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Samstag, 08.08.2020

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Trotz Kirchweih-Ausfall: Plecher Jugend bietet fränkische Küchla an

Unter dem Motto "Kirwa Plech für dahamm" bietet die Jugend Selbstgebackenes an. - 30.07.2020 08:55 Uhr

„Wir wollen den Leuten wenigstens ein bisschen Kirwa bieten“, sagt Lea Heisinger von der Kirchweihjugend. Dafür hat die Jugend gelernt, wie man Küchla backt.

© Foto: Kirwaverein


Normalerweise feiert Plech Ende August Kirchweih. Das könnte man sogar auch in diesem Jahr. Aber: Die Vorschriften für Veranstaltungen wegen der Corona-Pandemie mit Obergrenzen für Besucher und Abstandsregeln sind bei einer Kirchweih wohl kaum einzuhalten. Die Kirwa-Boum und -Madla, die den Besuchern alljährlich eine fränkische Kirchweih mit allem Drum und Dran anbieten, haben deshalb beschlossen, sie in diesem Jahr ausfallen zu lassen, aber eben nicht ganz. Es wird eine "Kirwa Plech für dahamm" geben.

"Wir wollen den Leuten wenigstens ein bisschen Kirwa bieten", sagt Lea Heisinger von der Kirchweihjugend und zweite Vorsitzende des Kirwavereins. Das wird eine rein kulinarische sein. Die Plecher werden zumindest nicht auf die fränkischen Küchla verzichten müssen. Am Kirchweihsonntag, 30. August, steht die Kirchweihjugend nach dem Gottesdienst bis zirka 16 Uhr auf dem Marktplatz und verkauft dort das klassische fränkische Hefegebäck, das sie dann auch noch selbst gebacken haben. Selbst einen Lieferservice hat man eingerichtet und bringt die viereckige Kirchweihspezialität an die Haustür – nach Neuhaus, Velden und Betzenstein, wo üblicherweise die meisten Gäste herkommen und letztendlich natürlich im Markt Plech selbst. Vom 15. bis 26. August kann man ein Küchla- oder Kuchenpaket unter (0 92 44) 9 82 87 18 von 16 bis 20 Uhr bestellen und am Kirchweihsonntag liefern lassen. Ein entsprechender Flyer wird auch noch in Umlauf gebracht.

Das Backen von Küchla mussten die jungen Leute auch erst lernen, weil sie bisher immer angeliefert worden waren. Dazu hat es zunächst ein Probebacken gegeben. "Damit wir uns nicht blamieren", sagt Lea Heisinger und lacht. In der ehemaligen Bäckerei Heisinger – heute eine Pizzeria – haben Lea Heisinger, Milena Heisinger, Sabrina Richter und Sophie Gropengießer in der Backstube, die noch existiert, die ersten Gehversuche mit dem Backen der Küchla gemacht und dabei auf eine große Knetmaschine und ein Fettbackgerät, also auf professionelles Gerät, zugreifen können. Und das Ergebnis? "Das hat alles gut funktioniert", sagt Lea Heisinger.

Etwa 1000 Stück

Es kann also losgehen mit der Kirwa dahamm und Plecher Küchla – zu Hause im Wohnzimmer oder auf der Terrasse. Heisinger rechnet mit etwa 1000 Küchla, die man an den Mann und die Frau bringen kann: "Davon gehen wir schon mal aus."

So sehen die selbstgebackenen Leckereien aus.

© Foto: Kirwaverein


Nicht nur die Plecher Bürger und die der Umgebung sollen am 30. August etwas von diesem Hauch Kirchweih haben. Die Kirchweihjugend hat auch an Schaustellerfamilie Wild aus Erlangen und Hersbruck gedacht, die alljährlich mit dem Karussell und Buden bei der Kirchweih Plech dabei sind. "Seit ich klein bin, ist diese Familie bei der Kirwa Plech mit dabei", sagt Lea Heisinger. Mit einem Süßigkeitenstand werden die Schausteller am Kirchweihsonntag ebenfalls vor Ort sein. Eine Kirwa ohne den Duft von gebrannten Mandeln kann sich Heisinger einfach nicht vorstellen. Außerdem sei es der Kirchweihjugend ein großes Anliegen gewesen, die Schausteller, die hart von der Coronakrise getroffen sind, zumindest ein bisschen zu unterstützen.

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