiziell nominiert

Die FWG sieht Führungsprobleme im Rathaus und bestätigt Thomas Schmidt als Bürgermeisterkandidaten. - 05.12.2019 05:55 Uhr

Bürgermeisterkandidat Thomas Schmidt (in der Mitte mit orangener Krawatte) umringt von den weiteren Kandidaten auf der FWG-Liste. © Foto: Martin Burger


Das bestätigte auch der frisch gewählte Landratskandidat Florian Wiedemann: "Ich hoffe doch sehr, dass der Landratswahlkampf anders laufen wird als der Wahlkampf in Pegnitz begonnen hat." So wäre es gut, wenn der eine oder andere Populismus von Realität und Bürgernähe unterscheiden könnte, ergänzte Thomas Schmidt. Und damit wurde auch der Startschuss zur Nominierung des Bürgermeisterkandidaten gemacht. So schlug Fraktionsvorsitzender Hans Hümmer seinen Kollegen Schmidt für das Amt des Bürgermeisters vor und bestätigte den Anwesenden, dass sie einen waschechten Pegnitzer aufstellen. "Solche wichtigen Entscheidungen und Aufgaben schafft man nur mit dem Rückhalt der Familie und das sehe ich stets bei der Familie Schmidt", sagte Hans Hümmer.

Zudem bringe er sich durchgehend für die Wählergemeinschaft ein und habe vor allem viele junge Leute gewinnen können. Und auch in einigen Ehrenämtern habe sich Schmidt verdient gemacht, so sollen andere Kandidaten seit 30 Jahren in einem Ort leben und sich an keiner Stelle im Vereinsleben beteiligt haben. "Von Null auf Hundert hat sich Thomas in Trockau eingebracht und das zeigt, dass er etwas für die Allgemeinheit übrig hat."

Dabei zählte Hümmer die vielen Ehrenämter auf, die Thomas Schmidt in den vergangenen Jahrzehnten innehatte — Jugendleiter des Flugsportvereins Pegnitz, Truppenleiter beim CVJM, Leiter des Projekts Helfer vor Ort und viele andere. Und auch hauptberuflich würde er perfekt auf den Posten passen, sagte Hümmer zu den Anwesenden, denn durch seine leitenden Funktion beim Polizeipräsidium Oberfranken sei er für 75 Mitarbeiter mitverantwortlich und allein deshalb schon mehr geeignet als andere Kandidaten oder gar aktuelle Amtsinhaber. "Wenn ich sehe, wie viele qualifizierte Mitarbeiter in den vergangenen sechs Jahren dieser Stadt den Rücken gekehrt haben, dann zeigt sich hier ein Führungsproblem. Und gerade das ist doch ein wichtiger Aspekt eines Bürgermeisters: Dass man Menschen motivieren und führen kann", fügte er seiner Rede hinzu.

Dem Bürger müsse zudem klar sein, dass er nicht der Kandidat sein werde, der von Tür zu Tür zu geht, klingelt und sich mit jedem unterhält. Dafür reiche die Zeit nicht. Er sei eben jemand aus der Bevölkerung und arbeite in Vollzeit.

So hoffe er, dass die Bürger von Pegnitz das gut bewerten können. Schmidt sei von allen Kandidaten derjenige, der das Schiff, "das auf der Seite liegt wie die Costa Concordia", wieder Aufrichten kann und in ein sicheres Fahrwasser bringt.

Seitenhiebe auf Bürgermeister

Zur Kandidatur selbst sagte Thomas Schmidt, dass er der Aufgabe gewachsen sei und anders, als der amtierende Bürgermeister Uwe Raab nicht zu rhetorisch grenzwertigen Mitteln und Vergleichen greifen müsse. Ferner werde er sich um die vom Amtsinhaber herbeigeführten Probleme dieser Stadt kümmern. "In Zeiten der von der aktuellen Administration verursachten Konsolidierung erscheint es weniger sinnvoll schon wieder Luftschlösser zu bauen und ein neues Eisstadion oder einen großen Badesee zu versprechen", betonte Schmidt. Natürlich sei ihm absolut bewusst, dass die FWG in sozialdemokratischen Kreisen einen schlechten Ruf habe.

Schmidt gab aber direkt zu bedenken, wer für diese Situation verantwortlich sei: "Wer wollte über Nacht Tarifbeschäftigte zu Abteilungsleitern machen und löste damit ein Chaos aus? Wer mobbt Mitarbeiterinnen bis zum Verwaltungsgericht? Wo haben Mitarbeiter Angst vor ihrem Chef?"

Er selbst stehe für einen ganz anderen Stil. Mitarbeiter seien wertvoll. Diese müssten gefördert und nicht in die Kündigung getrieben werden. "Und Mitarbeiterführung gehört zu meinem Beruf", bekräftigte er nochmal. Die Liste der Ursachen sei lang und in der Vergangenheit sei es stets die FWG gewesen, die sich eingemischt habe und auch in Zukunft weiterhin die Interessen der Bevölkerung vertreten werde.

Schmidt merkte abschließend an, dass seine Politik bürgernah sei und es nicht darum gehe medienwirksame Resolutionen zu verabschieden. Es gehe um die Sorgen und Nöte der Pegnitzer mit all ihren Ortsteilen. "Ich bitte Sie um Ihre Stimme, die Stadt braucht einen Wechsel, dafür trete ich an", sagte er und wurde als Bürgermeisterkandidat bestätigt.

MARTIN BURGER

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