Freitag, 26.02.2021

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Verfahren eingestellt: Unternehmerin soll Familie erpresst haben

Pächterin eines früheren Freizeitparks wollte angeblich von Familie 2000 Euro für Rücknahme einer Anzeige erpressen. - 22.01.2021 16:52 Uhr

Wegen angeblicher Erpressung musste sich eine Unternehmerin vor Gericht verantworten. 

27.07.2010 © colourbox.com


Die Unternehmerin hatte Widerspruch gegen einen Strafantrag eingelegt, der ihr vorwarf, am 15. Juni 2020 einer Familie aus zwei Erwachsenen und zwei minderjährigen Kindern gedroht zu haben, die von ihr gestellte Anzeige bei der Polizei nicht zurückzunehmen. Wenn die Familie nicht insgesamt 2000 Euro an sie zahlen würde.

Die Familie war bei einer Besichtigung des ehemaligen Freizeitparkes auf das Gelände gegangen. "Das Gelände ist mit einem zwei Meter hohen Bauzaun umgeben und zudem mit mehreren Hinweisschildern versehen", so die Angeklagte zum Richter. Darauf sei eindeutig gestanden, dass das Betreten verboten sei und auch mit einer Strafanzeige belegt sei. Auch gab die Angeklagte an, dass bereits seit mehreren Monaten wiederholt Anzeigen getätigt würden, weil das Areal zu einem sogenannten "Lost Place" im Internet geworden sei.

Das konnte der Richter bestätigen, da er bereits mehrerer solcher Anzeigen kenne. Die Angeklagte habe auch Tiere auf diesem Gelände untergebracht, die sie schützen wolle. Der als Zeuge geladene Kläger, der mit seiner Familie das Gelände betreten wollte, gab an, damals von der Angeklagten etwas zur Seite genommen worden zu sein, um die Geldforderung zu äußern.

Die bereits anwesenden Polizisten und auch die Tochter der Angeklagten hätten dies womöglich nicht mithören können.

Nach der Zeugenaussage einigten sich der Richter und die Staatsanwaltschaft schnell. Deshalb wurde das Verfahren eingestellt. "Es steht Aussage gegen Aussage", sagte der Richter am Ende der Verhandlung.

JÜRGEN MASCHING

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