Arif Tasdelen will im Bund regieren

Podcast: Generalsekretär der Bayern-SPD geht von Aiwanger-Entlassung aus

Nuernberg , 20.06.2016..Ressort: Politik Fotografie: Stefan Hippel..Chefredakteuere der Nürnberger Nachrichten , Michael Husarek , Portrait
Michael Husarek

Chefredakteur Nürnberger Nachrichten

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"Es gibt keine Alternative zu einer Ampel-Koalition", sagt Arif Tasdelen und schwört seine Parteifreunde schon mal auf Zugeständnisse ein. Alle drei potentiellen Partner müssten nach erfolgreicher Sondierung "Kröten schlucken", glaubt der Nürnberger Landtagsabgeordnete.

Im Podcast "Horch amol" räumt er unumwunden ein, sich vor Monaten eigentlich auf eine Trauerrede nach des Bundestagswahl eingestellt zu haben. Umso mehr konnte Tasdelen das "Freudenfest" am Nockherberg in München genießen, dass die bayerischen Sozialdemokraten am Wahlabend im Beisein vieler junger Menschen feiern konnten.

Zahlreiche Parteieintritte, davon rund 250 Unter-35-Jährigen seit Anfang August würden den Aufwind, den die SPD verspürt, bestätigen. "Wir sind wieder attraktiv geworden für die Jungen", sagte Tasdelen.

Auf das Szenario einer Jamaika-Koalition, die CDU-Chef Armin Laschet ansteuert, angesprochen, setzt der Politiker auf die Klugheit der Grünen: "Wenn sich die Grünen vor festlegen für eine Kooperation mit der SPD, hat Christian Lindner keine Chance."

Wenige Chancen auf eine politische Zukunft räumt der Sozialdemokrat dem Freie-Wähler-Chef ein: "Hubert Aiwanger ist nicht mehr tragbar. Ich gehe fest davon aus, dass er entlassen wird." Aiwanger habe, so Tasdelen, "eine Straftat begangen", indem er für interne Kreise bestimmte Wahlprognosen vor Schließung der Wahllokale getwittert habe.

Die Position von Markus Söder sei dagegen ungefährdet, trotz der deutlichen Wahlniederlage der CSU: "Ich sehe in der CSU niemand, der das strategische Geschick besitzt, Söder zu stürzen." Für die Bayern-SPD gehe es nun darum "das Momentum in den Landtagswahlkampf 2023" mitzunehmen. Doch hören Sie selbst...

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