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Dienstag, 18.06.2019

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Wassergebühren der Juragruppe bleiben stabil

Nach der vorläufigen Bilanz hat der Versorger im Jahr 2018 kostendeckend gearbeitet - 11.06.2019 19:42 Uhr

Mit der Bereitstellung von Leerrohren für Breitbandnetze erzielt die Juragruppe beträchtliche zusätzliche Einnahmen. © Reinl


Zwar sei die Bilanz für das Jahr 2018 noch vorläufig, sagte der Werkleiter, aber der eigentliche Abschluss, den der Kommunale Prüfungsverband übernimmt, weiche in der Regel um nicht mehr als rund 30 000 Euro ab. Die im vergangenen Jahr selbst erwirtschafteten Finanzmittel vor Tilgungsleistungen bezifferte Hümmer "auf die stolze Summe von 2,14 Millionen Euro". Die abermals deutliche Steigerung des Jahresergebnisses sei sowohl aus dem laufenden Betrieb, aber auch durch höhere Herstellungsbeiträge infolge der Erweiterungen des Versorgungsgebietes erwirtschaftet worden.

Zum Ende vergangenen Jahres hatte der Zweckverband Wasserversorgung Juragruppe eigenen Angaben zufolge ein Anlagevermögen von gut 38 Millionen Euro. Das im Haushalt 2018 beabsichtigte Investitionsvolumen mit rund 5,2 Millionen Euro ließ sich laut Werkleiter Hümmer wegen Engpässen in der Tiefbaubranche und wegen eines eng bemessenen Personalbestandes in der Planungsabteilung des Wasserversorgers so nicht umsetzen. Die vorläufige Bilanz zum Ende des Jahres 2018 weist ein Investitionsvolumen von 3,65 Millionen Euro aus. Noch nicht abgerufen waren bis Jahresende staatliche Fördermittel in Höhe von veranschlagten 1,7 Millionen Euro.

Erwirtschaftete im vergangenen Jahr 2,14 Millionen Euro: die Juragruppe. Das Versorgungsgebiet wurde dabei erweitert. © Foto: Hans-Jochen Schauer


Auch beim aktuellen Haushalt gibt es bei den Posten keine erkennbaren "Ausreißer". Hümmer erläuterte den Verbandsräten die aktuellen Zahlen vom Mai und stellte in seiner Bewertung einen Vergleich zum Planansatz im Haushalt vor. Seit Fazit: "Zum Zeitpunkt dieser unterjährigen Beurteilung der Haushaltsentwicklung 2019 ist mit großer Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass das geplante Haushaltswerk 2019 vollumfänglich umgesetzt werden kann."

Profiteur des Breitbandausbaus

Steigende Einnahmen werden aller Voraussicht nach durch die Nutzung von Leerrohren der Juragruppe durch Breitbandanbieter erzielt. Und auch bei den Herstellungsbeiträgen im bisherigen Versorgungsgebiet liegt der aktuelle Wert mit knapp 138 000 Euro schon über dem Planansatz. Aus Auerbach erwartet Hümmer heuer noch 270 000 Euro an Anschlussentgelt. Wie mehrfach berichtet, sichert die Nachbarstadt durch einen Anschluss an das Netz der Juragruppe die Wasserversorgung der Stadt ab, sollte es mit der Leitung zur Nürnberger N-Ergie nach Ranna Probleme geben.

Für den jetzt in Betrieb genommenen Versorgungsteilbereich Köttweinsdorf werden laut Hümmer gerade die Aufmaße für den Herstellungsbeitrag ermittelt. "Sollte der Teilbereich Gösseldorf und Saugendorf noch in Betrieb genommen werden können, ist der Haushaltsansatz in Höhe von 800 000 Euro erreichbar", zeigt sich der Werkleiter zuversichtlich. Die Einnahmen werden sich bis auf die Position "Wasserentgelte" gegenüber den Haushaltsansätzen wahrscheinlich leicht erhöhen.

Eine Prognose bei den Wassergebühren lasse sich erst nach dem Ablesezeitpunkt 30. September machen, führte Hümmer weiter aus. Nicht unerheblich bei Veränderungen sei die zu erwartende Wetterlage. Bei einem trockenen Sommer werde mehr zu generieren sein als bei einem kühlen regnerischen, so der Werkleiter. 

MICHAEL GRÜNER

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