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Donnerstag, 29.10.2020

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"Wasser marsch" für die Kleinen: Feuerwehrübungen für Kinder finden wieder statt

Nach Corona-Pause: Am heutigen Freitag trifft sich in Auerbach wieder die Kinderfeuerwehr. - 09.10.2020 14:55 Uhr

Ein Bild aus unbekümmerten Tagen vor Corona: Zwei angehende Feuerwehrmänner der Kinderfeuerwehr Auerbach bekommen bereits schon in jungen Jahren die Funktionsweise eines Verteilers erklärt.

© Archivfoto: Brigitte Grüner


Retten, Löschen, Bergen, Schützen. Bei der Kinderfeuerwehr der Feuerwehren Auerbach lernen schon die Kleinen dieses einheitliche Motto. Wegen Corona konnten allerdings seit März keine Treffen und Übungen für die Kinder mehr stattfinden. Am heutigen Freitag soll es nun wieder losgehen.

Es war eine traurige Nachricht Anfang September. Die Kinderfeuerwehr gab auf ihrer Facebook-Seite bekannt, dass der Feuerwehrverband aufgrund der Corona-Zahlen keine Übungen mehr erlaubt. "Wir sind selbst ganz traurig, können es aber leider nicht ändern", wurde dem Post noch beigefügt. Knapp einen Monat später dann die gute Nachricht: "Hurra, die Kinderfeuerwehr ist wieder da!"

Der Leiter der Kinderfeuerwehr, Harald Schmidt, ist darüber mehr als glücklich. "Na, Gott sei Dank" ist seine erste Reaktion auf die Nachricht gewesen. Auch die Eltern der Kinder sind froh, dass es endlich wieder weiter geht, berichtet Schmidt von den ersten Rückmeldungen, die ihn zügig nach der Verkündung erreicht haben.

"Wir hatten schon befürchtet, dass wir die Kinder durch die lange Pause verlieren", erzählt Schmidt aus den vergangenen Monaten. Seit März hat es keine gemeinsamen Unternehmungen mehr gegeben. "Wir hatten versucht, die Kinder bei Laune zu halten, etwa mit einem Malwettbewerb", so der Leiter. Die Gewinner wurden dann feierlich auf der Facebook-Seite verkündet und auch alle anderen Bilder mit den stolzen Künstlern sind dort zu sehen.

Der Landesfeuerwehrverband hat nun entschieden, dass die Treffen und Übungen der Kinderfeuerwehren wieder stattfinden dürfen. Dazu müssen die Feuerwehren ein Konzept vorlegen, welches sich größtenteils an denen der Kindertagesstätten orientiert, erklärt der Feuerwehrmann Schmidt.

In Auerbach hat man sich sogleich an die Ausarbeitung des Hygienekonzepts gemacht. Dieses steht nun und wurde bereits abgesegnet, heißt es im Facebook-Post. Am heutigen Freitag Freitag wird es dann wieder mit den Treffen losgehen — natürlich anders als sonst.

Die Treffen werden entweder in der großen Fahrzeughalle oder, wenn es das Wetter zulässt, im Freien stattfinden. Die Kinder werden zudem in drei Gruppen mit maximal zehn Mitgliedern aufgeteilt. Diese treffen sich dann zeitlich versetzt, sodass sie sich nicht vermischen können, erklärt Harald Schmidt das Konzept auf Nachfrage.

Die Gruppen werden wie bei der "großen" Feuerwehr heißen. So wird es einen Angriffstrupp, einen Wassertrupp und einen Schlauchtrupp geben. Während der Treffen werden die kleinen Feuerwehr-Kinder von mindestens zwei, im Idealfall jedoch drei Feuerwehrmännern und -frauen betreut.

Maskenpflicht für die Kinder

Die Treffen werden erstmal nur eine Stunde dauern. Während der gesamten Zeit müssen die kleinen Feuerwehrleute allerdings einen Mund- und Nasenschutz tragen. "Wir haben uns darauf geeinigt, den Standard etwas höher zu legen, weil Kinder die Abstände vermutlich nicht einhalten", erläutert Harald Schmidt die Entscheidung zur Maskenpflicht. Wie das Konzept aufgeht, werden die ersten Treffen zeigen.

"Wir wollen am Anfang schauen, wie das alles funktioniert", so Schmidt. Man habe sich schon so einiges für die Kinder ausgedacht. Was genau verrät der Leiter der Kinderfeuerwehr jedoch nicht. "Sonst wäre es ja keine Überraschung mehr für die Kinder", fügt er hinzu.

Die Anmeldezahl beweist zumindest, dass die Nachfrage hoch ist. Mit den 30 angemeldeten Kindern sind die Gruppen bereits voll. "Wir haben zwar schon Anfragen für Neuaufnahmen, aber die müssen leider bis 2021 warten", so Schmidt.

Bis dahin werden vorerst keine weiteren Neuzugänge in die Kinderfeuerwehr aufgenommen. Sobald jedoch alles wieder normal läuft, freut man sich bei der Kinderfeuerwehr wieder über neue begeisterte Feuerwehranwärter zwischen sechs und zwölf Jahren.

 

OLIVER HAAS

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