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Donnerstag, 25.04.2019

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Zwischen Weidensees und Neudorf kracht es am häufigsten

Zahl der Verkehrsunfälle ist dort überdurchschnittlich hoch - 10.01.2019 08:00 Uhr

Zwischen Bronn und Weidensees ereignete sich im März ein Unfall, bei dem zwei Autos aufeinander prallten. Dieser Streckenabschnitt liegt ganz vorn bei der Unfallhäufigkeit. © Archiv/Ralf Münch


Eine Nachfrage bei der Polizei ergab interessante Zahlen. Der größte Anteil der Wildunfälle wurde auf der Bundesstraße 470 von der Abzweigung nach Elbersberg bis zur Bronner Waldspitze registriert.

In den vergangenen sechs Jahren passierten hier 79 Unfälle, bei 58 waren Tiere mit im Spiel. Solch ein hoher Prozentsatz findet sich selten. Von der Bronner Waldspitze bis zur Einmündung in die B 85 bei Neudorf wurden 75 gezählt, davon waren aber "nur" noch 38 Wildunfälle.

Schwerpunkt bei Neuhof

Der Abschnitt auf der B 470 wird prozentual nach den vorliegenden Zahlen jedoch von der Staatsstraße 2403 (Pegnitz-Thurndorf) übertroffen: Zwischen der Landkreisgrenze zur Oberpfalz und Neuhof waren bei zwölf von 14 Unfällen Tiere auf der Fahrbahn die Ursache. Von Neuhof bis zur Kreuzung an der Berufsschule stieg die Zahl der Unfälle in den letzten sechs Jahre auf 101, davon waren mehr als die Hälfte (64) Wildunfälle.

Diese Zahlen stammen von Polizeihauptkommissar Thomas Linke, Sachbearbeiter Verkehr bei der Polizeiinspektion Bayreuth-Land. Aufschlussreich sind die Antworten auf die Fragen: Wo muss man besonders gut aufpassen? Auf welchem Streckenabschnitt passierten die meisten Unfälle? Wo ist es besonders gefährlich? Weit vorn liegt auf der B 85 die Strecke von Neudorf bis Michelfeld mit 203 Unfällen.

Bedauerlich ist mit 38 die hohe Zahl der Unfälle, bei denen Personen verletzt wurden. Die beiden vorderen Plätze gehen an die Bundesstraße 2: Von Buchau bis nach Creußen wurden vom Jahr 2013 bis Ende 2018 insgesamt 210 Unfälle gemeldet, 140 mit Wildbeteiligung. Es gab 30 Unfälle mit Verletzten. Hier ist also große Vorsicht geboten.

Auch Todesopfer zu beklagen

Der unrühmliche Platz eins geht an den B2-Abschnitt von Weidensees bis Neudorf. Hier gab es 249 Unfälle, statistisch sind das 41 im Jahr – also nahezu in jeder Woche einer. Auch die Zahl der Unfälle mit Verletzten ist so hoch wie nirgendwo sonst: 42. Hier waren leider auch Todesopfer zu beklagen.

Ähnlich wie auf der abschüssigen Fahrbahn in der Nähe der Hotelfachschule, wo Ende des Jahres 2017 zwei junge Menschen ihr Leben ließen.

Viel geringer sind die Unfallzahlen im Püttlach- und Weihersbachtal: Von Behringersmühle bis Tüchersfeld musste 14-mal die Polizei alarmiert werden. Bei acht Unfällen waren Tiere beteiligt.

Genauso oft wie auf der Strecke von Tüchersfeld bis Pottenstein. Hier war aber die Zahl der Unfälle höher: 36. Die Zahl steigt entlang der Erlebnismeile auf 77 an. Wildunfälle fallen hier nicht besonders ins Gewicht. Es wurde nur ein Dutzend registriert.

Allerdings listet die Polizei hier neun Unfälle mit Personenschaden auf, so viele wie nirgends entlang auf der Bundesstraße 470.  

KLAUS ALTMANN-DANGELAT

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