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Montag, 20.05.2019

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Rentner gibt sich als "Diplomat des Deutschen Reichs" aus

67-Jähriger will sich "bei den Alliierten" über Polizisten beschweren - 09.02.2014 13:20 Uhr

Das "Deutsche Reich" ist seit knapp 70 Jahren Geschichte, in Unterfranken aber lebt es weiter. Dort geriet am Samstagmorgen bei Bad Kissingen ein selbsternannter "Diplomat" in eine Polizeikontrolle. Sogar "Botschafter-Dokumente" konnte der 67-Jährige vorweisen - allerdings gefälscht. Er sei bereits vor längerer Zeit aus der Bundesrepublik ausgetreten, sagte der Rentner.

Da der Mann die Polizei lediglich als Stiftung ohne jegliche Rechte ansah, verweigerte der 67-Jährige sich auszuweisen und seinen Führerschein vorzuzeigen. Ihm wurde erst einmal die Weiterfahrt verboten, der Rentner wurde zur Feststellung seiner Identität auf die Dienststelle gebracht. Wie sich dort herausstellte wurde gegen den "Diplomaten" bereits mehrfach wegen gleichgelagerter Sachverhalte Anzeige erstattet. Außerdem wurde bekannt, dass er sich bei einem großen deutschen Automobilclub mit einem nicht vorhandenen Doktortitel und als "Graf" hatte registrieren lassen.

Sein Phantasie-Diplomatenpass wurde von den Beamten sichergestellt. Und eben deswegen wolle der Mann sich nun bei "den Aliierten" über das Verhalten der Polizei beschweren. Der Sachverhalt wird nun der Staatsanwaltschaft vorgelegt.  

tl

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