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Veranstalter-Duo wirft das Handtuch: Aus für Pegnitzer Eventpark.One

Nach gelungenen Konzerten musste "Eventpark.One" wieder aufhören - 26.03.2021 16:09 Uhr

Bestens geklappt hatte das Konzert der „Troglauer Buam“ im Pegnitzer „Eventpark.One“. Das war 2020. Vorerst können keine weiteren Veranstaltungen dieser Art durchgeführt werden.

26.03.2021 © Foto: Archiv/Jürgen Masching


Aufgebaut von Sascha Hofmann und Jaroslaw Zyla. Musiker wurden gebucht, ein Hygienekonzept musste erstellt und die Ämter informiert werden. Und diese Möglichkeit wurde an zwei Wochenenden im Oktober auch perfekt umgesetzt. Die vorgegebenen Plätze waren fast alle besetzt, als "Fiddler‘s Green" und "Die Troglauer" auf der Bühne standen und froh waren, wieder vor Publikum spielen zu dürfen. Man hoffte auf weitere Veranstaltungen, die nächsten Bands bis Ende Januar waren gebucht.

Nur bis Mitte Januar

Doch dann kam der Stopp und alles musste zurückgefahren werden. "Die Halle ist von uns bis zum 15. Januar 2021 gebucht worden", so Organisator Sascha Hofmann. "Wir haben die Halle nach der letzten Veranstaltung verlassen und wussten nicht, wie es weitergeht". Nun wurde mit dem Vermieter Mitte Januar vereinbart, "wir warten ab". "Doch sollte er einen Interessenten haben, meldet er sich", so Hofmann. Danach ging es doch ziemlich schnell.


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"Mitte Februar bekamen wir die Information, die Räume müssten geräumt werden. Dann haben wir entschieden, es ist vorbei, denn man konnte in dieser Zeit ja feststellen, es wird nicht besser werden".

Getränke zurückgenommen

So wurde die Ton- und Lichttechnik wieder ausgebaut, da diese ja den Veranstaltern selbst gehörte. "Die Brauerei nahm die Getränke und Kühlschränke sowie weiteres Material wieder zurück, ohne dass wir dazu etwas zusätzliches bezahlen mussten", so Hofmann. "Die Bestuhlung stellte uns die Stadt Pegnitz zur Verfügung und sie kam uns auch danach immer entgegen". Mit den bereits gebuchten Bands gab es auch keine Probleme, die hatten sogar Verständnis für die Situation. "Die sind ja in der gleichen Situation wie wir".

Konzept hat funktioniert

Weiter erklärte Hofmann: "Wir haben an den zwei Wochenenden gesehen, dass das Konzept funktioniert hätte", so Sascha Hofmann. "Und auch mit 200 Personen hätte es in der Corona-Phase funktioniert".

Sascha Hofmann war einer der Organisatoren.

26.03.2021 © Foto: privat


 Leider sieht das Ganze nun doch etwas anders aus und die beiden Organisatoren müssen viel selbst tragen. Trotzdem könnte er sich vorstellen, mit diesem Konzept noch einmal so etwas aufzuziehen. "Vielleicht auch in unserer Region, wieder gerne zusammen mit der Stadt Pegnitz, aber in einer anderen Location".

Zur aktuellen Situation äußert sich Sascha Hofmann auch, wobei er es ziemlich düster sieht. "Ich bekomme es Tag und Nacht mit, wie es den Künstlern aktuell geht. Und die Situation ist sehr schwer". Alle bei ihm für heuer arrangierten Konzerte wurden bereits auf das Jahr 2022 verschoben.

Zwei Jahre ohne Einkünfte?

"Typische Konzerte mit 2000 Personen ohne Vorgaben in einer Konzerthalle wird es 2021 meiner Meinung nicht geben", so Hofmann traurig. Es werde auch eine Veränderung in der Künstler- und Clubszene geben, so seine Meinung. "Wer kann zwei Jahre ohne Einkünfte leben?".


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Am Ende dankten Sascha Hofmann und Jaroslaw Zyla der Brauerei, der Stadt Pegnitz sowie allen Helferinnen und Helfern für die super Zusammenarbeit, für das Entgegenkommen in der schweren Zeit und hoffen auf eine bessere Zukunft. Vielleicht auch wieder mit einem Eventpark.One 2.0.

JÜRGEN MASCHING

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