Großeinsatz über elf Stunden

Verpuffung bei Lkw-Brand: Teile flogen auf Gegenfahrbahn der A9 bei Trockau

24.11.2021, 12:10 Uhr
Der Lkw-Brand beschäftigte die Feuerwehren und das THW die ganze Nacht über.

Der Lkw-Brand beschäftigte die Feuerwehren und das THW die ganze Nacht über. © NEWS5 / Merzbach, NEWS5

Am Dienstag gingen ab 18.43 Uhr mehrere Notrufe bei der Einsatzzentrale der Polizei Oberfranken ein, das in Fahrtrichtung Nürnberg ein Lkw brennt. Die Verkehrspolizei schickte im Laufe des Einsatzes sieben Streifen auch aus benachbarten Dienststellen an die Unfallstelle, um der Lage auf der Autobahn und auch abseits des eigentlichen Brandes Herr zu werden.

Ein mit Brot beladener Sattelzug war aufgrund eines technischen Defekts im Motorbereich im Lindenhardter Forst in Brand geraten. Der 62-jährige Trucker konnte das Fahrzeug noch auf den Standstreifen steuern und sich selbst in Sicherheit bringen.

Im Bereich gleich hinter dem brennenden Lkw kam es durch Auffahrer und Fahrstreifenwechsel zu einem Unfall mit drei Personenwagen. Dabei wurden vier Personen verletzt, eine davon schwer. Ein beteiligtes Fahrzeug begann ebenfalls Feuer zu fangen, was durch die Streife sofort mit einem Handfeuerlöscher unterbunden wurde. Die Verletzten wurden durch das BRK versorgt.

Bei dem Unfall mit den Pkw entstand ein geschätzter Gesamtschaden von 20.000 Euro. Für den Brand kam das THW aus Pegnitz, Kulmbach und Bayreuth zum Einsatz. Weiterhin eilten die Autobahnmeisterei Trockau mit sieben Einsatzkräften sowie die Feuerwehren Bayreuth, Trockau, Bindlach und Thiergarten an den Brandort. Das Wasserwirtschaftsamt war wegen des außerordentlich verunreinigten Löschwassers mit vor Ort, um späteren Schäden an der Umwelt in diesem Schutzgebiet rechtzeitig entgegenwirken zu können.

Der Lkw mit Rosenheimer Zulassung stand beium Eintreffen der Einsatzkräfte bereits in Vollbrand. Zum vollständigen Ablöschen der Ladung musste das THW einen Radlader zum Einsatzort schaffen, um die Ladung auseinander zu ziehen und später die Fahrzeugreste zu entfernen. Dafür wurde die A9 in Fahrtrichtung München voll gesperrt. Die Sperrung konnte aufgrund der umfangreichen Bergungsmaßnahmen nicht vor 2 Uhr aufgehoben werden. Währenddessen wurden die im Stau befindlichen Pkw entgegen der Fahrtrichtung an der Autobahnausfahrt Bayreuth Süd durch die Polizei ausgeleitet.

Im Zuge der Löscharbeiten kam es zu einer Verpuffung, wodurch ein zwei Quadratmeter großes Metallteil auf die Gegenfahrbahn geschleudert wurde. Zwei weitere Lastwagen und ein Pkw nahmen Schaden. Zu Verletzten kam es hier glücklicherweise nicht.

Durch den Brand entstand auch an der Fahrbandecke und an den Betongleitwänden massiver Schaden. Der Brandschaden wird vorläufig auf 330.000 Euro geschätzt.

Der Einsatz war erst um 5.45 Uhr beendet und die Autobahn wieder völlig frei befahrbar.


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