Mittwoch, 03.03.2021

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Wegen Gefahrgutunfall: A9 für Stunden komplett gesperrt

30.000 Liter Aceton mussten nördlich von Trockau umgeladen werden - 23.01.2021 22:41 Uhr

30.000 Liter Aceton müssen nach einem Unfall mit einem Gefahrguttransporter auf der A9 nördlich von Trockau umgeladen werden.

23.01.2021 © News5/Holzheimer


Der Unfall ereignete sich am Samstagmorgen gegen 6.45 Uhr bei heftigem Schneetreiben zwischen den Anschlussstellen Bayreuth-Süd und Trockau. Ein 53-jähriger Fahrzeugführer hatte seine Geschwindigkeit auf schneebedeckter Fahrbahn nicht angepasst, kam mit seinem Lkw ins Schleudern und rutschte in den Straßengraben. In der Folge kippte der Silo-Anhänger, in welchem etwa 30.000 Liter Aceton geladen waren, auf die Seite, ehe er am Standstreifen liegen blieb.

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Zu schnell im Schneetreiben: Gefahrgut-Transporter kippt auf A9 um

Am frühen Samstagmorgen kippte ein Gefahrgut-Transporter bei heftigem Schneetreiben auf der A9 nahe Trockau (Lkr. Bayreuth) um. Der Lkw hat 30.000 Liter Aceton geladen. Der gefährliche Stoff muss nun im Laufe des Tages in ein Ersatzfahrzeug umgepumpt werden, ehe die Bergung des verunglückten Transporters beginnen kann.


Wie die Polizei erklärt, hätte der Fahrer aufgrund des starken Schneefalls mit seiner gefährlichen Ladung zudem einen Parkplatz aufsuchen müssen, was er ebenfalls nicht tat. Neben den begangenen Verkehrsordnungswidrigkeiten muss er sich deshalb zusätzlich strafrechtlich wegen des unerlaubten Umgangs mit anderen gefährlichen Stoffen und Gütern verantworten. Der Sachschaden am Lkw samt Auflieger wird auf etwa 40.000 Euro geschätzt.

Der Verkehr konnte zunächst auf einer Fahrspur an der Unfallörtlichkeit vorbei geleitet werden. Im Laufe des Tages musste die Flüssigkeit jedoch in einen Ersatz-Lkw umgepumpt werden, um im Anschluss das Unfallfahrzeug bergen zu können. Wegen des einzuhaltenden Sicherheitsabstandes beim Abpumpen musste die A9 deshalb am Samstag ab etwa 14 Uhr in beiden Fahrtrichtungen zwischen den Anschlussstellen Bayreuth-Süd und Pegnitz komplett gesperrt werden. Eine örtliche Umleitung wurde eingerichtet. Der Schwerlastverkehr wurde gebeten, die Unfallstelle bereits vorher weiträumig zu umfahren. Trotzdem kam es auf der B2 immer wieder zu längeren Staus, insbesondere im Umfeld der Ampelanlagen in Creußen und Pegnitz.

Zahlreiche Aktive von Feuerwehr, BRK und THW waren im Einsatz, um die Einfahrten auf die A9 zu sperren und den Brandschutz an der Unfallstelle zu gewährleisten. Das THW sorgte zudem für die Verpflegung der Einsatzkräfte vor Ort.

Weiterer Unfall auf der A9

Ebenfalls auf der A9 kam ein weiterer Lastkraftwagen am selben Morgen ins Schleudern. Der Sattelzug prallte gegen die Mittelschutzplanke, schleifte an ebendieser für rund 40 Meter entlang und stellte sich letztlich kurz vor Berg/Bad Steben quer auf alle drei Fahrspuren.

Der Fahrer und sein Beifahrer zogen sich nach derzeitigen Erkenntnissen leichte Verletzungen zu. Der Sachschaden beläuft sich auf ca. 110.000 Euro. Eine Spezialfirma band die ausgelaufenen Betriebsstoffe, die im Tank verbliebenen 300 Liter Diesel pumpte die Feuerwehr Selbitz ab. Die Autobahn war bis 12.15 Uhr komplett gesperrt.

Der Bericht wurde um 23 Uhr aktualisiert.


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