Donnerstag, 14.11.2019

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Vor Halloween: Pegnitz verwandelt sich in Erlebnismeile

Die Stadt verwandelt sich am Freitag wieder in eine Erlebnismeile für Kinder mit Spieleparcours, Kürbis- und Maskenprämierung sowie diversen Ständen. - 22.10.2019 17:41 Uhr

Ihr 15-jähriges Jubiläum feierte die Halloween-Party in Pegnitz vergangenes Jahr. Heuer gibt es die 16. Auflage, doch die Zukunft ist ungewiss. © Foto: Ralf Münch


Die Organisatoren vom Arbeitskreis Unser Pegnitz, Ahmed Uzlu und Melanie Sizemore, haben in den vergangenen Wochen wieder die Geschäfte der Innenstadt abgeklappert. "Wenn wir beide unterwegs sind, dann wissen alle, dass Halloween vor der Tür steht", sagt Uzlu. Die Beiden brauchen Sachspenden für die Feier, denn es soll Preise für die Kinder geben.

Prämiert wird dabei das Geschick beim Spieleparcours des FC Pegnitz, für die schönste – oder wer mag – gruseligste Maske oder für den schönsten geschnitzten Kürbis. Es ist alles hergerichtet für das Fest, an das sich viele Deutsche noch immer nicht gewöhnt haben. Die Kinder schmeißen sich an dem Tag in Vampir-, Hexen- oder Zaubererkostüme, ziehen sich Totenkopf- oder Monstermasken über und finden es lustig, wenn sie so andere erschrecken können oder diese zumindest so tun, als ob sie sich erschreckt hätten. Und in den Läden können die jungen Gruselgestalten nach dem Motto "Gib Süßes oder es gibt Saures" (Trick or treat) den Geschäftsleuten teils tütenweise Süßigkeiten abtrotzen.

700 bis 800 Besucher

2003 wurde die erste Halloween-Party in Pegnitz organisiert. "Wir haben Pionierarbeit geleistet, ohne davon etwas zu erwarten", sagt Uzlu. Die Veranstaltung sei ein Selbstläufer geworden. Damals war sie die erste und einzige ihrer Art in der Region, weil sie sich an Kinder richtete. Das ist bis heute so. Mindestens 700 bis 800 Besucher zählt Uzlu jedes Jahr. Damit lohnt sich für ihn auch der Organisationsaufwand, der nicht zu unterschätzen sei: Genehmigungen einholen, Standbetreiber finden, Sachpreise einsammeln, Tischgarnituren bestellen und sich vor allem mit dem städtischen Bauhof absprechen.

"Es ist eine immense Arbeit, die der Bauhof leistet", erklärt Uzlu und nur noch in diesem Jahr wird diese Leistung der Stadt kostenlos sein. Denn im Zuge der Haushaltskonsolidierung wird dem Arbeitskreis nächstes Jahr diese Dienstleistung in Rechnung gestellt werden. Damit erhöht sich das Defizit, das die Veranstaltung einbringt. Die Standgebühren reichen nicht aus, um das Minus auszugleichen. Das erläuterte der Arbeitskreis bei seiner Hauptversammlung im März dieses Jahres und setzte ein dickes Fragezeichen hinter die Halloween-Party, sollte das Minus nicht geschmälert werden. Danach sieht es momentan nicht aus. "Wir brauchen einen Sponsor, wenn wir die Veranstaltung beibehalten wollen", sagt Uzlu, dessen Herz an Halloween hängt: "Außer Gregori haben wir in Pegnitz kein reines Kinderfest."

Die Halloween-Party beginnt um 17 Uhr. An mehreren Ständen gibt es Essen und Getränke und eine Reihe von Geschäften haben bis 20 Uhr geöffnet. Um 18 Uhr ist die offizielle Eröffnung durch Bürgermeister Uwe Raab (SPD). Gegen 19.30 Uhr erfolgt die Siegerehrung für den Kürbisschnitz-Wettbewerb. Die Kürbisse können bis 17 Uhr abgegeben werden. Danach – gegen 20 Uhr – werden die Masken prämiert: zuerst die Kinder unter 1,20 Meter Körpergröße, danach die größeren Kinder. Aufgebaut wird auch eine Spielstraße, am Schweinemarkt wird Ponyreiten angeboten. Dazu gibt es das obligatorische Kinderschminken.

KLAUS TRENZ

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