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Sonntag, 22.09.2019

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Wegen Mexiko-Mauer: Neues Army-Zentrum in der Oberpfalz wird nicht gebaut

31 Millionen Dollar werden anderweitig verwendet - 07.09.2019 05:51 Uhr

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"Dynamic Front II": US-Army schießt in Grafenwöhr aus allen Rohren

Die Artillerie gewinnt nach Jahren wieder an Bedeutung. Rund 1400 Teilnehmer aus neun Nato-Staaten haben deshalb zwei Wochen lang auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr unter der Regie des 7th U.S. Army Training Command das Zusammenwirken ihrer Artillerie trainiert und gemeinsame Verfahren erarbeitet. Titel der Übung: Dynamic Front II.


Umgelenkt werden können die Mittel, insgesamt geht es um 3,6 Milliarden US-Dollar aus dem Verteidigungsetat, nach einem Bericht der Tageszeitung Stars&Stripes nur durch einen Kunstgriff. Die Logik dahinter: An der mexikanischen Grenze sind auch US-Truppen im Einsatz, also ist die Mauer in Verbindung mit der Ausrufung eines Notstands im weiteren Sinne ein Verteidigungsprojekt. Die fragliche Summe reicht für etwa 250 Kilometer Mauer. Zum Vergleich: Die US-mexikanische Grenze ist 3100 Kilometer lang.

Neben dem "Mission Training Complex" mit Klassenräume und Kampfsimulatoren in Grafenwöhr müssen in der Folge in Deutschland weitere Bauprojekte des US-Militärs geschoben werden, vor allem Schulen. Die Mitteilung kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem der Trainingsbetrieb – und damit auch der Schießlärm – auf dem Oberpfälzer Truppenübungsplatz wieder zugenommen hat. Außer US- und deutschen üben dort verstärkt osteuropäische Truppen. Grund ist die Furcht insbesondere der baltischen Natoländer und Polens vor russischer Aggression.

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Schwere Geschütze und Bier: So war das Army-Volksfest in Grafenwöhr

Wenn der "American Way of Life" auf deutsche Geselligkeit trifft, dann ist wieder das Volksfest der US-Army in Grafenwöhr. Es gilt als eines der größten in Bayern. Die Verantwortlichen der Garnison Bavaria stellten wieder Dutzende Fahrgeschäfte auf den Truppenübungsplatz. Aber nicht nur.


 

nn

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