Montag, 27.01.2020

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Was ist ein Trixi-Spiegel?

Die Frage galt es im Stadtrat vorab zu klären, ehe die Räte in die Diskussion einsteigen konnten. - 14.12.2019 07:55 Uhr

Vor der Pegnitzer VR-Bank an der Kreuzung soll versuchsweise ein sogenannter Trixi-Spiegel installiert werden, der Abbiegenden, vor allem Lkws, die Sicht auf Fußgänger und Radfahrer erleichtern soll.


Die CSU-Fraktion hatte auf einen Hinweis des ADFC hin beantragt, in Pegnitz vor der VR-Bank an der Ampel einen solchen Spiegel anzubringen. Nach einer längeren Debatte, bei der das Für und Wider erörtert wurde, stimmte eine knappe Mehrheit der Räte (11:9 Stimmen) für eine Testphase von einem Jahr auf Kosten der Stadt. In der Folgezeit soll dann entschieden werden, ob im Stadtgebiet weitere Spiegel installiert werden sollen.

Die Rathausverwaltung hatte sich im Vorfeld viel Mühe gemacht und zahlreiche Stellungnahmen zu solchen Spiegeln, von denen es in München bereits viele gibt, zusammenzutragen.

Thomas Schmidt (FWG) und Sandra Huber (Grüne) sehen an dieser Stelle keinen Anlass für solch einen Spiegel, weil es an dieser Kreuzung keinen ausgewiesenen Radweg gibt. Günter Bauer (CSU) verteidigte den Antrag und verwies auf die Stadt München.

Auch der SPD-Fraktionssprecher Karl Lothes sprach sich ganz klar für den Spiegel aus: "Wenn wir den Radfahrverkehr fördern wollen, müssen wir auch für die Sicherheit etwas tun." Bürgermeister Uwe Raab formulierte dann einen neuen Beschlussvorschlag, der für den Trixi-Spiegel eine Testphase vorsieht.

Beim Abbiegen schwer verletzt

Hintergrund: Der sogenannte Trixi-Spiegel wurde nach der Tochter von dessen Erfinder Ulrich Willburger benannt. Willburger entwickelte den speziellen Spiegel, nachdem seine Tochter Beatrix im Jahre 1994 bei einem Abbiege-Unfall von einem Lkw erfasst und schwer verletzt worden war.

Im Stadtrat wurde für das Baugebiet Reisach-Ost eine Ergänzungssatzung erlassen. Dazu gab es keine Wortbeiträge. Für ein Grundstück in diesem Bereich ist ein Bauantrag für ein Wohnhaus (Flachdach) und eine Doppelgarage vorgelegt worden. Das macht einen ökologischen Ausgleich in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde notwendig. Das Landratsamt hat deshalb gebeten, unter der Berücksichtigung der Grünordnungsplanung die Satzung anzupassen. Das ist durch einen Grünstreifen am nordöstlichen Rand des Grundstücks geschehen.

KLAUS ALTMANN-DANGELAT

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