Rettung vor dem Schlachter: 18-Jährige kämpft für Sirius

3.3.2019, 17:31 Uhr
Kira Kütt und ihr Sirius: Via Crowdfunding sammelt die 18-Jährige Spenden für den Unterhalt des Pferdes.

Kira Kütt und ihr Sirius: Via Crowdfunding sammelt die 18-Jährige Spenden für den Unterhalt des Pferdes. © Instagram/moonlight_sirius

Fast zwei Jahre lang besuchte die 18-jährige Kira Kütt aus Karlstadt ihr Pflegepferd Sirius. Sie putzte ihn, ging mit ihm spazieren und kümmerte sich um sein Futter und das Ausmisten des Stalls. Doch plötzlich war der Schimmel spurlos verschwunden. Der Besitzer von Sirius gab an, dass er als "Beistellpferd" zu einem jüngeren Tier gekommen wäre, damit dieses nicht allein sei.

Doch Kira Kütt zweifelte an dieser Aussage. Sie begab sich im Internet auf die Suche nach Sirius. In einer Facebook-Gruppe, wo Schlachter Pferde zur Rettung anbieten, fand sie ihren Liebling - und machte sich sofort auf den Weg ins 100 Kilometer entfernte Ostburken (zwischen Tauberbischofsheim und Heilbronn), um Sirius vor dem Tod zu bewahren. Für 500 Euro kaufte die Karlstadterin den Vierbeiner frei und brachte ihn auf einen anderen Hof.

Pferd war extrem abgemagert

Durch den Stress, den Sirius beim Schlachter ausgesetzt war, hatte der Vierbeiner enorm abgenommen. "Er war klapperdürr, als ich ihn bekam", berichtet die 18-Jährige gegenüber der Mainpost. Anonsten sei das Pferd aber gesund, sagte der Tierarzt. Der Schimmel hat bereits ein stolzes Alter von 26 Jahren. Pferde können aber bis zu 35 Jahre oder noch älter werden. Einen langen Lebensabend möchte Kira Kütt ihrem Sirius nun auch ermöglichen. Allerdings fehlt der jungen Frau das Geld dazu.

Im Bundesfreiwilligen-Jahr arbeitet sie in einem Tierpark und verdient nur 440 Euro im Monat. Da Boxenmiete, Futter- und Tierarztkosten bei einem Pferd sehr teuer sind, sammelt die Abiturientin nun Spenden über Crowdfunding. Einen stolzen Betrag von 3838 Euro (Stand: 03.03.2019) hat sie mittlerweile schon zusammen. Damit kann sie immerhin die Tierarztkosten von rund 1000 Euro sowie die monatliche Boxenmiete von 340 Euro erstmal bezahlen. Doch für die Zukunft sind Sirius und Kira Kütt weiter auf Spenden angewiesen.

Die Rückmeldungen zu ihrem Engagement fallen auf der Crowdfunding-Seite sehr positiv aus. "Respekt vor diesem Einsatz", "Setz dich weiter so für deine Ziele ein " oder "tolles Engagement" sind nur einige wenige Nachrichten, die die Karlstadterin erreichen. Über Instagram können Spender und Unterstützer die Entwicklung des Schimmels und seiner Besitzerin weiter verfolgen.

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