Montag, 18.01.2021

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Troschenreuther Kirchenweg wird zweigeteilt

Alt-Anlieger kommen um Erschließungskosten herum. Im Neubauteil wird satzungsgemäß abgerechnet - 14.01.2021 05:55 Uhr

Wer sich im Baugebiet neu ansiedelt, muss auch für die Erschließungskosten im Bereich „Kirchenweg alt“ anteilsmäßig aufkommen. Die Anlieger bestehender Anwesen im westlichen Teil müssen nichts bezahlen.

13.01.2021 © Foto: Klaus Trenz


Die Räte beschlossen den Plan damals für den westlich an das Baugebiet "Kirchenweg" angrenzenden alten Bereich des Kirchenwegs, der "nach den Merkmalen der Erschließungsbeitragssatzung noch nicht endgültig hergestellt ist, da in Teilbereichen eine Abgrenzung zum Privatgrund sowie eine ordnungsgemäße Entwässerung und Unterbau fehlen", hieß es in der Begründung. Die Anwohner befürchteten dadurch Erschließungsbeiträge, die die Stadt "nach Jahren" von ihnen fordern könnte. Die Summen, die damals die Runde machten, waren kein Pappenstiel, wie es hieß. Manche Anwohner fühlten sich finanziell überfordert.

Ein knappes halbes Jahr später beruhigt Bürgermeister Wolfgang Nierhoff (Pegnitzer Gemeinschaft) auf Nachfrage unserer Zeitung die Gemüter: "Die Straße Kirchenweg alt wird in zwei Teile getrennt: in den des neuen Baugebiets und in den Bereich westlich davon mit den bestehenden Anwesen." Letzteren habe man nur ausgebessert und wie bisher belassen. "Dadurch kommen auf diese Anlieger keine Kosten zu", versichert Nierhoff.

Zugleich weiß er aber um ein gewisses Konfliktpotenzial beim Neubaugebiet. 21 Bauwillige können sich dort ihren Traum vom Eigenheim verwirklichen. Auf sie kommen im Gegensatz zu den Anliegern des alten Kirchenwegs durchaus Erschließungsgebühren zu – "und das ist völlig normal", versichert der Bürgermeister. Die Stadt habe bereits zahlreiche Gespräche mit den Betroffenen geführt und mehrere Erschließungsverträge abgeschlossen, betont Nierhoff. Diese Vorgehensweise sei vor vielen Jahren leider nicht so praktiziert worden. Wie bei jedem Neubaugebiet müssen Häuslebauer anteilsmäßig die Erschließung mit Wasserleitung, Kanal und Straßen bezahlen. "Wer denkt, das kostet nichts, liegt leider falsch. Wir müssen die Kosten auf die Anlieger umlegen", betont Nierhoff. Bei der Diskussion im August sei es um die Frage gegangen, ob der Straßenbebauungsplan für den kompletten Kirchenweg als eine Einheit zu sehen sei oder ob man beide Bereiche trenne. Dies sei nun geschehen und damit Gerechtigkeit hergestellt. Nichtsdestotrotz befürchtet der Bürgermeister weitere Diskussionen: "Das Thema wird uns sicher weiterverfolgen."

UDO FÜRST

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