Tüchersfeld: Komplette Fränkische Schweiz beim Markt vertreten

11.12.2017, 10:57 Uhr
Zum ersten Mal hat der gebürtige Tüchersfelder Roland Held, der mittlerweile in Creußen lebt, seine Lampen aus Steinen und Schwemmholz beim Weihnachtsmarkt im Fränkische-Schweiz-Museum angeboten.

Zum ersten Mal hat der gebürtige Tüchersfelder Roland Held, der mittlerweile in Creußen lebt, seine Lampen aus Steinen und Schwemmholz beim Weihnachtsmarkt im Fränkische-Schweiz-Museum angeboten. © Thomas Weichert

Es war jedenfalls sehr romantisch im Museumshof mit seinen beleuchteten Fachwerkhäusern und den bizarren Tüchersfelder Felsen darüber, als der Schneefall einsetzte und die A-Capella Gruppe Belcanto Vokale aus Waischenfeld Weihnachtslieder sang.

In dem Fachwerkhaus, wo zu Zeiten des "Judenhofs" noch die Tüchersfelder Originale wie der "Baron" und die "Drummers Käthel" residierten, hatten erstmals in der Geschichte des Museumsweihnachtsmarktes Barbara Stenmans und Markus Pittroff aus Pottenstein ihren kunsthandwerklichen Stand mit Näh- und Buchbinderarbeiten aufgebaut. Sie fanden es sehr gemütlich und schon fast familiär. "Es war alles gut vorbereitet und von der Organisation her ein Traum", sagt Pittroff.

Im selben Stockwerk hat Kräuterpädagogin Monika Börner aus dem kleinen Betzensteiner Ortsteil Münchs seit Jahren ihren kleinen Stand. "Es ist ein gemütlicher Weihnachtsmarkt", sagt sie. Neu sind auch die Stehlampen aus Steinen und Schwemmholz von Roland Held aus Creußen. Die Steine und das Holz, aus denen die Lampen von ihm gebastelt wurden, stammen aus Gebirgsbächen der Alpen. Held ist gebürtiger Tüchersfelder und die Liebe verschlug ihn einst in die Krügestadt Creußen. Jedes Jahr beim Markt dabei ist Krippenbauer Franz Bieger aus Ebermannstadt. "Ich bin immer zufrieden und jeder Markt ist anders", sagt er.

Bei fast keinem Markt im Museum fehlen Karin und Rudi Zeilmann aus Gesees mit ihren Honigerzeugnissen von schmerzlindernden Honigsalben zum Einreiben bis hin zu verschiedenen selbstgemachten Likören. Auch dieses Jahr gibt es etwa 20 Stände, vom selbst gebackenen Holzofenbrot in vielen Varianten bis hin zu dem Stand mit Schwippbögen nach erzgebirgischer Volkskunst oder den Weihnachtsplätzchen einer Egloffsteiner und den Bratwürsten einer Metzgerei aus Muggendorf.

Damit ist so zu sagen die komplette Fränkische Schweiz auf dem Weihnachtsmarkt des Fränkische-Schweiz-Museums vertreten. Das hauseigene Christkind war allerdings erkrankt. Dankenswerter weise sprang dafür kurzfristig das Gößweinsteiner Christkind Michelle Wolf ein. Am Sonntag erfreute die Tüchersfelder Gesangsgruppe "Cantus Bonus" von Hans Gmelch die Weihnachtsmarktbesucher. 

Keine Kommentare