Mittwoch, 11.12.2019

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Wenn der ADAC in die Schulstunde kommt: Suchtprävention in der Mittelschule Auerbach

Schüler der Mittelschule Auerbach erfahren, welche Folgen Alkohol, Drogen und Medikamente haben können. - 14.11.2019 07:55 Uhr

Suchtvorbeugung ist ein Thema im Lehrplan, so Schulleiter Ferdinand Höllerer gegenüber den NN. Deshalb würden die entsprechenden Angebote des ADAC gerne genutzt. Im Symbolbild fängt eine Schülerin mit einer Rauschbrille einen Ball. © Foto: Stefan Hippel


Der ADAC Nordbayern will dem vorbeugen. So wird die Verkehrserziehungsaktion "Sicherheitstraining" auf dem Stundenplan an allen weiterführenden Schulen in Nordbayern veranstaltet. Themenschwerpunkte sind Alkohol, Drogen und Medikamente.

Thema im Lehrplan

Auch die Mittelschule Auerbach hat schon daran teilgenommen. Suchtvorbeugung sei ein Thema im Lehrplan, so Schulleiter Ferdinand Höllerer gegenüber den NN. Deshalb würden die entsprechenden Angebote des ADAC, mit dem die Schule regelmäßig in Kontakt stehe, gerne genutzt. Die Kollegen, die damit befasst sind, seien der Meinung, dass sich das Sicherheitstraining "bewährt" habe, sagt Höllerer.

Deshalb steht es am heutigen Donnerstag, 14. November, erneut auf dem Stundenplan. Gleich drei Klassen beteiligen sich an der Aktion. "Es kommen vier Moderatoren", sagt Alexander Cario. Er ist beim ADAC Koordinator des Programms. "Wir wollen mit dem Sicherheitstraining zeigen, welchen Einfluss Alkohol, Drogen und Medikamente haben, wenn sie eingenommen werden."

Dies können die Schüler vor allem dann feststellen, wenn sie sich die Rauschbrillen mit unterschiedlichen Promillewerten aufsetzen. "Damit müssen sie durch einen Parcours gehen", so Cario. Und schnell wird klar: Die Schüler spüren, wie ein Rausch sie beeinträchtigt.

Sie erleben Ausfallerscheinungen, merken wie sie Probleme bei der Koordination bekommen, sehen manche Dinge doppelt und können Geschwindigkeit und Entfernungen nicht mehr richtig einschätzen.

Wer mit einer Rauschbrille über eine auf dem Fußboden aufgeklebte Linie balanciert, tut sich extrem schwer. "Die Schüler bekommen einen Eindruck, wie fahrunfähig sie sind", sagt Cario.

Die Schüler werden bei der Aktion auch gefragt, welche Mengen Alkohol sie konsumieren. "Wenn einer wenig trinkt, wankt er schon mit 0,78 Promille durch die Gegend. Einer, der mehr gewohnt ist, läuft mit 1,3 Promille noch herum als ob das gar nichts wäre", berichtet Cario.

Bewusstsein schärfen

Bei dem Workshop sollen Gefahren und Auswirkungen von Betäubungsmittel im Hinblick auf den Straßenverkehr, aber auch auf die Gesundheit deutlich gemacht werden. "Wir wollen das Bewusstsein dafür schärfen", sagt Cario.

Wenn Jugendliche künftig das Auto stehenlassen, wenn sie getrunken haben, sei schon viel erreicht. Es müsse in einer Gruppe festgelegt werden, dass der Fahrer nichts trinkt. Der Workshop wird locker durchgeführt. "Das Sicherheitstraining soll ohne erhobenen Zeigefinger ablaufen", sagt Cario.

Die Schüler bekommen noch Arbeitshefte, um sie mit ihren Lehrern durchzuarbeiten. Das ist wichtig, um die im Klassenzimmer erworbene Praxis noch zu vertiefen.

InfoDer ADAC Nordbayern führt "Sicherheitstraining auf dem Stundenplan" im Jahr 160 mal durch. Etwa 3300 Schüler machen dabei mit. Zielgruppe sind die Jahrgangsstufen 7 bis 10.

HANS-JOCHEN SCHAUER

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