Viele Menschen ließen sich für Amanda piksen

27.7.2014, 19:31 Uhr
Kleiner Piks, große Wirkung: Viele Helfer waren bei der Aktion vor Ort, um beispielsweise Blut zu nehmen (oben). Zu Beginn gab es eine lange Warteschlange (unten links), bis endlich jeder zur Blutabnahme kam (unten rechts).

Kleiner Piks, große Wirkung: Viele Helfer waren bei der Aktion vor Ort, um beispielsweise Blut zu nehmen (oben). Zu Beginn gab es eine lange Warteschlange (unten links), bis endlich jeder zur Blutabnahme kam (unten rechts). © Klaus Trenz

Mit diesem Ergebnis sind Bernhard und Bianca Scholz, die Eltern der an Leukämie erkrankten Amanda, sehr zufrieden. Sie hatten zwar ein hohes Ziel von 1000 Leuten, wurden aber zu Beginn der Veranstaltung von Mitarbeitern der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) auf den Boden der Tatsachen geholt — 600 Leute schätzten sie für die Stadt Pegnitz.

Denn es hat innerhalb kurzer Zeit bereits mehrere Aktionen im Raum Bayreuth gegeben. Bianca Scholz meinte: „Toll! Wir sind unbedingt zufrieden, und es ist ein tolles Klima, alle sind motiviert.“

Lange Schlange gebildet

Schon fünf Minuten, bevor die Aktion in Zusammenarbeit mit der DKMS losging, stand eine lange Schlange Menschen die Treppen bei der Turnhalle hinunter und den Flur entlang im Pegnitzer Gymnasium. Aber die vielen Helfer mussten in der Turnhalle noch eingewiesen werden.

Laut Organisatorin Bianca Scholz waren es 20 Personen bei der Blutabnahme, 40 Registratoren, 20 bei der End- und Zwischenkontrolle und etwa 15 beim Catering und der Kinderbetreuung. Wer kam, wurde sofort eingewiesen: Erst ging es zur Aufnahme mit einem Fragebogen, dann hieß es „Augen zu und durch“ bei der Blutabnahme, bevor es zur Endkontrolle kam.

Manchen wurde es schon etwas schummerig, als die Nadel näher kam, aber laut den Organisatoren gab es bloß einen kleinen Zwischenfall. Ein Mädchen ist kollabiert, nachdem es gesehen hatte, wie bei der Mutter Blut abgenommen wurde. Sonst lief alles rund. Viele Helfer kümmerten sich darum, dass keiner Durst oder Hunger leiden musste. Es gingen zum Beispiel allein 50 Kuchenspenden ein. Bianca Scholz war begeistert, dass so viele Menschen kamen, die nicht nur ein Röhrchen Blut gaben. Auch die Spendenkassen waren schon bis Mittag gut gefüllt mit großen Scheinen. Ein Mädchen kam plötzlich mit einem gut gefütterten Sparschwein und übergab es der Mutter mit den Worten: „Das soll ich dir unbedingt persönlich geben.“ Auch Schirmherr Uwe Raab hat sein Blut gespendet und gab Amanda alles Gute mit auf den Weg. „Ich habe Amanda noch nicht persönlich kennengelernt, aber es sind schon viele gute Wünsche hin- und hergegangen.“ Er hofft, dass dadurch, dass er hier zusammen mit Hunderten Menschen im Gymnasium steht, es eine „Message“ ist, die bei Amanda und ihren Leidensgenossen ankommt.

Was einige Besucher nicht wussten: Wenn man bei einer anderen Organisation bereits registriert ist, braucht man sich nicht noch einmal aufnehmen zu lassen. Die Daten aller potenziellen Stammzellspender aus allen deutschen Dateien werden zentral gesammelt und stehen zur Verfügung. So sind ein paar Spendenwillige unverrichteter Dinge wieder gegangen. „Wir haben aber Geld gespendet, mehr konnten wir nicht tun“, erzählte eine Frau beim Gehen.

Dank an die Mitorganisatoren

Amandas Mutter bedankte sich bei den Mitorganisatoren Jürgen und Kerstin Matzke, Doris und Bernd Küster und Kerstin und Wolfgang Bößl, die neben ihr und ihrem Mann Bernhard die ganze Aktion erst ermöglicht hatten. Am Schluss der Veranstaltung wurde es noch einmal spannend, als es ans Geldzählen ging.

Das Ergebnis: Neben den knapp 6500 Euro Spendengeldern, die offiziell übergeben worden sind, steckten die Menschen 16 550 Euro in die bereitgestellten Boxen. Denn mit dem Blut allein ist es nicht getan. 50 Euro kostet die DKMS jede Neuaufnahme in die Datenbank. Bernhard Scholz meinte: „Es war ein Erfolg. ich bin zufrieden mit dem Ergebnis.“

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