Identitätsdiebstahl

Dreiste Masche: So gefährlich sind Ausweisbilder im Internet

Benjamin Jungblut
Benjamin Jungblut

Redakteur

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15.6.2022, 13:21 Uhr
Unbekannte Täter nutzen die Ausweisbilder, um die Identität ihrer Opfer anzunehmen.

© e-arc-tmp_20200107-170924-001.jpg, NNZ Unbekannte Täter nutzen die Ausweisbilder, um die Identität ihrer Opfer anzunehmen.

Ende Mai wollte sich eine 23-jährige Regensburgerin ein Paar Schuhe auf E-Bay Kleinanzeigen kaufen. Obwohl die Frau bezahlt hatte, erhielt sie keine Ware. Im Vorfeld der Zahlung hatte sie mit der Verkäuferin "zur Absicherung“ Bilder ihres Personalausweises ausgetauscht.

Dabei handelte es sich allerdings nicht um eine Sicherheitsgarantie, sondern um eine dreiste Betrugsmasche. Als die Geschädigte, die vermeintliche Verkäuferin auf dem Ausweis, eine 21-jährige Frau aus Niederbayern kontaktierte, stellte sich heraus, dass diese ebenfalls betrogen worden war.

Ein bislang unbekannter Täter hatte das Bild der 21-Jährigen bei einem ähnlichen Betrugsfall im April zugesandt bekommen und es für andere Verbrechen weitergenutzt. Auch das Ausweisfoto der Regensburgerin wurde von dem Täter bereits für einen weiteren Betrug genutzt. Die Polizei warnt ausdrücklich davor, Fotos oder Scans von Ausweisdokumenten zu versenden, insbesondere nicht an Fremde. Damit machen es die Opfer den Kriminellen nämlich besonders leicht.

Und die haben es nicht nur auf Geld abgesehen, sie begehen im Namen ihrer ahnungslosen Opfer auch Straftaten. Die Polizei empfiehlt, jeden Fall von Identitätsdiebstahl zur Anzeige zu bringen, auch wenn der Täter nicht bekannt ist.

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