Donnerstag, 04.03.2021

|

Unbekannte Parkproblematik in Pegnitz

Schweres Durchkommen für Busse und Einsatzkräfte dank parkender Autos - 21.09.2020 17:17 Uhr

Von chaotischen Parkverhältnissen – wie hier an der Karl-Bröger-Straße – berichten mehrere Pegnitzer auf Facebook. Der Polizei und der Stadt ist nichts bekannt.⋌

21.09.2020 © Foto: Dominik Jörs


"Kann man eigentlich noch schlimmer parken?" Mit diesem Satz begann Anfang der Woche ein Beitrag eines Mitglieds in der Facebookgruppe "Ich bin ein echter Pegnitzer". Hintergrund des Beitrages ist die Parksituation an der Karl-Bröger-Straße. Hier würden öfters Fahrzeuge so abgestellt, dass ein Durchkommen erschwert werde. Kommentare anderer Mitglieder zeigen, dass es auch in anderen Straßen zu solchen Situationen des Öfteren kommt. Genannt werden die Hans-Böckler-Straße, die Innenstadt, die Ludwig-Jahn-Straße und die Sauerbruchstraße. Ein Mitglied schreibt, dass man deswegen manchmal gar nicht mehr auf das eigene Grundstück käme.

Roland Zahn, Kommandant der Feuerwehr Pegnitz, ist diese Situation in einigen der Straßen schon aufgefallen. "Es gibt schon Schwerpunkte in Pegnitz, wie die Karl-Bröger-Straße, die Hans-Böckler-Straße oder im Mühlweg", sagt Zahn. Auch am Zipser Berg sei es schwierig. Diese Wege wurden schon auf Übungen befahren und da sei es schwierig gewesen, durchzukommen. "Mit größeren Fahrzeugen hat man da schon Probleme." Die Feuerwehr sei zwar bis jetzt immer durchgekommen, jedoch zähle im Ernstfall jede Minute. "Ich appelliere an jeden, wenn er einen Autostellplatz hat, dass er diesen nutzt", sagt Zahn. Wenn man nicht durchkomme und telefonieren müsse, bis die Autos aus dem Weg sind, dann koste das wertvolle Zeit.

Kleinerer Bus von Vorteil

Roland Püttner, von Omnibus Püttner kennt die Situation auch sehr gut. "Die Ganghoferstraße beim Spielplatz ist bekannt dafür, dass man dort schwer durchkommt", sagt er. Dort seien die Autos oft nicht günstig abgestellt. Auch in der Hauptstraße sei es schlimm, dort herrsche viel Lieferverkehr. Wenn dieser dort entlädt, wenn Autos parken, stehe man dort und müsse warten. Aktuell habe er noch den Vorteil, mit einem kleineren Bus unterwegs zu sein. Mit diesem sei es momentan einfacher durchzukommen. Vorher ist sein Betrieb aber mit einem breiteren Bus gefahren und da sei es am Marktplatz ganz schwierig gewesen. Der Bus habe auch Anschluss zum Zug, diesen zu erreichen, sei oft eine sehr knappe Sache gewesen. "Oft haben wir es auch gar nicht geschafft", sagt Püttner. Dies beziehe sich aber auf die Vergangenheit. Aktuell funktioniere es. "Ich will nicht sagen gut, aber es funktioniert", so Püttner.

Bilderstrecke zum Thema

Staugefahr: Hier werden die Autobahnen 2020 zur Großbaustelle

Was Baufirmen Aufträge sichert und vermutlich den Verkehrsminister freut, dürfte so manchem Autofahrer im kommenden Jahr Nerven kosten. 2020 drohen Autofahrern in der Region an etlichen Autobahnen Staus: Wir stellen alle wichtigen Autobahn-Großprojekte vor.


Busunternehmer Stefan Krieg meint, dass er diese Probleme nicht kenne. Mit dem kleineren Pegomobil habe man keine Schwierigkeiten im Stadtverkehr.

"Wir haben keine Mitteilung bekommen", sagt Harald Düplois, stellvertretender Dienststellenleiter der Polizei Pegnitz. Es könne im Einzelfall vorkommen, dass Leute schlecht parken und es Probleme gebe. Man könne aber nicht feststellen, dass es viele Beschwerden gab. "Wenn es so ein Problem gibt, dann muss man die Polizei anrufen, dann nehmen wir uns der Sache an und ahnden das", so Düplois.

Bilderstrecke zum Thema

Sechsspurig und legendär: Das ist die A9 in Bildern

Wie kennen sie aus den Verkehrsnachrichten oder von der Fahrt nach Berlin. Sie war täglich in den Schlagzeilen, als 1989 die Mauer fiel. Nach der Wende wurde sie als Projekt Deutsche Einheit sechsspurig ausgebaut. Die A9 ist mit 530 Kilometern eine der längsten deutschen Fernstraßen - die Geschichte eines Fernwegs in Bildern.


Auch Bürgermeister Wolfgang Nierhoff kann nicht davon sprechen, dass es vermehrt Beschwerden gibt. "Es kommt zwar die ein oder andere Beschwerde, aber nicht so, dass es gehäuft ist", so Nierhoff. Solche Situationen würden sicherlich ab und an vorkommen. Wenn man aber so parkt, wie die Beschilderung es vorsieht, dann komme es auch zu keinen Problemen, so Nierhoff.

Dem BRK Pegnitz ist die Situation auch unbekannt. Natürlich komme es immer mal wieder vor, das Autos schlecht stehen. Aber ein vermehrtes Problem sei nicht festzustellen. "Mein Rettungsdienstleiter sagt, ihm sei nichts bekannt, dass es in Pegnitz außergewöhnlich anders ist", sagt Pressesprecher des BRK-Kreisverbandes Bayreuth, Tobias Schief. Für die Arbeit des BRK und auch für die Arbeit der Feuerwehr sei es aber wichtig Rettungswege freizuhalten.


Verpassen Sie keine Nachricht mehr!

In unserem neuen täglichen Newsletter "Mittags um 12 - Zeit für die Region" erfahren Sie alles Wichtige über unsere Region. Hier kostenlos bestellen. Montags bis freitags um 12 Uhr in Ihrem Mailpostfach.

Florian Zeilmann

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Pegnitz