Zurück zur Normalität: Erstes Stadtkonzert im Pottensteiner Kurpark

31.5.2021, 07:55 Uhr
Das erste diesjährige Standkonzert im Kurpark Pottenstein wirkte wie ein Befreiungsschlag in der Pandemie.

Das erste diesjährige Standkonzert im Kurpark Pottenstein wirkte wie ein Befreiungsschlag in der Pandemie. © Foto: Rosi Thiem

"Etwas Nervosität am Anfang war schon da", bekannte Michael Lodes, der Dirigent. Nur zweimal hatte die Kapelle kurzfristig im Vorfeld üben können. "Den letzten öffentlichen Auftritt hatten wir im am 4. Oktober in Trockau." Doch die Nervosität war unbegründet. Das Publikum war da und wollte vor allem ein Stück Normalität zurück. In eineinhalb Stunden verwöhnten die drei Musikerinnen und neun Musiker aus dem sieben Kilometer entfernten Juradorf die gespannten Gäste.

Auch das Wetter, das in den vergangenen Maiwochen oft für Schauer gesorgt hatte, meinte es gut. Die Abendsonne legte sich schützend über den Kurpark, als Stücke wie "Böhmischer Traum" oder die Polka "Von Freund zu Freund" heimatlich erklangen. Bei schlechtem Wetter wäre das Konzert abgesagt worden.

Das Auftaktkonzert ist die Eröffnung einer Reihe von musikalischen Darbietungen im Park. "Wir sind froh, dass wieder Blasmusik stattfinden kann", sagte der Tourismusbüro-Leiter Thomas Bernard. "Ich bin angenehm und sehr überrascht, dass zu diesem Saisonstart die Gäste gekommen sind, vor allem so viele Einheimische", freute er sich.

Im Wechsel treten nun in den Sommermonaten neben der Trachtenkapelle die Blasmusik Kirchenbirkig und das Ensemble "Sax‘n Die" auf. "Auf unsere Musiker können wir uns verlassen. Sie sind zuverlässig und flexibel", betonte Bernard. Takt für Takt kam gefühlt das normale, von früher gewohnte Leben zurück. In den Zuhörerreihen fanden sich auch etliche Blasmusikkollegen, unter anderem aus Kirchenbirkig, Poppendorf, dem Ahorntal, Oberailsfeld und Gräfenberg.

Die hochmotivierten Musiker folgten am Schluss den drängenden Bitten aus dem begeisterten Publikum nach Zugaben und sorgten bis zum letzten Takt für Frohsinn nach der langen, musiklosen Pandemie-Pause. Die vielen Besucher des romantisch gelegenen Kurparks wiesen auf ein tatsächliches Heimspiel hin. Aus ihren Reihen war oft zu hören: "Ich habe die Musik und die Atmosphäre vermisst."

Einige Besucher, die namentlich nicht genannt werden möchten, geben Auskunft über ihr Empfinden:

"Das haben wir gleich ausgenutzt, als wir von dem Termin gelesen haben. Wir sind extra hierher gefahren. Das Umfeld ist super, und der Kurpark blüht gerade so schön", freute sich etwa ein Ehepaar aus Tüchersfeld.

"Den ,Mirsbergernʻ hat die Pandemie nichts ausgemacht. Sie sind super und können musikalisch überzeugen. Sie haben den Beifall verdient und sind würdige Vertreter vom Ernst Mosch", resümierte ein begeisterter Trockauer Zuhörer.

"Das tat jetzt richtig gut", erklärten Musikfreunde aus Kohlstein. "Jeder hat darauf gewartet, dass es nun wieder los geht. Dies brauchen nicht nur die Gäste, das brauchen wir auch."

Hauptsache, kein Regen

"Es macht total Spaß, hier zuzuhören", lobten indes die anwesenden Kollegen von der Blasmusik Kirchenbirkig. "Nach der langen Pause muss man proben, damit es sauber und klar klingt und der Sound, der Rhythmus und die Intonation passt. Das Wetter ist auch super; Hauptsache, kein Wind und Regen. Die Temperatur ist gar nicht so entscheidend", ergänzten sie aus ihrem eigenen Erfahrungsschatz.

INFO: Das nächste Konzert im Kurpark findet am 12. Juni um 19 Uhr statt mit dem Saxophon-Septett "Sax‘n Die". Veranstalter ist das Tourismusbüro. Der Eintritt ist frei.

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