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Warten auf das Morden im Franken-Tatort

Der Kabarettist Alexander Göttlicher aus Spies (Betzenstein) hat eine Rollenzusage - 13.02.2014 15:20 Uhr

Alexander Göttlicher ist Kabarettist und Liedermacher mit Herzblut: Für die Realisierung des Franken-Tatorts hat er vielfach seine Talente angeboten. Er wartet auf Meldung. © Lenk


Göttlicher hat das Gefühl, dass es noch ein bisschen dauert, bis der erste Franken-Tatort konkrete Formen annimmt. Es gab zwar einen „riesen Hype“ im Vorfeld und viele Schauspieler sowie Kabarettisten, die mitmachen wollten. Aber außer Frank-Markus Barwasser steht noch nicht viel mehr fest.

Göttlicher bot an, beim Drehbuch mitzuschreiben, weil es auch hier lange hakte, wie er meint. Aber dann kam das Fernsehen doch auf einen erfahrenen Krimi-Autor zu. Auf den Mann, der beim viel gelobten Heimatfilmkrimi „Sau Nummer Vier“ mitwirkte: auf Max Färberböck aus Oberbayern. Der Mann, der in Buenos Aires und Italien an Theatern war sowie bei Peter Zadek assistierte, wurde jetzt als Drehbuchautor und Regisseur verpflichtet. Die Arbeiten zum Film sollen schon im Sommer beginnen. Färberböck führte bereits Regie bei einem Münchner Tatort, für welchen er ebenfalls das Drehbuch schrieb. Der preisgekrönte Regisseur Max Färberböck (63, „Aimée und Jaguar“) freut sich auf diese Aufgabe. „Ich hoffe, dass wir einen Film realisieren werden, der den Franken gefällt oder sie sogar begeistern kann.“

Die zuständige Redakteurin Stephanie Hecker ist begeistert von Färberböcks Arbeit: „Kaum einer verfügt im Schreiben und Inszenieren über ein so feines Gespür für Figuren, ihre Lebenswelten und die Verbindung von Spannung, Poesie und Humor wie er. Seine sehr persönliche Weise, in Charaktere und zumeist hoch ambivalente Stoffe einzudringen, seine Wärme für Figuren und die ungewöhnlich lebendige Art, sie zu erzählen, machen ihn zu einem außergewöhnlichen Schauspielregisseur und Geschichtenerzähler.“

Im vergangenen Jahr hat Max Färberböck mit „Am Ende des Flurs“ einen Münchener Tatort geschrieben und inszeniert, der am 4. Mai ausgestrahlt wird.

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So kommt es, dass in diesem Franken-Tatort nur noch eine Frau aus Franken kommt, jene Bambergerin, die in der Pathologie mitspielen soll. Auch in der Pathologie wirkte Göttlicher jüngst im fränkischen Krimi „Murggs“ mit, und das so gut, dass er immer mehr Lob hört für seine Rolle. Dieser Film aus breiter fränkischer Kabarettistenhand ist zum Beispiel am kommenden Freitag in Neunkirchen am Sand zu sehen. Ab März gibt es ihn als DVD, direkt bei Göttlicher zu beziehen.

Auf den Kellern

Der Liedermacher lacht, wenn er über sein nächstes Filmprojekt spricht: Denn dort ist er erneut als Pathologe im Einsatz. Es geht um den Frankenkrimi „Seilschaften“ des Forchheimer Schauspielers Karl Heilmann. Dies ist ein ernster Film in drei Teilen, ohne jeden Klamauk. Gezeigt wird er am 14. September in der Kaiserpfalz. „Der hat eher fränkischen Tatort-Charakter“, so Göttlicher. Gedreht wird in den Forchheimer Kellern und an der Wiesent. Die Außenaufnahmen beginnen im Sommer. „Ich such dann eine Wasserleiche. Wieder eine ziemlich skurrile Figur..."

Alexander Göttlicher sieht aber wegen dieser Rolle keine Filmkarriere auf sich zukommen. „Ich bin auf jeden Fall mal weiter Musiker.“ Er weiß aber von Frank-Markus Barwasser (auch bekannt als Erwin Pelzig), dass der seinen Abschied von der ZDF-„Anstalt“ nahm, weil ihm der Franken-Tatort ein gutes Folge-Renommee verspricht. „Er hat da einen schönen Absprung geschafft, auf dem Höhepunkt. Bevor es sich zu Tode gewirtschaftet hat." 

tk

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