Mittwoch, 25.11.2020

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Viel Spaß in 72 „Ragger“-Stunden

Jugendliche planen bis Sonntag 25 Projekte — Humorvolle Eröffnung in Grün - 14.06.2013

Frohes Schaufeln für den Fotografen. Unter anderem soll eine Weitsprunggrube entstehen, die anzeigt, wie weit Tiere springen können im Vergleich zum Menschen.

13.06.2013 © Münch


Gestern lief die Eröffnungsparty. Zwar fehlten Erzbischof Ludwig Schick (kurzfristiger Abruf nach Köln) und Bayreuths OB Brigitte Merk-Erbe (wichtiger Termin bei Fraunhofer). Aber Landrat Hermann Hübner kam und sprach noch vor den Abgeordneten Gudrun Brendel-Fischer (CSU) sowie Christoph Rabenstein (SPD) — die ein sehr gewitzter Moderator Christian Höreth fast zu einer Umarmung brachte. „Dann wäre morgen um 7.10 Uhr im Radio die Meldung gekommen, dass ihr ein Verhältnis habt!“

So ein Bilderrahmen, überdimensional groß, soll am Wiesweiher entstehen und ganz neue Perspektiven erlauben.

13.06.2013 © Münch


Hübner hob auf der „berühmtesten Bratwurstwiese ganz Frankens“ hervor, wie sehr das „Raggern“ die Jugend zusammenschweißen wird.

Im Wiesweiherpark sollen, so Mitorganisator Wolfgang Nierhoff, ein Fußtastpfad entstehen, eine Weitsprunggrube, eine Kräuterschnecke, ein Insektenhotel, ein übergroßer Bilderrahmen, zwei Drehscheiben, ein Baumtelefon, ein Baumxylophon und ein Bienenlehrstand (unterstützt von den Imkern um Toni Herzing).

Fünf Dutzend Jugendliche helfen hier, von der katholischen und evangelischen Jugend, vom THW und von den Radioaktiv-Bikern.

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600 Jugendliche "raggerten" 72 Stunden für Region

Das ist vorbildlich: Rund 600 Jugendliche opferten ein ganzes Wochenende, um im Rahmen der Aktion "72 Stunden raggern für die Region" ehrenamtlich nicht weniger als 25 Projekte in Stadt und Landkreis Bayreuth zu realisieren. Bei der Eröffnungsveranstaltung im Pegnitzer Wiesweiherpark lobten die Politiker das Engagement, das den Zusammenhalt fördern soll. Als der Vorstand des Kreisjugendrings zum Abschluss das Ergebnis begutachtete, war er begeistert: "Es ist eine super Arbeit geleistet worden. Darauf können alle Beteiligten stolz sein."


Die ganze Aktion wurde deutschlandweit von der katholischen Jugend ins Leben gerufen. Im Landkreis stellten sich KJR und Bayreuths Stadtjugendring dahinter. Viele Sponsoren sprangen auf, so in Pegnitz zahllose Bäcker, Metzger und Händler. Baier+Köppel gab Geld genauso wie die Sparkasse. Deren 5000 Euro stockte Wolfram Münch vom Vorstand hier spontan um 500 Euro auf, als er von Christian Höreth auf die Bühne geholt wurde und ein bisschen motiviert worden war. Höreth war verblüfft: „Jetzt wenn ich Sie nochmal auf die Bühne hole, dann gibt’s nochmal 500 Euro?“

Höreth hatte auch witzige Anmerkungen zum früheren Bürgermeister Manfred Thümmler und zu Pottensteins Bürgermeister Stefan Frühbeißer, seinem Freund, die beide mit im Publikum saßen — neben dem Auerbacher Herbert Appl. Dieser wies als Vorsitzender des katholischen Dekanatsrats auf das „ökumenische Gesamterlebnis“ der Aktion für die Jugendlichen hin: „Ihr werdet die Welt ein bisschen besser machen!“ Gruppen aus Thurndorf und Gunzendorf hätten sich zu den Pegnitzern und Pottensteinern gesellt.

Der evangelische Dekan Gerhard Schoenauer bedankte sich für die Ehre, das grüne T-Shirt der „Raggerer“ anziehen zu dürfen und scherzte, er habe auch etwas zur Aktion beigetragen: „Vielleicht das schöne Wetter!“

Alle Gruppen konnten sich am Schluss von der Bühne grüne Kisten mit hilfreichem Arbeitsmaterial holen. Sie enthielten Zollstöcke und Zimmermannsbleistifte, Notpflaster und den Liedtext „Himmel“ — passend zum Nebenmotto „Uns schickt der Himmel“. Aber darin lag auch eine dicke Kerze, gestiftet von der katholischen Jugend. Sie brennt genau 72 Stunden, wie Kreisjugendpflegerin Silke Berner erläuterte.

tk

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