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Weiter Ärger über Ölspur bei Prüllsbirkig

Erde noch nicht abgetragen - Eintragsmenge ist gering - 12.11.2017 08:00 Uhr

Über einen Kilometer lang ist die Ölspur bei Prüllsbirkig. © Emil Jenne


"Das hat seine Gründe", sagt Herbert Retzer, Pressesprecher des Landratsamtes in Bayreuth. Er verweist auf Aussagen des Wasserwirtschaftsamtes (WWA) in Hof, das nach Jennes Aktion eine erneute Untersuchung anberaumt hatte. "Dessen Erkenntnisse sind für uns die Handlungsvorgabe", so Retzer.

Die WWA-Experten seien zu der Auffassung gelangt, dass die Ölspur zwar optisch auffällig ist, "es sich aber punktuell offensichtlich nur um eine geringe Menge von Motorenöl handelt, da sie sich linienhaft auf einer Länge von etwa zwei Kilometer verteilt. Daher sei die "potenzielle punktuelle Eintragsmenge gering".

Nur kleine Menge

Angesichts der kleinen Menge scheide nach Expertenmeinung die Möglichkeit aus, dass das Öl versickere. Und: "Im Hinblick auf die Bodenverhältnisse konnte ein Schadstoffeintrag von Kohlenwasserstoffen ins Grundwasser als höchst unwahrscheinlich eingestuft werden."

Die Entfernung der Ölspur würde einen erheblichen Eingriff für den Boden und das dort vorhandene Wurzelwerk bedeuten – was wiederum die natürliche Schutzfunktion der Deckschicht reduziere. Mit Blick auf Gefährdungsrisiken "wurde der Verbleib des Öls als die aus wasserwirtschaftlicher Sicht sinnvollste Lösung eingestuft".

Die Verunreinigung befinde sich ausschließlich auf dem Gras oder der Bodenkrume, ein tieferes Eindringen in das Erdreich sei nicht erkennbar. Dies wurde Emil Jenne auch so mitgeteilt, sagt Herbert Retzer. 

STEFAN BRAND

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