Sonntag, 08.12.2019

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Tödlicher Gang zur Postfiliale

Otto Hüttmeyer leitete 23 Jahre das Brigittenheim in Pegnitz - 09.01.2011 15:28 Uhr

Diakon Otto Hüttmeyer leitete 23 Jahre lang das Brigittenheim. © NN-Archiv


Der immer noch aktive und äußerst beliebte Diakon war auf dem Weg zur Postfiliale, als er am frühen Abend vom Wagen eines 25-Jährigen erfasst wurde. Hüttmeyer starb noch an der Unfallstelle. Besonders tragisch: Der Rentner hatte schon mehrfach beklagt, dass es keinen Gehweg zur Post gibt. Der Stadtrat hatte sich schon wiederholt mit dem Thema befasst.

Hüttmeyer, ein Diakon der Rummelsberger Brüderschaft, stammt aus dem Altmühltal und war nach seiner Pensionierung vor 20 Jahren mit seiner Frau in deren Vaterstadt gezogen.

Zuvor hatte er in einer Nürnberger Gemeinde gearbeitet und ab 1967 insgesamt 23 Jahre lang das Brigittenheim in Pegnitz geleitet. Hier lebte er als Hausvater mit den Senioren und wollte nichts anderes sein als „Diener für andere“. Dekan Johannes Hiller war denn auch des Lobes voll: „Es ist nicht einfach, gleichzeitig geschickter Organisator, treuer Verwalter, Vorgesetzter von rund 50 Mitarbeitern sowie Betreuer und Seelsorger von rund 100 Bewohnern zu sein.“

Auch in der Gemeinde war der Diakon aktiv. Er übernahm Gottesdienstvertretungen, hielt Religions- und Konfirmationsunterricht und half zudem in der Jugendarbeit.

Im Ruhestand in Gemünden engagierte er sich als Lektor, leitete den Morgenkreis sowie den Seniorenkreis, war Vorsitzender des Bundes der Ruhestandsbeamten und Hinterbliebenen sowie Vorstandsmitglied des Beamtenbunds. Zudem führte er den Seniorenbeirat der Stadt. Im November 2010 erhielt er die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik.

rr

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