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Turbulentes Feuerwehr-Jahr in Königstein

Führung im Amt bestätigt — 500 Einsatzstunden geleistet - 22.11.2015 17:38 Uhr

Ehrungen bei der Feuerwehr Königstein, überreicht von der Prominenz. Links KBM Hans Sperber, daneben zweiter Vorsitzender Hermann Rempler (wiedergewählt), Vorsitzender Hans-Jürgen Pirner, Jürgen Renner (25 Jahre), 2. Kommandant Marco Specht, Stefan Pirner (25), Otto Dehling (Ehrenkreuz in Silber), Horst Pirner (25), Bürgermeister Hans Koch und Kommandant Wolfgang Platzer. © Foto: Volz


„25-Jährige“ wurden ebenfalls ausgezeichnet: Horst Pirner (Spieß), Stefan Pirner (Haberer) und Jürgen Renner. Otto Dehling erhielt vom Landkreis Amberg-Sulzbach das Ehrenkreuz in Silber. Das war einen Sonderbeifall wert. Die Wahlen leiteten Bürgermeister Hans Koch, Wolfgang Pscherer und Hans-Martin Grötsch.

Dem Bericht des Vorsitzenden Hans-Jürgen Pirner war zu entnehmen, dass man ein relativ turbulentes Jahr hinter sich hat und einige Herausforderungen zu bewältigen waren. Man habe aber auch viele Veranstaltungen selbst initiiert oder sich anderswo beteiligt, etwa bei den Bergknappen oder beim Neujahrsempfang der Freien Wähler mit dem Ergebnis, dass Landesvorsitzender Hubert Aiwanger sein Versprechen erfüllte und eine Aufführung des Bauerntheaters im Juni besucht hat.

Es war von Jubiläen und runden Geburtstagen die Rede, vom Gemeindekönig, den sich Thomas Rösl holte, von der Herbstwanderung und der missglückten Christbaumverbrennung mit zwar gutem Besuch. Aber wegen des starken Windes wurden die Bäume gehäckselt.

Die Segnung des Fahrzeugs für die Ersthelfer (First Responder) und die damit verbundene große Spendenbereitschaft lobte der Vorsitzende. Schriftführer Thomas Grembler verlas das Protokoll und Kassier Matthias Brunner musste von einem deutlichen Defizit berichten, doch die Kassenprüfer Kurt Pirner und Richard Pesold bestätigten einwandfreie Führung, so dass die Entlastung einstimmig erfolgen konnte.

Ausführlich listete Kommandant Wolfgang Platzer auf, was die Wehr leisten musste. Vier Brandeinsätze galt es zu meistern (72 Stunden für 57 Leute), 29 Technische Hilfeleistungen (379/288) und 32 Einsätze der Ersthelfer (50/45), Zusammen sind das knapp 500 Einsatzstunden, vor allem aber wegen der sieben schweren Verkehrsunfälle mit einigen Toten. Der Einsatz der Ersthelfer stelle eine professionelle Hilfe dar, doch bei der Alarmierung über die Leitstelle gebe es Probleme. Es könne nicht sein, dass die Funkmelder in Königstein still bleiben, obwohl man nur zwei Minuten vom Einsatzort entfernt ist.

Platzer bezeichnete dies als „Kinderkrankheit“ durch die Umstellung auf Digitalfunk, bekam aber später vom Kreisbrandmeister ein deutliches Zeichen, dass dieses Problem erkannt worden sei und geändert werde.

Lang war die Liste der Mitglieder, die an Schulungen und Lehrgängen teilgenommen haben und zwar von den Trägern der Chemikalienschutzanzüge bis zu den Atemschutzträgern, die zur Ausbildung nach Rosenberg oder Regensburg fahren mussten um sich weiterzubilden oder zu trainieren. Viele von den Teilnehmern wurden deshalb auch befördert.

Ein dickes Danke sprach Bürgermeister Hans Koch der Wehr aus, lobte besonders die neuen Ersthelfer, eine Einrichtung, die für Königstein, Hirschbach und Eschenfelden besonders wichtig ist. Für diese Sätze gab es Beifall, aber auch für die Feststellung, dass die Wehren bestens zusammenarbeiteten. Für den Wunsch, weitere Führerscheine mit zu finanziern, werde der Marktrat eine Lösung finden. Markus Specht, Teamleiter von „First Risponder“, dankte der Bevölkerung für die große Spendenbereitschaft.

CLAUS VOLZ

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