Sonntag, 08.12.2019

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Unschlagbar guter Kämmerer

Hans Eckert starb plötzlich Selbstloser Dienst im Heim - 19.01.2009

Hans Eckert. Seine Hilfe im Brigittenheim half über viele Klippen.


Noch vor wenigen Tagen war Hans Eckert, 79, in der Redaktion gewesen, um vom Leibniz-Preis für seinen Sohn zu berichten, den Materialforscher Dr. Jürgen Eckert. Kurz danach brach er beim Schneeräumen zusammen. Jetzt endete ein Leben, das immer mit Menschlichkeit für andere da war.

Hans Eckert hatte 1944 die Volksschule in Pegnitz beendet. Ein Jahr besuchte er die Handelsschule, bevor er im Altlandkreis eine Verwaltungslehre begann. Damals gab es keinerlei Kreiseinrichtungen: «Alles musste neu geschaffen werden», sagte er später. Große Schwierigkeiten machte es, die Flüchtlinge unterzubringen.

Hans Eckert war zehn Jahre später Kreisinspektor, 1971 Amtsrat und 1981 Verwaltungswirt. Jahre später trieb ihn sein «Sportsgeist», wie er es nannte, zum Aufstieg in den höheren Dienst.

Sein späterer Dienstherr Dr. Klaus-Günter Dietel sprach einmal von einer einzigartigen Karriere «vom Verwaltungs-Tellerwäscher zum Finanzmanager».

Hans Eckert erlebte elf Landräte. Dabei schätzte er am meisten Dr. Heinrich Dittrich wegen seiner Verwaltungskenntnisse und Dr. Dietel wegen dessen enormen Ehrgeizes und der daraus entspringenden großen Leistungen für den Landkreis.

Umgekehrt war Eckert einMann, der bravouröse Vorarbeit leistete, der jedem Bürger faire Lösungen bot und der nicht auf die Uhr sah. Oft saß er weit über die üblichen Stunden hinaus am Schreibtisch. Er stellte in seiner Amtszeit 19 Haushaltspläne auf und bewegte 1,3 Milliarden Mark. Nie benötigte er Korrekturen. tk

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