Donnerstag, 21.01.2021

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Tolle Geste bei Videokonferenz der Neuhauser Feuerwehr

Ungewöhnlicher Dank an die Aktiven der Neuhauser Feuerwehr zum Jahresrückblick per Videokonferenz - 08.01.2021 12:55 Uhr

Die Neuhauser Feuerwehr hatte im vergangenen Jahr 25 Brandeinsätze. In 23 Fällen wurden die Aktiven zu Einsätzen mit technischer Hilfeleistung gerufen.

07.01.2021 © Foto: Feuerwehr Neuhaus


Bevor Kommandant Thomas Kulacz und Vereinsvorsitzender Roland Müller die Rückschau auf das abgelaufene Jahr abhielten, lieferten Kameraden zu den Aktiven an die Haustüre eine Tüte mit Brotzeit und Flüssignahrung – kontaktlos.

Neues Tanklöschfahrzeug

Viele der 39 Dienstleistenden, darunter fünf Anwärter, verfolgten die einstündige Videoveranstaltung. Darin berichtete der Kommandant von drei Aus- und vier Eintritten und den Highlights des Jahres: Die Ersatzbeschaffung des Tanklöschfahrzeuges und die drei Tablets, die durch Spenden der Firma Seda und der Schlenk-Stiftung angeschafft werden konnten. Neben den Feuerwehr- und Erstmaßnahmenplänen sind darin die Hydranten- und Ortspläne, Datenblätter für Gefahrgut, die Rettungskartenapp für PKW, sowie Rettungsleitfäden für LKW und Busse gespeichert.

Trotz der Kontaktsperren und angeordneten Schließungen war es möglich, verschiedene Lehrgänge und Ausbildungen durchzuführen oder abzuschließen. Maschinistenausbildung, modulare Truppausbildung, auch eine Technische-Hilfeleistung (THL)-Ausbildung mit einem Null-Serien-Fahrzeug war am Standort in Neuhaus trotz aller Umstände möglich.

Auch die Teilnahme an Seminaren und Ausbildungen an den Staatlichen Feuerwehrschulen waren noch vor dem "Runterfahren" möglich. Bei den wöchentlichen Übungen sieht die Bilanz laut Kommandant etwas anders aus. Nur an 19 Wochen konnten die Gruppen oder Trupps ihr Wissen und ihre Fähigkeiten an den Geräten und die Taktik vertiefen. Dennoch kamen etwa 280 Teilnehmer mit 1659 Stunden zusammen. Die meisten Übungen besuchten Roland Müller, Gerd Rupprecht, Wolfgang Prosche, Fabian Rösel und Markus Schulz.

" Die fehlenden Übungen haben sich aber bei der Bewältigung der Einsätze nicht bemerkbar gemacht", lobte Kulacz. Und an Einsätzen gab es einige: 48 in Summe. Erstmals seit langem waren es dabei wieder mehr Brandeinsätze (25) als technische Hilfeleistungen (23), acht Mal ging es dabei zur nachbarschaftlichen Löschhilfe in andere Gemeinden. Dachstuhl-, PKW- oder Industriehallenbrand, Feuer auf Balkon, im Zimmer oder Freiflächen und stark verrauchtes Gebäude – die Einsatzszenarien waren vielfältig.

Arbeit für Atemschutzabteilung

Die Atemschutzabteilung von Thorsten Becker hatte daher auch einiges zu tun. 38 Atemschutzflaschen mussten wieder gefüllt werden. 30 Pressluftaftmer, 34 Masken und 30 Lungenautomaten wurden gereinigt, desinfiziert und geprüft. 23 Atemschutzgeräteträger und davon 15 mit der Zusatzausbildung für den Einsatz im Chemikalienschutzanzug standen 2020 zur Verfügung.

Aktiver Nachwuchs

Auch der Nachwuchs, den Jugendwart Maximilian Mädler an den Feuerwehrdienst heranführt, war aktiv. Auch wenn er nur auf fünf Jugendliche zurückgreifen kann – für den Ort Neuhaus und die Altgemeinde Rothenbruck viel zu wenige – so absolvierten die Anwärter 230 Übungsstunden. Erfolgreich war die Jugendfeuerwehr beim alljährlichen Wissenstest. Die Teilnehmer bestanden diesen ohne Probleme.

Für 2021 steht die Umstellung auf die digitale Alarmierung an. Die entsprechenden neuen Meldeempfänger (Pager) wurden von der Marktgemeinde Neuhaus bereits beschafft und stehen vor der Verteilung an die Aktiven. Der Probebetrieb hat dazu bereits begonnen. Auch die offizielle Einweihung des neuen TLF 3000 – geplant gewesen für 2020 – steht auf der Aktivitätenliste, ebenso wie das Nachholen der staatlichen Ehrungen für 25 oder 40 Dienstjahre, wo in diesem Jahr weitere Kameraden hinzukommen.

Der gesellige Austausch per Video, dem noch ein kurzer Bericht aus dem Vereinsleben durch Vorsitzenden Roland Müller voraus ging, schloss sich dem "offiziellen" Teil an.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt wurde die Brotzeittüte geöffnet und der Inhalt "seinem Zweck zugeführt", wie es in einem Bericht der Feuerwehr heißt. Die Pandemie hatte auch die Zahl der Aktivitäten des Feuerwehrvereines dezimiert.

Die Kameradschaftspflege kam in der "Lockdown-freien-Zeit" dennoch nicht zu kurz, sagte der Vorsitzende. Kulacz und Müller freuten sich denn auch über die im Jahr 2020 gezeigte Disziplin bei der Umsetzung und Einhaltung der Pandemie-bedingten Maßnahmen.

nn

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