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Weniger Raser und weniger Lärm bei Glashütten

Situation auf Staatsstraße 2185 entspannt sich — 25 Geschwindigkeits- und technische Kontrollen der Polizei - 07.10.2018 16:06 Uhr

Junge Motorradfahrer testen auf der Staatsstraße zwischen Glashütten und Volsbach ihre Fahrkünste. Der Lärm hat die Anwohner lange gestört. In der zurückliegenden Saison hat sich die Situation gebessert. © Udo Bartsch


"Es ist eine leichte Verbesserung eingetreten", teilt Bürgermeister Werner Kaniewski auf Anfrage mit. Die Belastung durch den Lärm sei zurückgegangen. Kaniewski räumt aber Ausnahmesituationen ein: So dröhnte der Lärm am Sonntag gegen 18.15 Uhr wie bei einem Motorradrennen bis zur Neubürg hinüber. Dass es weniger Lärm gibt, meint auch Sven Ruhl, der stellvertretende Bürgermeister und Vorsitzende der Allgemeinen freien Wählergruppe (AFW) im Ort. Die AFW und andere hatten schon früh mit Aktionen gegen den Motorradlärm Front gemacht. Kaniewskis und Ruhls Einschätzung entspricht den Daten der Polizei.

Am vergangen Samstagnachmittag hat die Verkehrspolizei erneut die Geschwindigkeit auf der Staatsstraße kontrolliert. Die beanstandeten Fahrer wurden in beiden Richtungen angehalten. Im Messzeitraum durchfuhren 421 Fahrzeuge die Messstelle, so die Polizei. 15 Fahrer, darunter vier Motorradfahrer, mussten verwarnt und sieben, darunter vier Motorradfahrer, angezeigt werden. Am schnellsten unterwegs war ein Fahrer mit Tempo 100 bei erlaubten 60 Stundenkilometern.

Wie die Polizei erklärt, gab es seit Beginn der Motorradsaison mehr als 25 Geschwindigkeitsmessungen zwischen Glashütten und Volsbach. Die Beamten nahmen auch die Motorräder unter die Lupe. Das dürfte sich unter den Fahrern herumgesprochen haben, denn die Anzahl der Tempoüberschreitungen nahm im Laufe des Jahres stetig ab, so die Polizei. Zudem habe es lediglich vereinzelt Beschwerden der Anwohner über Lärmbelästigungen durch Motorradfahrer gegeben. Außerdem gab es nur einen Verkehrsunfall unter Beteiligung eines motorisierten Zweiradfahrers. Ein junger Fahrer verletzte sich aufgrund eines Fahrfehlers dabei leicht.

In Abendstunden verlagert

"Die Raserei verlagert sich zuweilen in die Abendstunden", sagt Christian Kurrent. Er wohnte viele Jahre an der Staatsstraße am Ortsausgang nach Volsbach. Dort liegt sein Betrieb. Wie er schildert, dauert das Katz-und-Maus-Spiel der Fahrer mit der Polizei an. "Still ist es nur dann, wenn die Polizei zu sehen ist", sagt er. Das schrecke die Fahrer ab, so Kurrent. Vorwürfe wegen des Lärms wolle er niemandem machen, sagt Kurrent. Er schlägt stattdessen vor, das Ortsschild in Richtung Forst zu versetzen. Inzwischen wohnt er in Gosen, nahe der A 9. Dort gebe es zwar Lärm von der Autobahn. Die rausche aber gleichmäßig und sei erträglicher.

Die Polizei versichert, die Situation im Glashüttener Forst regelmäßig zu prüfen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

UDO BARTSCH

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