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Wenig Neues zum Karstwunder "Wasserberg"

Studenten aus Weihenstephan: Angebot für Radler und Wanderer ist rar - Kleiner Historischer Kreis hat schnel gehandelt - 06.04.2019 10:17 Uhr

In einer Blitzaktion hat Klaus Hermann von „Hermanns Holzlädla“ auf Veranlassung des Kleinen Historischen Kreises zusammen mit Stadtheimatpfleger Helmut Strobel eine neue Hinweistafel zum „Wasserberg“ installiert. © Reinl


Dieses Schicksal droht auch den Bachelor-Arbeiten von Studenten der Fachhochschule Weihenstephan, die sich mit dem Thema "Wohnen und Leben am Wasser" befassen. Warum jede dieser Arbeiten mit einer eigenen ellenlangen Bestandsaufnahme über die Besonderheiten der Fränkischen Schweiz und der Stadt Pegnitz beginnen muss, obwohl die Erkenntnisse darüber mangels Ortskenntnis vorwiegend aus unzähligen schon vorhandenen Quellen zusammenkopiert werden, erschließt sich einem nicht. Kaum jemand der Adressaten wird das lesen.

Aus der Traum?

Vergeblich suchte der Stadtrat dagegen Aussagen über die Chancen für den Traum eines Freizeitsees nördlich des Cabriosol-Ganzjahresbads, obwohl gerade dies einst eigentlich der Anlass für die Auftragsvergabe gewesen ist. Das ist umso erstaunlicher, hat sich der Autor doch ansonsten intensiv mit der Wasserlandschaft rund um Pegnitz und Fichtenohe befasst.

Besonders gespannt war der Kleine Historische Kreis auf das Kapitel über den "Wasserberg", ist es doch sein Bestreben, das Karstwunder touristisch besser zu vermarkten. Die Aktivisten erfuhren, dass der Verlauf der dort massiv begradigten Pegnitz größtenteils nicht einem naturnahen Charakter entspricht und dass es große Lücken im gewässerbegleitenden Gehölzsaum gibt. Aufgelistet werden naturschutzfachlich wertvolle Feuchtflächen, aber auch umfangreiche Ackerflächen, vor allem auf dem "Gipfel" und an den Hängen.

Es gibt aber auch kritische Anmerkungen: "Der Bahndamm ist hier sehr hoch und zerschneidet die beiden Anhöhen Wasserberg und Burgstall massiv. Die städtische Kläranlage im Süden ist nicht hinreichend eingegrünt und stört das Landschaftsbild. Die Straße, die den Wasserberg überquert, verhindert ebenfalls ein harmonisches Landschaftsbild. Das Angebot an Wegen für Radfahrer und Fußgänger ist sehr rar. Lediglich ein paar inoffizielle Trampelpfade führen durch das Gebiet und die dort befindlichen Felsformationen entlang. Die wenigen Wege nehmen weiter auch keinen Bezug zur Pegnitz auf – ein intensives Wassererlebnis bleibt daher aus. Auch offizielle und stadtnahe Rundwege zu Naherholungszwecken fehlen.

Es besteht nur ein einziger, den Radfahrern und Fußgängern alleinig zugeschriebener Schotterweg, der im Osten entlang der Pegnitz verläuft. Die sonstigen Straßen werden zum Teil intensiv durch Pkw befahren. Auch der von Weidlwang kommende neue Rad- und Wanderweg mündet kurz vor Hainbronn auf eine viel befahrene Straße. Eine Anknüpfung an diesen Weg fehlt."

Moniert wurde auch, dass der Wasserbergaustritt nur schlecht auffindbar und wenig erschlossen sei. Hier haben die Aktiven um Stadtheimatpfleger Helmut Strobel schnell gehandelt: Klaus Hermann von "Hermanns Holzlädla" hat eine neue Hinweistafel gefertigt, zu finden an der Straße nach Hainbronn. Einem Besuch des "Wasserbergs" am Wochenende steht somit nichts mehr im Wege, auch wenn der empfohlene Lehrpfad sicher noch länger auf sich warten lassen wird.

Z"Räuberstübl" im Internet unter www.nordbayern.de/pegnitz 

ISI REINL

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