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Dienstag, 16.07.2019

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Waldstock in Pegnitz: Fernab des Massengeschmacks

Festival am Schloßberg beschert den Musikfans wieder ein vielfältiges Programm. - 22.06.2019 08:00 Uhr

Bei RasgaRasga trifft Indiepop auf Balkanmusik. © Foto: Verein


"Reduziert und ungefiltert kommen dieses Mal Brickwater, um unser Festival zu eröffnen", sagt Manuel Hofmann und fügt hinzu: "Mit den Nürnbergern starten wir dieses Jahr mit einer ordentlichen Portion Schwung, denn Brickwaters ‚indie X folk X punk‘ mischt Independent-Sounds, Folk-Harmonien und Punk-Riffs, Weiches mit Hartem, Leises mit Lautem. Die Band lässt sich nicht auf ein Genre eingrenzen, hält aber ihre Songs immer so clean, dass sie direkt in den Kopf und die Beine schießen."

Der zweite Act des Freitagabends kommt aus der Schweiz. "Bei ‚Black Sea Dahu‘ scheinen sich die Grenzen der Realität aufzulösen, Entspannung legt sich über die Festivalwiese", schildert Hofmann seine Vision. Die Gruppe spielt "modernen, urbanen Folk, der einen Blick hinter die Kulissen des Lebens gewährt, ohne zynisch zu sein", meint Manuel Hofmann. "Klingt nach Stadt, nach Land, nach Reisen, nach Leben."

Für den Veranstalter bilden sie den Höhepunkt eines kontrastreichen Programms: Die Gruppe Stats kommen so groovy und kosmisch daher, dass kein Bein mehr still stehen werde. © Foto: Verein


"‚Globalivity‘ mischt sanften Reggaegesang und scharfe Ska-Riffs mit groovigen Bässen und leidenschaftlichen Latin-Rythmen", sagt Hofmann über die nächste Band und weist auf die internationale Besetzung mit Musikern aus Mexiko, Argentinien und Deutschland hin.

Sports Team singt auch über englische Autobahnen. © Foto: Verein


Ganz anderer Stoff kommt von "RasgaRasga": "Euphorie, Glitzer, ein Strudel aus fantastischer Stimmung, RasgaRasga reißen alle mit. Die Freunde fackeln ein Feuerwerk aus Emotionen ab. Das ist Indiepop geprägt von der Musik des Balkans und beeinflusst von Klängen aus der ganzen Welt. Kurz, Globalpop", umreißt Manuel Hofmann den Stil der Gruppe, die den Freitagabend beschließt.

Am Samstag kommen die Microstock-Veteranen "A Blurred View" zurück. Mit Post-Rock, der das Innere nach außen kehrt. "In ‚A Blurred View‘ haben wir treue Begleiter in den Hauptteil des Waldstockfestivals aufgenommen", so Hofmann.

"Punkrock from Outer Space", nennt Manuel Hofmann, was "The Come and Go Go’s" spielen: "Sie geben uns einen richtigen Kickstart in den Nachmittag. Eine Mischung aus Melody-Punk und Garagerock treibt dieses Raumschiff an, das uns im Fullspeed Flight ins Festival feuert", schwärmt Hofmann.

Bei "Zulu" verschmelzen laut Hofmann Elektronik und Analoges "zu einem Strom, in den alle Zuhörer eintauchen". In Hofmanns Augen ist das "Dream Pop, der sowohl zum Relaxen als auch zum Tanzen einlädt und niemanden unentspannt zurücklassen wird."

Neue Wut bricht bei "Lafote" aus. Mit Post-Punk, der sich an den großen Vorbildern anlehnt, aber das Bild um neue Eindrücke und Beobachtungen erweitert. "Die Jungs von Lafote treten mit Wucht auf die Bühne, haben aber auch immer wieder ein Gespür für die ruhigen Momente. Aber macht es euch nicht zu gemütlich, denn Lafote bitten zur Eskalation", warnt Hofmann.

Fühlt sich nach Urlaub an

Eine in Retro-Gefühl und LoFi-Charme getauchte Mischung aus Indiepop und Slacker Rock, das sind "Some Sprouts". Hofmann kündigt "flächigen Synthie-Sound, eindrückliche Gitarrenlicks und immer treffende Drumpatterns" an und verspricht eine Gruppe, die sich "nach Urlaub, Unwägbarkeit und Unbekümmertheit anfühlt". Für ihn "die perfekte Band für einen fantastischen Waldstocknachmittag".

"Feels" aus Los Angeles seziert mit einer Mixtur aus Garage, Punk und Stoner Rock den Zustand der Welt. "Und mit dem sind die Musiker ganz schön unzufrieden", doziert Hofmann. Dieser Unzufriedenheit machen sie auf der Bühne Luft, aber sind auch immer wieder für die ruhigen Momente zu haben.

Ironiegeladen tritt das Indie-Post-Punk-Paket "Sports Team" am Abend auf die Bühne. Hofmann: "Ihre Konzerte sind ein Must-See – und sie werden euch demonstrieren warum." Mit beißendem Humor ausgestattet besingen sie alles zwischen Ashton Kutcher und englischen Autobahnen. "Wenn ‚Sports Team‘ eines ist, dann auf jeden Fall verdammt unterhaltend", grinst Manuel Hofmann.

Und dann wird er euphorisch: "Elektro, Funk, Disco: Zum Höhepunkt des Festivals sind die Stats angesagt. Groovy und kosmisch werden sie alle so für sich einnehmen, dass kein Bein mehr stillstehen und niemand sich dem Strudel entziehen kann. Also rein in die Nacht mit Stats", kommandiert der Musik-Manager und ergänzt: "Zum Abschluss haben wir noch etwas Besonderes: ‚Kalaha Moon‘ verbindet elektronischen Psychedelic Funk mit Weltmusik-Klängen. Begleitet von tiefem Bass, kann man sich in die Nacht treiben lassen. ‚Kalaha Moon‘ bedeutet, sich fallen zu lassen und in Klangwelten abzutauchen". 

HANS VON DRAMINSKI

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