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Dienstag, 23.07.2019

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Umweltschutzpreis für die US-Garnison in Grafenwöhr

Auszeichnung wurde im Pentagon durch die Vize-Verteidigungsministerin überreicht — Schutz bedrohter Tierarten - 16.06.2011 19:12 Uhr

Preisverleihung im Pentagon (von links nach rechts): Bob Barns, Bob Perciasepe, Debra Dale, Manfred Rieck, Stefan Haertl, Oberst Vann Smiley, Forstdirektor Ulrich Maushake, Dr. Dorothy Robyn (Vize-Verteidigungsministerin für Standort- und Umweltfragen), Nancy Hammack (Staatssekretärin der US-Armee für Standort- und Umweltfragen). © oh


Die Garnison trat als Vertreter der US-Armee gegen die Vertreter der restlichen Waffengattungen wie US Air Force in Okinawa, Japan, oder US Navy in Bahrain an. Sie setzte sich durch.

Qualifiziert für den Wettbewerb hatte sich die Garnison durch den Gewinn des Umweltpreises auf US-Heeresebene, den die Grafenwöhrer Umweltabteilung 2010 bereits zum dritten Mal nach 2000 und 2006 gewann.

In der vergangenen Woche wurde der Preis nun in einer Feierstunde im Pentagon durch Dr. Dorothy Robyn, stellvertretende US-Verteidigungsministerin für Standort- und Umweltfragen, an die Delegation aus Grafenwöhr verliehen. Garnisonskommandeur Oberst Vann Smiley nahm den Preis zusammen mit dem Leiter der Umweltschutzabteilung, Manfred Rieck, dem Bereichsleiter Naturschutz der Umweltschutzabteilung, Stefan Haertl, Debra Dale, Leiterin der Umweltschutzabteilung im Hauptquartier in Heidelberg sowie dem Leiter des Bundesforstbetriebs Grafenwöhr, Forstdirektor Ulrich Maushake, entgegen.

Bei der Übergabe anwesend waren auch Bob Barns von „The Nature Conservancy“, der weltweit führenden Naturschutzorganisation für den Schutz von Landschaft, Wasser und Menschen sowie Bob Perciasepe, Vize-Chef der US-Umweltschutzbehörde. Besonders hervorgehoben wurden die Leistungen Grafenwöhrs in den folgenden Bereichen:

DerISO 14001, einer Zertifizierung als Umweltmanagement System, der Reduzierung von ozongefährdenden Substanzen, der Erosionsbekämpfung. Weiter zu Buche schlugen Verdienste als erfolgreiches Recycling-System der Garnison sowie die Reduzierung des Sondermüllanfalls und die erfolgreiche Kooperation mit dem Bundesforst im Bereich des Naturschutzes, etwa beim Einrichten eines Ökokontos mit einem gegenwärtigen Wert von 2,2 Millionen US-Dollar, dem ersten Ökokonto im Landkreis Neustadt/Waldnaab. Dieses erlaubt die schnellere Umsetzung von zeitkritischen Projekten auf dem Truppenübungsplatz bei voller Übereinstimmung mit den geltenden Naturschutzvorschriften.

Preiswürdig waren auch die „vorbildliche Öffentlichkeitsarbeit der Umweltschutzabteilung, etwa durch Veröffentlichungen, durch Zeitungs- und TV-Berichte, die vorbildliche Zusammenarbeit mit den deutschen Behörden, standardisierte Überprüfung aller Projekte und Maßnahmen auf Umweltverträglichkeit inklusive eines Qualitätsmanagementsystems sowie die europaweite Anwendung dieses Systems durch andere Standorte.

Ausgezeichnet wurden Bundesforstbetrieb Grafenwöhr und Garnison mit dem Edmont-Blanc-Preis des International Councils for Game and Wildlife Conservation für die vorbildliche Erfassung und den Schutz gefährdeter und vom Aussterben bedrohter Arten wie den Seeadler.

Im Anschluss an die Preisübergabe und den anschließenden Empfang erhielt die Delegation der Garnison Grafenwöhr noch eine einstündige Führung durch das Pentagon. Dabei wurde auch die Gedenkstätte für die Opfer des Flugzeugattentats auf das Pentagon besucht. 

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