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Torgeschenk brachte Schweinfurt auf die Siegerstraße

EV Pegnitz verpasste nach Aufholjagd große Chance, nach Punkten mit dem Tabellendritten gleichzuziehen - 10.02.2019 20:21 Uhr

Gut 250 Zuschauer bekamen ein packendes Franken-Derby geboten. © Reinl


Bayernliga-Abstiegsrunde

EV Pegnitz - ERV Schweinfurt 2:3 (0:2/1:0/1:1) - Endspiel-Stimmung herrschte im Pegnitzer Oval, als sich der EVP und der ERV Schweinfurt im Franken-Derby in einem vorentscheidenden Match um den dritten Platz gegenüber standen. Vor einer stattlichen Kulisse, wozu der Anhang der Unterfranken maßgeblich beigetragen hat, dominierten die Ice Dogs in den Anfangsminuten eindeutig das Geschehen und hätten im Powerplay auch in Führung gehen müssen, boten sich ihnen bei einer Strafe gegen die Mighty Dogs doch mehrere Großchancen.

An Keeper Julian Bädermann lag es nicht, dass der EVP im Franken-Derby als Verlierer vom Platz ging. © Reinl


Als bei Pegnitz anschließend Michal Mlynek auf der Strafbank saß, schien die Unterzahl schon überstanden, doch dann gingen die Gäste nur Sekunden nach Ablauf der Strafe mit einem strammen Weitschuss von Christopher Schadewald überraschend in Führung. Damit nicht genug: Nur eine Minute später bestraften die Schiedsrichter einen Wechselfehler auf der EVP-Bank und diesmal brauchte der ERV-Paradesturm mit Patrik Rypar, Viktor Ledin und Jan Kouba nur 14 Sekunden, um den Vorsprung auf zwei Tore auszubauen. Dies gab den Mighty Dogs sichtlich Auftrieb.

Ausgerechnet der Pegnitzer Paradereihe passierte der katastrophale Abspielfehler, der zum Siegtor für Schweinfurt führte. © Reinl


Kamen die Ice Dogs in den vergangenen Partien mitunter wie entfesselt aus der Kabine, so hatten sie diesmal Mühe, sich entcheidend durchzusetzen. Zu stabil standen die Unterfranken in der Abwehr. Zudem agierten sie bei Kontern stets brandgefährlich. Bei der einzigen Strafe gegen den ERV klingelte es dann aber doch im Kasten von Kevin Keßler, als Sebastian Wolsch einen seiner gefürchteten Weitschüsse von der blauen Linie abzog. Er war es auch, der auf der Bank seine Erfahrung als früherer Coach des EHC Waldkraiburg einbrachte und seine Nebenleute immer wieder neu motivierte: "Ihr müsst bereit sein, den Puck anzunehmen, Eure Beine einsetzen und nicht darauf warten, was der Gegner macht." 

Als der Regen endlich aufhörte bekamen die gut 250 Zuschauer im Schlussdrittel einen offenen Schlagabtausch geboten, in dem die Ice Dogs zunächst trotz Gegenwind im Aufwind waren. Als Michael Kuhn frühzeitig zum 2:2 egalisiert hatte, glaubten die Hefner-Schützlinge, das Blatt noch wenden zu können. Doch mit unnötigen Fouls und einem Torgeschenk an Schweinfurt nach einem katastrophalen Puckverlust der Paradereihe brachte sich der EVP selbst um alle Chancen. Nachdem Pegnitz in der Folge vier Minuten in Unterzahl spielte, nützte es auch nichts mehr, dass Torwart Julian Bädermann Platz machte für einen weiteren Feldspieler. 

Die Torfolge: 0:1 (14.) Schadewald, 0:2 (16.) Rypar/Ledin/Kouba (5 gegen 4), 1:2 (30.) Wolsch/Navarra/Kercs (5 gegen 4), 2:2 (46.) Kuhn/Navarra, 2:3 (52.) Zajic/Kouba.

Strafen: EVP 14, ERVS vier Minuten.  

ISI REINL

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