Ziehen weitere Ketten nach?

Regale immer häufiger leer: Erster Discounter rationiert Speiseöl

Tobi Lang
Tobi Lang

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13.3.2022, 14:43 Uhr
Bilder wie dieses häufen sich in den sozialen Netzwerken. Die Regale mit Speiseöl bleiben vereinzelt leer. 

© twitter.com/Cloud_2110 Bilder wie dieses häufen sich in den sozialen Netzwerken. Die Regale mit Speiseöl bleiben vereinzelt leer. 

Die Ernte fiel schlecht aus, Corona verhindert noch immer flüssigen Warenverkehr - und jetzt bremst auch noch der Krieg in der Ukraine die Weltmärkte aus. Bei so manchem Produkt stehen deutsche Konsumenten derzeit im Supermarkt vor leeren Regalen. Besonders beim Speiseöl spitzt sich die Situation zu. Nach Hamsterkäufen haben immer mehr Ketten Probleme, Ware zu bekommen.

Auch in Franken kaufen Menschen große Mengen Speiseöl auf, aus Angst vor der großen Krise. Jetzt rationiert mit Aldi Süd der erste Discounter die Ausgabe. Wie die Lebensmittel Zeitung bereits vor einigen Tagen berichtete, dürfen Kunden bei Aldi mittlerweile nur noch vier Flaschen der beliebten Eigenmarke Bellasan kaufen. "Wir bekommen keine Lieferungen mehr", zitiert das Portal Focus die Verkäuferin einer Filiale im bayerischen Fürstenfeldbruck. Berichten zufolge bleiben auch die Regale bei Rewe und Netto immer häufiger leer.

Ziehen weitere Ketten nach?

Auch Edeka weiß um die Probleme. "Seit dem vergangenen Jahr kann es zu temporären Produktengpässen von Speiseöl in den Lieferketten kommen", sagte ein Sprecher gegenüber t-online.de. Dass weitere Ketten auf eine strikte Rationierung setzen, scheint nicht ausgeschlossen.

Doch auch andere Lebensmittel sind nicht mehr uneingeschränkt verfügbar. Die Ukraine gilt als Kornkammer Europas, sie ist einer der größten Produzenten von Weizen und Mais - genau wie Russland. Die beiden Getreide-Supermächte können gerade aber in die Europäische Union nicht mehr uneingeschränkt liefern. Es drohen deutlich höhere Preise, etwa beim Mehl. Mehr dazu lesen Sie hier:

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